Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/allgschulen/sonder/fb_sonder/boardmaker/kommuni/, Stand 21. May. 2012
|
![]() |
Kommunikation ist ein menschliches Bedürfnis. „Kommunikation (lat.
communicare „teilen, mitteilen, teilnehmen lassen; gemeinsam machen, vereinigen“)
bezeichnet auf der menschlichen Alltagsebene ein gemeinschaftliches Handeln,
in dem Gedanken, Ideen, Wissen, Erkenntnisse, Erlebnisse (mit)geteilt werden
und auch neu entstehen. Kommunikation in diesem Sinne basiert auf der Verwendung
von Zeichen in Sprache, Gestik, Mimik, Schrift, Bild oder Musik.
Quelle:
WIKIPEDIA – Die freie Enzyklopädie (08.09.2007)
Kommunikation ist also auch ein wesentliches Element der persönlichen Entwicklung. In der Auseinandersetzung mit der Umwelt werden neue Strukturen gebildet. Wenn aber diese Auseinandersetzung auf der menschlichen Alltagsebene aus irgendwelchen Gründen nur eingeschränkt möglich ist, benötigt die betreffende Person Empathie und Unterstützung. Ganz wesentlich ist natürlich, dass diese Unterstützung so früh wie möglich erfolgt. Das bedeutet also, dass schon im frühen Kindesalter nach Möglichkeiten gesucht werden muss, Menschen, die in ihrer Kommunikation eingeschränkt sind, Hilfen anzubieten.

Wenn insbesondere die lautsprachlichen Möglichkeiten eingeschränkt sind, gilt es unter anderem die körpereigenen Kommunikationsformen zu fördern und nach alternativen Möglichkeiten zu suchen.
Dabei können neben den körpereigenen Kommunikationsformen nicht-elektronische
oder elektronische Hilfsmittel dazu beitragen, dass die betreffende Person dem
eigenen Kommunikationsbedürfnis und der Teilhabe in der Auseinandersetzung
mit seiner Umwelt besser nachkommen kann. Zu den nicht-elektronischen Hilfsmitteln
zählen dabei konkrete Gegenstände, Kommunikationsmittel, die aus Bildern,
Fotos, Bildsymbolen bestehen wie z. B. Kommunikationsbücher, -tafeln, -ordner
... sowie auch Wortkarten oder -tafeln. Elektronische Hilfsmittel können
Eingaben in ein Gerät in Laut- oder Schriftsprache verwandeln z. B. Talker,
Computer.
Es ist leicht nachvollziehbar, dass man auf Grund des Entwicklungsalters im Kindergarten und in der Unterstufe der Schule Bilder (Fotos, Bildsymbole) als Kommunikationsunterstützung in Tafeln, Büchern oder Talkern heranzieht. Schrift alleine könnte in einer Unterstufenklasse manche Schüler von der Kommunikation ausschließen.

Unabhängig von einer eingeschränkten lautsprachlichen Kommunikationsfähigkeit
gilt es aber zu bedenken, dass auch andere Schüler oftmals nicht oder nur
eingeschränkt sinnentnehmend Lesen und dementsprechend alternative Auseinandersetzungen
benötigen, um nicht nur nach sprachlichen Anweisung zu handeln. Im Unterricht
erhalten sie Handlungsanweisungen mit Bildern statt nur Text, man klebt zusätzlich
Bilder auf ihrem Einkaufszettel ... Darüber hinaus werden z. B. Dienst-Pläne
mit Bildern erstellt, das Schulhaus wird bebildert ... Dieses Bebildern
dient dazu, die Schüler in der Situation handlungsfähig zu machen.
Sie werden selbstsicherer, selbstbewusster und selbständiger.
Wir haben es hier mit Bilderlesen zu tun, einer Vorstufe des Schriftlesens, die alle lesenden Schüler auch durchlaufen haben. Vielleicht machen sie nicht zuletzt wegen diesen Umgangs mit Bild-Wort-Verknüpfungen Fortschritte im Schriftspracherwerb. Wichtig für sie ist aber, dass sie, durch die Verwendung von Bilder, selbständig tätig werden können und nicht nur verbale Anweisungen erhalten, die sie dann ausführen.
Wenn man dann bedenkt, dass wir häufig nur dort Bilder verwenden, wo ein
bestimmtes Verhalten (im Sinn von Handeln) der Schüler erreicht werden
soll, merkt man, dass der Bereich der freien Informationen kaum einbezogen wird.
Wenn z. B. in der Schülerzeitung eine Information auch als Bildgeschichte
zu lesen ist, die SMV über ihre Sitzungen mit Bildern informiert ... können
wir vielleicht auch Interesse wecken, sich mit einem Inhalt auseinander zu setzen.

Das Verwenden von Bildern in der Schule kommt also allen zu Gute und wird selbstverständlicher, die Bilder haben einen höheren Bekanntheitsgrad, der Bedeutungsgehalt erschließt sich den Schülern schneller. Die Kommunikation mit nicht oder eingeschränkt sprechenden Schülern mit Hilfe von Bildern kann so erfolgreicher sein und das Denken in Beziehungen wird gefördert.
Es darf aber nicht vergessen werden, dass zu einer ganzheitlichen Kommunikation von Menschen deren lautsprachlichen Möglichkeiten eingeschränkt sind, neben der Kommunikation mit Bildern auch die Kommunikation mit Hilfe anderer körpereigener Kommunikationsformen (Mimik, Gebärden ...) oder von nicht-elektronischen oder elektronischen Kommunikationshilfen gehört.
http://www.sonderpaed-forum.de
http://www.isaac-online.de
http://www.metakommuniziert.de/links_uk/uklink.html
![]()