Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/faecher/deutsch/bs/nm/mindmap/pilot/aufgaben/hoerspiel/hoerspiel.htm, Stand 13. Feb. 2012
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Grundlage: Vom literarischen
Hörspiel zum radiophonen Kunstwerk. Deutsch betrifft uns. Heft
4/97.Bergmoser und Höller. Aachen 1997. 1. Autorinnen/Autoren 1.1 Hörspielschriftsteller/in Schriftsteller/in, die/der
eigens für das Medium Rundfunk Hörbilder verfasst. 1.2 Hörspielmacher/in Autor/in des Neuen Hörspiels,
oft auch gleichzeitig dessen Regisseur/in 2.
Formen 2.1 Funkerzählung Bearbeitungen von Bühnenwerken,
Romanen oder Erzählungen für den Rundfunk 2.2 Originalhörspiel radiophone Gattung, die mit
dem Entstehen des Rundfunks ihren Anfang nahm. Sie kann sowohl episch,
dramatisch oder auch lyrisch ausgerichtet sein und will die Hörerin/den
Hörer zu Einsichten bringen. 2.3 experimentelles Hörspiel eine seit Ende der 60er Jahre
weitverbreitete Form des Hörspiels, die mit Hilfe der Stereophonie die
Sprache aus ihren traditionellen Zusammenhängen löst, auf eine Fabel
verzichtet und deshalb zu ihrem Verständnis die aktiven Zuhörer/innen
fordert. 2.4
Kurzhörspiel ein höchstens 30 Minuten
dauerndes Hörspiel, das sich einer aktuellen Problematik annimmt. 2.5
Feature ein aktuelles Hörbild, das
unter Verwendung von Reportagen, Kommentaren, Dialogen und Dokumenten
Informationen über einen realen Gegenstand oder Sachverhalt gibt. 2.6
O-Ton-Collage montiert akustisches
Originaltonmaterial. 2.7
Reportage objektive Schilderung eines
Sachverhalts oder Ereignisses. 3. Hörerin/der Hörer 3.1
Unterhaltungshörer/in Hörer/in, die/der aus Vergnügen
zuhört, aber nicht zur Mitspielerin/zum Mitspieler wird 3.2 aktive(r) Hörer/in erst durch ihren/seinen
Beitrag kann ein Neues Hörspiel seinen Sinn erhalten 4.
Stimme 4.1 Ausdruck der seelischen Vorgänge 4.2 Vorstellung vom Spieler 4.3 Konzentration auf einzelne Stimme 4.4 maximal 6-8 Stimmen 5. Sprache 5.1
meist gesprochene Sprache Hörspielsprache ist meistens
gesprochene Sprache, die den Hörer oft suggestiv beeinflussen soll. 5.1.1 unvollständige Sätze 5.1.2
Satzbrocken 5.1.3 einzelne Wörter 5.1.4 aktive Verben 5.1.5 Lautgesten 5.2 Präsens 5.3
knapp 5.4 treffsicher 5.5 einfacher Satzbau
6.
Musik 6.1 Ersetzung des Szenbilds 6.2 Untermalung 6.3 Überleitung 6.4 Symbolfunktion
7.
Technik 7.1 Schnitt 7.1.1 hart 7.1.2 Bruch 7.2 Montage 7.2.1 Verfremdung 7.2.2 Kontrast 7.2.3 Überraschung 7.3 Blendentechnik 7.3.1
Ortsblende Wie im Film kann sich auch im
Hörspiel der Schauplatz der Handlung verändern. Dies geschieht mit
einer Ortsblende. Sie liefert dem Zuhörer alle Informationen, die nötig
sind, um sich den neuen Handlungsort vorstellen zu können. Der
Ortswechsel wird häufig durch einen veränderten Raumklang und durch
eine andere Geräuschkulisse deutlich gemacht. 7.3.2 Zeitblende Im Hörspiel kann ein
Zeitwechsel relativ leicht vorgenommen werden. So genügt eine etwas
frischere Stimme, um zum Beispiel eine Rückblende (die Verlagerung der
Handlung in eine zurückliegende Zeit) deutlich zu machen. In vielen Hörspielen
ist die Handlung auf verschiedene Zeitebenen verteilt. Ortsblenden sind
häufig mit Zeitblenden verbunden. 7.3.3
Realitätsblende Der Wechsel von einer Realität
zur anderen ist im Hörspiel ebenfalls einfach, zum Beispiel der Wechsel
aus der Wirklichkeit in eine Traumwelt. Auch hier genügt eine veränderte
Stimme oder eine veränderte Geräuschkulisse, um den Wechsel von einer
Realität in die andere für den Zuhörer nachvollziehbar zu machen. 7.3.4 Aufblende Sie muß dem Zuhörer die
Informationen geben, die er braucht, damit er sich die Personen und den
Handlungsort vorstellen kann. Der Anfang soll den Zuhörer neugierig
machen auf das Problem und die Handlung, die in dem Hörspiel
dargestellt werden.
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