Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/faecher/deutsch/bs/nm/schreiben/lesbarkeit/lesbarkeit.htm, Stand 13. Feb. 2012
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| 1 Lesevorgang | |||||||||||||||||||||||||
| Aspekte dieses Kapitels und des Kapitels 2 können Sie als PowerPoint - Präsentation hier ansehen und downloaden (521 KB). | |||||||||||||||||||||||||
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| Geübte Leser/innen lesen, indem das Auge in kurzen Bewegungen (Saccaden), unterbrochen von kurzen Pausen (Fixationsperioden von 0,2 - 0,4 Sekunden), von Textstück zu Textstück über die Zeilen fährt. Eine Saccade umfasst ca. 5 - 10 Buchstaben, also 1 - 2 Wörter. | |||||||||||||||||||||||||
| In mehreren Sprüngen wird eine Zeile abgetastet, und in einer großen Saccade springt das Auge zum nächsten Zeilenanfang nach links. Wo innerhalb einer Zeile fixiert wird, hängt von der Sequenz vorausgehender Buchstaben/Wörter ab. Satzzeichen helfen dem Auge beim Unterteilen, Großbuchstaben bilden einen häufigen Fixationspunkt. Aber nicht nur die visuelle Struktur eines Textes bestimmt die Blickmotorik, auch seine sprachliche Struktur spielt eine Rolle. | |||||||||||||||||||||||||
| Erwachsene Leser/innen registrieren keine Einzelbuchstaben, sondern Wortbilder. Erfasste Wortbilder werden mit Wortbildern in unserem Gedächtnis verglichen. Bekannte Wörter und Wortbilder werden schneller gelesen als unbekannte. Wird der Sinn des Textes nicht verstanden, so springt das Auge in Regressions-Saccaden zurück. Nur während der Sprungpausen werden die visuellen Informationen aufgenommen. Geübte Leser/innen verkürzen die Pausen und vergrößern die Sprünge. Bei zu großer Lesegeschwindigkeit wird der Text erraten. Saccaden in die nächste Zeile werden bestimmt durch Zeilenanfang, Zeilenende, Absätze. | |||||||||||||||||||||||||
| 2 Wovon hängt die Lesbarkeit eines Textes ab? | |||||||||||||||||||||||||
| Text wird produziert, um gelesen zu werden. Daraus lassen sich Minimalanforderungen an die Textgestaltung ableiten, die abhängig sind von Textsorte und Situation, in der ein Text gelesen werden soll. Es kann folgende Unterscheidung getroffen werden: | |||||||||||||||||||||||||
| Lesetext (fortlaufenden Text) finden wir in Büchern, Zeitungen usw. Er dient der Information. | |||||||||||||||||||||||||
| Bei Veranstaltungshinweisen,
Flugblättern, Einladungen und Anzeigen handelt es sich um stärker ausgestaltete
Texte, die über die reine Information hinaus die Aufgabe haben, bestimmte
Personen anzusprechen, den Blick und die Aufmerksamkeit auf bestimmte
Textstellen und somit Inhalte zu lenken. Sie haben informierenden und
appellativen Charakter. Große Schriftzüge (Straßenschilder, Wandzeitungen usw.) sollen die Aufmerksamkeit der Lesenden binden. Manche Plakate enthalten nur Schautexte, in anderen, z. B. Wandzeitungen, hat der Schautext die Aufgabe, soviel Neugierde zu wecken, dass der übrige Text (Lesetext) auch gelesen wird. |
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| Im Folgenden soll es vorrangig um die Lesbarkeit von Lesetexten gehen. | |||||||||||||||||||||||||
| 2.1 Schriftart | |||||||||||||||||||||||||
| Leser/innen größerer Textmengen verhalten sich der Schrift gegenüber konservativ. Sie wollen den Sinn der durch die Schrift visualisierten Wörter schnell aufnehmen. Schriften, die sich zu sehr vom tradierten Buchstabenbild entfernen, werden abgelehnt, vertraute Schriften bevorzugt. Deshalb konnten sich sowohl romantisch-individuelle Künstlerschriften aus der Zeit vor und nach dem Ersten Weltkrieg als auch sachlich wirkende Schriften aus der Umgebung des Bauhauses nicht durchsetzen. | |||||||||||||||||||||||||
| Die Unterteilung von Schriften erfolgt nach der Schriftart. Man kann sie in folgende Gruppen unterteilen: | |||||||||||||||||||||||||
| Serifenschriften
(Antiqua-Schriften) serifenlose Schriften (Grotesk) sonstige Schriften (Schreibschriften, Zierschriften, Symbolschriften, gebrochene Schriften). |
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| Serifenschriften | |||||||||||||||||||||||||
| Serifen (frz. Füßchen) sind die geschwungenen oder rechteckigen Enden der Striche (Endstriche), die Kopf- und Fußansätze eines Buchstabens. | |||||||||||||||||||||||||
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| Größere Textmengen sind in Serifenschrift besser lesbar. Sie werden als Grundschrift in Büchern, Zeitungen usw. eingesetzt. Die Times ist eine gut lesbare, weit verbreitete Schrift. Sie wurde 1932 für die englische Zeitung Times entworfen und ist unter Windows unter dem Namen Times New Roman zu finden. | |||||||||||||||||||||||||
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Darüber
hinaus wird ein Wort überwiegend über die obere Worthälfte
identifiziert. Die untere Hälfte eines Wortes bietet für
Lesende wenige Unterscheidungsmerkmale. Dass Serifen beim Lesen helfen,
wird hier besonders deutlich.
