Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/faecher/bio/gym/fb5/schuetzen/, Stand 24. May. 2012
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In der Klasse diskutieren und Ideen sammeln, wie man sich vor der Neuen Grippe
und auch vor anderen Infektionskrankheiten schützen kann.
Hygienemaßnahmen:
Am Ende noch mal verdeutlichen, warum die Maßnahmen helfen: Infektionsübertragung über Tröpfcheninfektion, wenn man also den Kontakt bzw. die Aufnahme von infektiösen Tröpfchen vermeidet, ist man geschützt.
Falls die Schüler hier schon selbst das Thema Impfung anschneiden und genug Zeit ist, könnte man sie ein Gedankenexperiment machen lassen. Sie sollen versuchen, mit dem Wissen, was sie haben, zu überlegen, wie die erste Impfung entwickelt worden sein könnte. Nach der Sammlung der Ideen und deren Diskussion kann man das Informationsblatt 3b lesen. Man kann das Info-Blatt natürlich auch einfach so als historische Komponente lesen.
Impfung:
Falls das Immunsystem und das Thema Impfen schon durchgenommen wurden, kann man die Schüler dieses Thema durch Nachfragen in der Klasse entwickeln.
Oder die Arbeitsblätter verwenden:
Arbeitsblatt 3b kann als historischer Einstieg ins Thema verwendet werden. Es kann evtl. auch später bei einer Diskussion pro und contra Grippeimpfung verwendet werden (die Pockenimpfung hat vielen Menschen das Leben gerettet, obwohl sie eingesetzt wurde, ohne vorher ausgiebig getestet zu werden).
Arbeitsblatt 3c stellt die passive und aktive Impfung gegenüber.
Arbeitsblatt 3d gibt einen Überblick über die heutzutage zur Verfügung stehenden Möglichkeiten bei Impfungen.
Arbeitsblatt 3e ist nur für Klassen ab Stufe 10 geeignet.
Es zeigt, dass auch eine Impfung nicht 100%igen Schutz bietet.
Zusatzinformationen für die Lehrkraft
Grundsätzlich ist eine vorbeugende Impfung gegen die Influenza beim Menschen
möglich und sie gilt als die wirksamste vorbeugende Maßnahme. Allerdings sind
Influenza A-Viren enorm wandlungsfähig, so dass – um eine möglichst große
Übereinstimmung der verwendeten Impfstämme mit den jeweils umlaufenden, krankmachenden
Virus-Varianten zu erzielen – in der Regel eine jährliche Auffrischung der
Immunisierung nötig ist. Deshalb finden, vorzugsweise in den Monaten Oktober
und November, Impfaktionen statt, deren Kosten von den deutschen
Krankenkassen in der Regel vollständig übernommen werden. Im Falle einer
drohenden
Epidemie ist eine Impfung auch zu jeder anderen Jahreszeit möglich und
sinnvoll.
Die Impfungsrate in Deutschland nahm in den vergangenen Jahren stetig leicht zu, von 22,3 Prozent der Bevölkerung in der Saison 2002/03 auf 26,5 Prozent in der Saison 2004/05. Für das Jahr 1996 wurde die Zahl der Neuerkrankungen auf 4 Millionen Fälle geschätzt. Einer Schätzung des Robert-Koch-Instituts zufolge fallen jährlich 800.000 bis 1,6 Millionen Arbeitstage wegen Arbeitsunfähigkeit aus, ferner gibt es 10.000 bis 20.000 influenzabedingte Krankenhauseinweisungen.
Besonders für Kleinkinder und für Erwachsene jenseits der 65 kann ferner
eine Impfung gegen
Pneumokokken sinnvoll sein. Diese Bakterien sind häufig verantwortlich
für die einer Virusinfektion unmittelbar folgende Lungenentzündung: Wer sich
mit einem Influenza-Virus infiziert und an dessen Folgen stirbt, stirbt normalerweise
nicht unmittelbar durch die Viren, sondern an einer
Sekundärinfektion und diese wird häufig durch Pneumokokken hervorgerufen.
Da sich die Ursache des Todes nicht immer eindeutig zuweisen lässt, gehen
die Zahlen sehr weit auseinander. Das Hamburger Abendblatt publizierte im
Feb. 2007 5.000 bis 15.000 Grippe Tote pro Jahr in Deutschland. Ein Kommentar
unter Focus.de sprach im April 2009 von bis zu 40.000 Grippetoten pro Jahr
in Deutschland.