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Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/bs/bsa/bgym/kompwigeo/raw/, Stand 23. May. 2012

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Wirtschaftsgeografie:
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Reserven und Ressourcen (I)

Die Verfügbarkeit von Rohstoffen in Form von Reserven und Ressourcen sind mittel- und langfristig entscheidende Kennzahlen eines jeden Bergbaubetriebes. Anhand dieser Zahlen können Anleger Gesellschaften untereinander vergleichen, sowie zukünftige Chancen und Risiken einer Investition besser abwägen.

Der Vergleich einzelner Kennzahlen macht natürlich nur Sinn, wenn diese genau definiert und für jede Gesellschaft bindend sind. Im Jahre 1971 erarbeitete das "Joint Ore Reserve Committee" (JORC) einen ersten Standard für die Nickel-Industrie. Der Standard wurde auf alle anderen Metallarten übertragen und wurde für alle börsengelisteten Minengesellschaften bindend. Der neue internationale Standard (1997) entsprach weitest gehend dem australischen nationalen Standard.

Begriffsbestimmung
Prinzipiell sind "Reserven" (engl.: Reserves) und "Ressourcen" (engl.: Resources) Mengenangaben über Mineral- oder Erzvorkommen im Erdreich. Das können Metalle (Nickel, Kupfer, Eisen, etc.), Edelmetalle (wie Gold, Platin,...) oder andere Rohstoffe (Eröl, Erdgas, Kohle,...) sein. Die detaillierte Einteilung und Bestimmung der Reserven- und Ressourcengrößen sowie ihrer Untergliederung unterliegt je nach Rohstoffart unterschiedlichen Richtlinien und Standards.

Für den Bereich der Edelmetalle gilt:
Reserven:
...sind Vorkommen, die mit großer Genauigkeit erfasst und mit den derzeitigen technischen Möglichkeiten profitabel zu gewinnen sind. Im Standardwerk ist detailliert beschrieben, wie die Durchführbarkeits-/Wirtschaftlichkeits-Studien zu erfolgen haben und welche Lagerstätten als wirtschaftlich förderbar gelten. Reserven sind eine Teilmenge von Ressourcen.

Ressourcen:
...sind Vorkommen, die zwar geologisch nachgewiesen, aber derzeit noch nicht wirtschaftlich gewinnbar sind. Die Einteilung wird in drei Kategorien (von wenig wahrscheinlich bis sehr wahrscheinlich) klassifiziert: "Inferred" (vermutet/abgeleitet), "Indicated" (angedeutet), "Measured" (berechnet).

Da "Inferred" (vermutete) Ressourcen aufgrund von einzelnen Stichproben-Bohrungen nur grob geschätzt werden, dürfen sie nicht als Basis von Wirtschaftlichkeitsüberlegungen herangezogen werden. Nach weiteren systematischen Probebohrungen können verläßlichere Schätzungen der Lagerstätte vorgenommen werden. Diese Kategorie, in der Fachsprache als "Indicated" Ressourcen und im fortgeschrittenen Stadium als "Measured" Ressourcen bezeichnet , werden von den Explorer-Unternehmen ausgewiesen.

Die Wandlung einer Ressource in eine Reserve kann nur mit "Indicated" und "Measured" Ressourcen erfolgen. Der Zeitpunkt ist von verschiedenen Faktoren, wie laufende und erwartete Metallpreise, Abbaumethoden, metallurgische Prozesse, Marketing-Maßnahmen, Umweltfaktoren und behördlichen Bestimmungen abhängig. Kann nach einer eingehender Prüfung und durch den Nachweis der Wirtschaftlichkeit (oder zumindest durch eine "Pre-Feasibility Study" (vorläufige Machbarkeitsstudie)) die Lagerstätte profitabel unter legalen und ökonomischen Bedingungen abgebaut werden, spricht man von einer Reserve.

"Indicated" Ressourcen werden in "Probable" (wahrscheinliche) Reserven konvertiert und "Measured" Ressourcen in "Proven" (erwiesene) Reserven. Wie bereits erwähnt, muß die Reserve unter normalen Bedingungen abbaubar sein. Der Nachweis erfolgt anhand einer "Feasibility Study" (Machbarkeitsstudie) durch die Gesellschaft. Zusätzlich muß der Erzgehalt von unabhängiger Stelle bestätigt werden.

Eine Art Unterkategorie sind die "Possible Reserves" (mögliche Reserven), bei denen unter diverser Annahmen und Interpretationen die Rohstoffmenge nur geschätzt wird. Die Possible Reserven, die aus den "Inferred" Ressourcen hervor gegangen sind, dürfen bei Veröffentlichungen nicht einzeln ausgewiesen werden, sondern nur als Ergänzung zu "Indicated" und "Probable" Ressourcen.

Tasks:

  1. Produce a chart to illustrate the terms „reserves“ and “resources“ with their sub-categories.
  2. Find out about the distribution and reserves of 3 important resources (e.g. atlas, internet).
  3. Find out more about the book “limits to growth” (Grenzen des Wachstums) by D. Meadows.

 

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Zum Schuljahr 2004/2005 wurde an den Beruflichen Gymnasien des Landes das Fach Global Studies als Profil ergänzendes Wahlfach eingeführt.

An den Wirtschaftsgymnasien wird das Fach mit vier Wochenstunden unterrichtet.

Diese unterrichtsbegleitenden Materialien sind unter der Leitung von StD Dieter Seitz entstanden, der für diese Inhalte verantwortlich zeichnet.

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Letzte Änderung: 28.02.2009