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| Serifenlose Schriften | |||||||||||||||||||||||||
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| Sie wirken sachlich, technisch
konstruiert, statisch und werden überwiegend für Industriedrucksachen,
Kataloge, Zeitschriften, Bildbände, Plakate usw. verwendet. Serifenlose Schriften werden heute als modern empfunden und deshalb zunehmend auch in umfangreichen Texten eingesetzt, wo sie schlechter lesbar sind als Serifenschriften. Eine der bekanntesten serifenlosen Schriften ist die Helvetica, eine weitere ist Arial. |
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| Sonstige Schriften: | |||||||||||||||||||||||||
| Schreibschriften | |||||||||||||||||||||||||
| Hierunter versteht man keine Handschriften, sondern Druckschriften, die der Schreibschrift nachempfunden wurden. Häufig tragen diese Schriften die Bezeichnung Script im Namen. Sie finden sich in festlichen Drucksachen, wie Einladungen, Geburtsanzeigen oder Speisekarten. Sie sind für Lesetext ungeeignet. | |||||||||||||||||||||||||
| Zierschriften | |||||||||||||||||||||||||
| Sie finden sich in festlichen Drucksachen wie Einladungen, Geburtsanzeigen oder Speisekarten usw. und sind für fortlaufende Texte nicht geeignet. | |||||||||||||||||||||||||
| Gebrochene Schriften | |||||||||||||||||||||||||
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| Gebrochene Schriften werden auch als deutsche Schriften bezeichnet. Sie gehen weitgehend auf die gotische Schrift zurück und sind im fortlaufenden Text schlecht lesbar. | |||||||||||||||||||||||||
| Symbolschriften | |||||||||||||||||||||||||
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| Zeichensätze mit Symbolen, griechischen und mathematischen Zeichen. Es werden immer nur einzelne Zeichen verwendet. | |||||||||||||||||||||||||
| Neben dieser Unterteilung kann man Schriften in zwei weitere Gruppen unterteilen: | |||||||||||||||||||||||||
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| 2.2 Schriftgröße | |||||||||||||||||||||||||
| Die Schriftgröße wird in Punkt (pt) angegeben. Sie ist auf den Zweck des Dokuments, die Menge der Zeichen je Zeile, den Inhalt und die Adressaten abzustimmen. | |||||||||||||||||||||||||
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| 2.3 Zeilenlänge | |||||||||||||||||||||||||
| Der horizontale Bereich,
in dem der Leser scharf sieht, beträgt ca. 8 cm. Eine Zeile sollte zwischen 45 bis 65 Buchstaben enthalten. Die ideale Lesebreite beträgt ca. 55 Zeichen pro Zeile. Zu kurze oder zu lange Zeilen beeinträchtigen die Lesbarkeit eines fortlaufenden Textes. Zu lange Zeilen mit zu vielen Fixationen ermüden das Auge ebenso wie zu kurze mit zu wenig Fixationen. |
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| Die Lesbarkeit einer Zeile hängt darüber hinaus von den Wortabständen und der Satzart ab. Bei zu schmalen Spalten (weniger als 45 Zeichen) werden die Wortabstände bei Blocksatz zu unregelmäßig, es entstehen Löcher, zu viele Silbentrennungen sind notwendig. All dies hemmt den Lesefluss. In diesem Fall sollte man auf den Blocksatz verzichten und Flattersatz verwenden. Bei mehrspaltigem Text sollte der Abstand zwischen den Spalten groß genug sein, andernfalls wandert das Auge beim Lesen leicht in die daneben liegende Spalte. | |||||||||||||||||||||||||
| 2.4 Zeichenabstand (Buchstabenabstand) | |||||||||||||||||||||||||
| Schwer lesbare Texte sind oft Resultat mangelhafter Buchstabenabstände. Die Buchstabenabstände sind abhängig von der Größe der Buchstabeninnenräume. Je kleiner die Innenräume, desto kleiner die Abstände, je größer die Innenräume, desto größer die Zwischenräume. | |||||||||||||||||||||||||
