Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/faecher/deutsch/bs/danton/zu/, Stand 24. May. 2012
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Widerspruch zwischen Bewusstsein und Sein
1. Jakobinerbewusstsein
Vorstellung vom Volk als natürlich tugendhafte, politische Einheit |
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| Das Volk | |
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Spiegelfechterei in den Gefängnisszenen Bruch zwischen Herrschern und Beherrschten |
Die Organisation des Volkes spielt im Stück keine Rolle:
Die Ausschüsse
Der Wohlfahrtsausschuss
Der Justiz- und Sicherheitsausschuss
Die Frauen
Julie (historisch „Sébastienne-Louise Gély“, teilweise auch „Sophie“) |
Lucile (historisch „Lucile Laridon-Duplessis“) |
Liebe beruht auf Glauben des gegenseitigen Kennens (I, 1); spendet „irdischen“ Trost (II, 5) und entlastet Dantons Gewissen (II, 6) Danton glaubt, dass, wenn überhaupt, nur bei ihr Ruhe wäre selbst jenseits des Grabes (I, 1 und III, 7) stirbt einen sehr individuellen Tod, wie Danton ihn gerne hätte (IV, 2 und 3; IV, 6): „so ganz mühelos, so wie ein Stern fällt“ (74, 6 f.) |
schöne Seele, die genießen kann, ohne zu verstehen (II, 4)
lebt im Ahnungsvollen, Unterbewussten, nahe dem Wahnsinn (literarisches Vorbild: Ophelia) (IV, 4) verkörpert das mögliche schöne Ideal des Daseins, das von der Wirklichkeit verhindert wird (misslungene Schöpfung; Danton, 32, 26 ff.), aber mit moralisch-ambivalenter (politischer? emanzipatorischer?) Schlussbotschaft („Schreien – Wir müssen`s aber leiden.“, → „Es lebe der König!“; IV, 9) |
Beide sind Projektionen ihrer Männer.
Marion (I, 5)
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| Danton versteht ihre Lebensgeschichte: Genuss zur Vertiefung des Erkennens als seine eigentliche, unerfüllte Sehnsucht (I,5: „Warum kann ich deine Schönheit nicht ganz in mich fassen (…)?“) → Wunsch der idealen Synthese von Außen und Innen |