Schriftsteller/in, die/der eigens für das
Medium Rundfunk Hörbilder verfasst.
Hörspielmacher/in
Autor/in des Neuen Hörspiels, oft auch gleichzeitig
dessen Regisseur/in
Formen
Funkerzählung
Bearbeitungen von Bühnenwerken, Romanen
oder Erzählungen für den Rundfunk
Originalhörspiel
radiophone Gattung, die mit dem Entstehen
des Rundfunks ihren Anfang nahm. Sie kann sowohl episch, dramatisch
oder auch lyrisch ausgerichtet sein und will die Hörerin/den Hörer
zu Einsichten bringen.
experimentelles
Hörspiel
eine seit Ende der 60er Jahre weitverbreitete
Form des Hörspiels, die mit Hilfe der Stereophonie die Sprache aus
ihren traditionellen Zusammenhängen löst, auf eine Fabel verzichtet
und deshalb zu ihrem Verständnis die aktiven Zuhörer/innen fordert.
Kurzhörspiel
ein höchstens 30 Minuten dauerndes Hörspiel,
das sich einer aktuellen Problematik annimmt.
Feature
ein aktuelles Hörbild, das unter Verwendung
von Reportagen, Kommentaren, Dialogen und Dokumenten Informationen
über einen realen Gegenstand oder Sachverhalt gibt.
O-Ton-Collage
montiert akustisches Originaltonmaterial.
Reportage
objektive Schilderung eines Sachverhalts
oder Ereignisses.
Hörerin/der Hörer
Unterhaltungshörer/in
Hörer/in, die/der aus Vergnügen zuhört,
aber nicht zur Mitspielerin/zum Mitspieler wird
aktive(r) Hörer/in
erst durch ihren/seinen Beitrag kann ein
Neues Hörspiel seinen Sinn erhalten
Stimme
Ausdruck der seelischen
Vorgänge
Vorstellung vom
Spieler
Konzentration
auf einzelne Stimme
maximal 6-8 Stimmen
Sprache
meist gesprochene
Sprache
Hörspielsprache ist meistens gesprochene
Sprache, die den Hörer oft suggestiv beeinflussen soll.
unvollständige
Sätze
Satzbrocken
einzelne Wörter
aktive Verben
Lautgesten
Präsens
knapp
treffsicher
einfacher Satzbau
Musik
Ersetzung des
Szenbilds
Untermalung
Überleitung
Symbolfunktion
Technik
Schnitt
hart
Bruch
Montage
Verfremdung
Kontrast
Überraschung
Blendentechnik
Ortsblende
Wie im Film kann sich auch im Hörspiel
der Schauplatz der Handlung verändern. Dies geschieht mit einer
Ortsblende. Sie liefert dem Zuhörer alle Informationen, die nötig
sind, um sich den neuen Handlungsort vorstellen zu können. Der
Ortswechsel wird häufig durch einen veränderten Raumklang und
durch eine andere Geräuschkulisse deutlich gemacht.
Zeitblende
Im Hörspiel kann ein Zeitwechsel relativ
leicht vorgenommen werden. So genügt eine etwas frischere Stimme,
um zum Beispiel eine Rückblende (die Verlagerung der Handlung
in eine zurückliegende Zeit) deutlich zu machen. In vielen Hörspielen
ist die Handlung auf verschiedene Zeitebenen verteilt. Ortsblenden
sind häufig mit Zeitblenden verbunden.
Realitätsblende
Der Wechsel von einer Realität zur anderen
ist im Hörspiel ebenfalls einfach, zum Beispiel der Wechsel aus
der Wirklichkeit in eine Traumwelt. Auch hier genügt eine veränderte
Stimme oder eine veränderte Geräuschkulisse, um den Wechsel von
einer Realität in die andere für den Zuhörer nachvollziehbar zu
machen.
Aufblende
Sie muß dem Zuhörer die Informationen
geben, die er braucht, damit er sich die Personen und den Handlungsort
vorstellen kann. Der Anfang soll den Zuhörer neugierig machen
auf das Problem und die Handlung, die in dem Hörspiel dargestellt
werden.
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wurde zuletzt aktualisert am 16.12.99.