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| Abbildung aus: Hochuli, Jost: Das Detail in der Typografie, Wilmington 1987, S. 25 | |||||||||||||||||||||||||
| Da sich Buchstabenabstände mittlerweile auch in Textverarbeitungsprogrammen beliebig verändern lassen, sollen hier die Begriffe Laufweite und Unterschneiden (Kerning) erläutert werden. | |||||||||||||||||||||||||
| Die Laufweite gibt an, wie viel Abstand generell zwischen Zeichen eingesetzt wird. Beim Vergrößern der Laufweite spricht man von Sperren (vgl. Auszeichnungen). | |||||||||||||||||||||||||
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| Bei manchen Buchstabenkombinationen sieht das Schriftbild besser aus, wenn bestimmte Zeichen dichter beieinander stehen, als das ihrem normalen Abstand entspräche. Wird der Abstand zwischen einzelnen Zeichen gezielt verändert, dann spricht man von Unterschneiden. | |||||||||||||||||||||||||
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| Zeilenabstand | |||||||||||||||||||||||||
| Der Zeilenabstand ist abhängig von der ausgewählten Schriftart, dem Schriftgrad, der Zeilenlänge, dem Zeichen- und Wortabstand und der Funktion der Zeile. Er sollte weder zu groß noch zu klein eingestellt sein. In Microsoft Word kann mit Standardeinstellungen, die Schriftart und Schriftgrad berücksichtigen, gearbeitet werden, was in der Regel empfehlenswert ist. Der Zeilenabstand kann aber auch individuell bestimmt werden (Vorsicht). | |||||||||||||||||||||||||
| 2.6 Auszeichnungen | |||||||||||||||||||||||||
| Darunter versteht man alle Stilmittel, die es ermöglichen, Textstellen hervorzuheben. Grundsätzlich sollte man sich auf möglichst wenig Auszeichnung beschränken, da der Text sonst zu unruhig wird. Die gewählten Auszeichnungen sollten der Zielsetzung des Textes Rechnung tragen. | |||||||||||||||||||||||||
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| Vor allem Neulinge am Computer (z. B. unsere Schüler/innen) sind meist fasziniert von den vielfältigen Möglichkeiten der Schriftgestaltung, die DTP- und Textverarbeitungsprogramme bieten. Texte werden durch zu viele Varianten überfrachtet und somit letztlich unübersichtlich oder gar unleserlich gestaltet. Auch wenn der Computer scheinbar alles kann, muss dies noch lange nicht in jedem Dokument untergebracht werden. | |||||||||||||||||||||||||
| Absätze | |||||||||||||||||||||||||
| Absätze sind Informationseinheiten und sollten weder zu groß noch zu klein sein. Zu lange Absätze verhindern die Verständlichkeit des Textes, zu kurze behindern den Gedankengang. Das Absatzende muss für das Auge leicht erkennbar sein. Hierfür sind zwei Methoden geeignet: Entweder der neue Absatz hat einen Einzug in der ersten Zeile, oder es wird eine Leerzeile zwischen die Absätze eingefügt. | |||||||||||||||||||||||||
| Ein Seiten- oder Spaltenwechsel sollte nicht nach der ersten Zeile (Schusterjunge) oder vor der letzten Zeile eines Absatzes (Hurenkind) erfolgen. Dies ergibt ein unharmonisches Schrift- oder Seitenbild und erschwert die Lesbarkeit eines Textes. Die meisten Textverarbeitungsprogramme ermöglichen es, einen Seitenwechsel innerhalb des Absatzes zu verhindern. | |||||||||||||||||||||||||
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| 3 Erarbeitung im Unterricht | |||||||||||||||||||||||||
| Schüler/innen bringen Texte mit, die schlecht lesbar oder aus anderen Gründen unzumutbar sind. Sie erstellen eine Liste typografischer Sünden, die im Lauf der Zeit erweitert werden kann. Die erarbeiteten Kriterien können am Rechner durch das Umformatieren von Text angewendet und vertieft werden. | |||||||||||||||||||||||||
| Aufgabe: | |||||||||||||||||||||||||
