Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/allgschulen/sonder/fs/informieren/, Stand 22. May. 2012
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Diese Einheit beschäftigt sich mit der Informationsbeschaffung, den dazu nötigen Programmen und deren Unterrichtsrelevanz. Der Umgang und der Einsatz des Internets und elektronischer Lexika soll in Schüler nahen Unterrichtszusammenhängen vermittelt werden. Hier wird die Verarbeitung, Aufarbeitung und anschließende Präsentation der Informationen eine wichtige Rolle spielen.

Unsere moderne Gesellschaft lebt davon, dass Information in Sekundenschnelle
über Hunderte oder Tausende von Kilometern übertragen werden kann
oder dass Kommunikation über ebensolche Distanzen in Echtzeit erfolgen
kann. Letztlich wäre unsere Welt ohne diese Möglichkeiten in der bestehenden
Form vermutlich gar nicht (mehr) existent.
Durch die Neuen Medien erhalten diese Bereiche der Information und Kommunikation
eine neue Qualität. So kann Informationsaustausch oder -recherche nicht
nur in erster Linie über Sprache erfolgen, sondern nun auch über Texte,
Bilder, Filme und Töne verschiedenster Art. Echtzeitkommunikation erfolgt
nicht mehr nur verbal, sondern nun ebenfalls über die eben genannten Formen.
Diese Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten prägen
unseren Alltag zunehmend. World Wide Web, Online-Banking, E-Mail usw.
sind in vielen Bereichen gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Abläufe
nicht mehr wegzudenken und werden sich vermutlich noch weiter durchsetzen.
Neben den Chancen, die diese neuen Möglichkeiten bieten, bergen
sie auch vielfache Gefahren in sich. Als ein zentraler Gesichtspunkt
stellen sich die Zugangsmöglichkeiten zu diesen modernen Formen der Information
und Kommunikation dar. Fachleute gehen davon, aus, dass sich unsere Gesellschaft
zukünftig nicht nur nach materiellen Kriterien strukturieren wird, sondern
u.a. auch danach, ob für die Einzelnen Zugänge zu eben diesen Informations-
und Kommunikationsmöglichkeiten bestehen. Sie sprechen dabei von der Gefahr
einer sog. digitalen Aufspaltung der Gesellschaft (digital divide).
Gerade an dieser Stelle ist die Förderschule mit ihrem Erziehungs-
und Bildungsauftrag gefragt. Sollen Schülerinnen und Schüler
dieser Schulart nicht völlig den Anschluss an gesellschaftliche Prozesse
verlieren, muss die Förderschule ihnen Zugangsmöglichkeiten verschaffen.
Nun stellt sich die Frage nach dem Wie. Ein Grundproblem der verschiedenen Informations-
und Rechercheangebote, die die Neuen Medien bieten, ist für Schülerinnen
und Schüler der Förderschule die Vielfalt, häufige Unstrukturiertheit
und textliche Fülle der Informationen. Hier besteht die didaktisch-methodische
Aufgabe, den Kindern und Jugendlichen sinnvoll strukturierte und reduzierte
Informationen an die Hand zu geben, die sich an lebensnahen (!) - Themen orientieren.
Außerdem ist ein weiteres wesentliches Ziel, im Sinne einer kritisch-reflektierenden
Medienkompetenz den Schülerinnen und Schülern Hilfestellungen zu vermitteln,
wie sie selbst die Fülle an Informationen, die ihnen angeboten wird, strukturieren
und reduzieren können.
Um dies zu realisieren, müssen die angesprochenen Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten
in den Unterrichtsalltag einbezogen werden. Medienkompetenz im og. Sinne kann
nicht in einzelnen Unterrichtsstunden im Computerraum erworben werden, indem
das Handling einzelner Anwendungen eingeübt wird. Vielmehr müssen
diese Möglichkeiten im Klassenzimmer zu jeder Zeit verfügbar sein.
So werden die Neuen Medien mit ihren spezifischen Grenzen und Chancen zu einem
Alltagswerkzeug wie Papier und Kugelschreiber.
Technische Voraussetzung hierfür ist die Einrichtung sog. Medienecken in den einzelnen Klassenzimmern. Darunter sind jeweils zwei bis drei miteinander vernetzte Rechner mit Internetzugang zu verstehen.

Die Beschreibung einer Medienecke als
Web-Präsentation
oder zum Herunterladen als gezippte PowerPoint-Präsentation:
Die Medienecke [zip] [2042
KB]
So konzipierte Medienecken ermöglichen jederzeit einen Zugriff auf die
verschiedenen Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten. Darüber
hinaus bieten sie grundsätzlich die Chance, die Neuen Medien im Rahmen
offener, schülerzentrierter und handlungsorientierter Unterrichtsformen
wie Wochenplanarbeit, Stationenlernen, projektorientiertem Lernen usw. als ein
Medium unter anderen in einen zeitgemäßen und lebensnahen Unterricht
einzubauen.