Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/allgschulen/sonder/fs/kommunizieren/material/, Stand 22. May. 2012
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Zuerst sollte die Frage geklärt werden, welche Art von E-Mail-Programm man in der Schule benutzt. Auf der einen Seite gibt es die Möglichkeiten im Browser Web-basierte Dienste zu benutzen. Solche Dienste werden kostenfrei angeboten von Firmen wie web.de oder gmx.de (es gibt noch viele andere, diese seien hier nur beispielhaft genannt). Man meldet sich dort an, erhält eine E-Mail-Adresse, die weltweit gilt und die weltweit über das Internet mit jedem modernen Browser abgefragt werden kann. Die Beantwortung der Post erfolgt auch online.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, einen Mail-Client zu benutzen. Dies ist ein Programm, mit dem man E-Mails abholen kann. Man kann dann Offline (also ohne Internet-Verbindung) die Post lesen und beantworten. Dies hat natürlich viele Vorteile. Die Kinder und Jugendlichen haben mehr Zeit zu lesen und zu schreiben. Außerdem können sie beim Schreiben auch die Rechtschreibkorrektur des Computers oder auch des Nebensitzers oder des Lehrers in Anspruch nehmen. Mails können so auch viel einfacher zeitversetzt bearbeitet werden, was dem Schulalltag sehr nahe kommt. Eine ausführliche Beschreibung, wie Sie den Mail-Client von Netscape, den Netscape-Messenger individuell einrichten, finden Sie in einem extra Dokument: messenger7.pdf [PDF] [212 KB]. In einer vernetzten Umgebung muss man dann auch noch die Art und Weise beachten, wie bei individueller Netzanmeldung z. B. der Netscape-Browser zu konfigurieren ist. Bitte befragen Sie dazu Ihren Netzwerkberater oder Ihre Netzwerkberaterin.
Auf dem Lehrerfortbildungsserver finden Sie ausführliche Beschreibungen
zum Thema E-Mail: E-Mail
- die elektronische Post
.
Nun gibt es viele Möglichkeiten im Unterricht mit der E-Mail-Funktion zu arbeiten. Im Folgenden einige Beispiele:
Der Lehrer bzw. die Lehrerin sucht eine Klasse aus der näheren oder weiteren Umgebung, mit der man E-Mails austauschen kann. Es empfiehlt sich, ein bestimmtes Thema vorzugeben (gemeinsames Unterrichtsprojekt, gemeinsame Sportinteressen, Diskussionen im Rahmen der Vorbereitung auf Beruf und Leben usw.). Hier empfiehlt es sich dann auch Chat-Sitzungen zu organisieren, die am Anfang frei ablaufen können, aber oft die Unterstützung durch die Lehrer erfordern, die als Teilnehmende Diskussionen in Gang setzen können und zur Not auch einmal abbrechen müssen. Berichte dazu finden Sie im Internet unter folgenden Adressen:
http://www.whs.bl.bw.schule.de/
(Förderschule in Albstadt-Tailfingen korrespondierte mit einer Förderschule
aus Tübingen)
http://www.anne-frank-foerderschule.de
(Förderschule in Furtwangen)
Viele Beispiele anderer Schularten findet man im Internet. Vor allem im Fremdsprachenunterricht wird dieses Mittel eingesetzt. Für Förderschulen könnten so unter Umständen Kontakte zu Schulen in den Heimatländern der Kinder möglich sein.
Eine weitere Möglichkeit, die eingesetzt wird, besteht darin, den Schülern
bestimmte Aufgaben per Internet-Mail zu stellen. Diese Aufgaben können
sehr wohl im Zusammenhang mit den neuen Medien stehen, können aber genauso
den anderen Unterricht betreffen. Ein Beispiel finden Sie hier:
Aufgaben per E-Mail [zip] [2 KB] HTML als Zip-Datei.
Mit E-Mail können Informationen eingeholt werden. Gemeinden weltweit versenden aufgrund von E-Mail-Anfragen Informationsmaterial, Schullandheimbesuche können zum großen Teil auf diese Art angebahnt und vorbereitet werden.
Im Rahmen des Berufsvorbereitungsunterrichts können Behörden und Institutionen angeschrieben werden. Dies ist heute kein Laborunterricht mehr. Dies hat Ernstcharakter und entspricht zunehmend der Realität in der Gesellschaft.
Per E-Mail können Kontakte aufgenommen werden zu öffentlichen Einrichtungen wie Kino, Theater, Hallenbad um Öffnungszeiten, Spielzeiten und Preise zu erfragen.
Wer mit E-Mail im Unterricht arbeitet, sollte beachten, dass dies sehr regelmäßig gemacht wird, damit die Schülerinnen und Schüler den Umgang mit diesen Möglichkeiten so sicher erlernen, dass sie nicht wieder vergessen werden. Es kann so zu einem Unterrichtsritual werden, die E-Mails täglich abzurufen und zu bearbeiten. Hilfreich ist es z. B., wenn der Lehrer täglich eine kleine E-Mail an jeden Schüler schickt.
Abschließend einige Anmerkungen zur rechtlichen Seite der E-Mail-Kommunikation innerhalb der Schule: Auf der Internetseite http://www.lehrerfortbildung-bw.de/themen/recht/ des Lehrerfortbildungsservers erhält man einen ausführlichen Einblick in rechtliche Fragen den Einsatz des Internets im Unterricht betreffend. Einige wenige wichtige Punkte sollen hier angeführt werden, ohne auch nur im Mindesten den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben:
Wer Kontakte zu anderen Förderschulen aufbauen möchte, findet auf
dem Landesbildungserver immer eine aktuelle Auflistung der Förderschulen,
die im Internet vertreten sind:
http://www.schule-bw.de/schularten/sonderschulen/
.