| Nehmen Sie am Text kleist.doc unterschiedliche Formatierungen vor (z. B. Veränderung der Schriftart, Schriftgröße, Auszeichnungen, Zeichenabstand, Ausrichtung, Spalten mit Blocksatz bzw. Flattersatz, Seitenränder, Seitenformat) und beurteilen Sie jeweils die Lesbarkeit des Textes. | |||||||||||||||||||||||||
| Anmerkung: | |||||||||||||||||||||||||
| Nicht selten werden z. B. Texte mit der Zielsetzung, möglichst viele Informationen auf einem Arbeitsblatt unterzubringen, mit allen Mitteln verkleinert (Schriftgröße, kein Rand mehr vorhanden, Verringerung des Zeilen- oder Zeichenabstandes...), so dass sie nicht mehr lesbar sind. Wenn wir also wollen, dass unsere Schüler/innen unsere Arbeitsblätter lesen. | |||||||||||||||||||||||||
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| 4 Anmutung von Schrift | |||||||||||||||||||||||||
| Aspekte dieses Kapitels und des Kapitels 5 können Sie als PowerPoint - Präsentation hier ansehen und downloaden (325 KB). | |||||||||||||||||||||||||
| Alle bekannten und oft eingesetzten Schriften sind gleich gut lesbar. Aber unabhängig von ihrer optischen Lesbarkeit lösen sie durch ihre Gestalt beim Lesenden bestimmte Gefühle und Assoziationen aus, die positiv oder negativ sein können. | |||||||||||||||||||||||||
| „Wenn mit Schriftformen Anmutungen wie ‚alt’ oder ‚modern’, ‚vornehm’ oder ‚rustikal’ verbunden sein können, dann teilt sich die jeweilige Anmutung auch dem Text mit“ (Jegensdorf, S. 27 ). Schriften vermitteln also über ihre eigentliche Aufgabe hinaus (visuelles Transportmittel für Sprache) Atmosphärisches, Zeitgeist, Ideologie. | |||||||||||||||||||||||||
| Die Wahl einer Schrift ist maßgeblich für die Interpretation des Textes. Die Schriftwahl muss also sorgsam überlegt sein. Form und Inhalt müssen übereinstimmen. | |||||||||||||||||||||||||
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| Aber nicht nur Schrift allein, sondern alle Gestaltungsmittel zusammengefasst (Größe, Anordnung, Auszeichnungen) sind also für das Atmosphärische verantwortlich. | |||||||||||||||||||||||||
| 5 Erarbeitung im Unterricht (1) | |||||||||||||||||||||||||
| Wie visuelle Muster unsere Wahrnehmung beeinflussen, kann man selbst ausprobieren, wenn man ein und denselben Text in verschiedenen „Verkleidungen“ durch Schrift und Typographie auf eine Verwandlungsreise schickt. Grundlegende Vorstellungen über die Anmutung von Schrift und Textgestaltung können am Computer an einfachen Beispielen erarbeitet werden. | |||||||||||||||||||||||||
| Aufgaben: | |||||||||||||||||||||||||
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| Man sollte Schriften nicht willkürlich mischen, da sich mit jeder Schrift die Anmutung des Textes ändert. „Ein Wechsel in der ‚Tonart’ ist nur angebracht, wenn z. B. tatsächlich eine andere ‚Stimme’ im Text zu Wort kommen soll.“ (Jegensdorf, S. 27) | |||||||||||||||||||||||||
| Erarbeitung im Unterricht (2) | |||||||||||||||||||||||||
| Einen spielerischen Zugang bieten Comics (z. B. Asterix), wo ikonische Aussagen von Schriften häufig als Stilmittel eingesetzt werden. | |||||||||||||||||||||||||
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| Asterix und die Goten | |||||||||||||||||||||||||
| Tonlage, Lautstärke, Sprechtempo, Mimik und Gestik ermöglichen im Gespräch eine Differenzierung der Aussage. Geschriebene Sprache muss auf andere Mittel zurückgreifen, sie kann versuchen, dies durch Schriftgestaltung zu leisten. | |||||||||||||||||||||||||
| In stark ausgeprägter Form wurde dies von Autoren sprachexperimenteller Lyrik (Dada) umgesetzt: | |||||||||||||||||||||||||
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| Erarbeitung im Unterricht (3) | |||||||||||||||||||||||||
| Eine andere Möglichkeit der Umsetzung der Thematik, die sich auch für den fächerübergreifenden Unterricht anbietet, stellt der Einstieg über den Zeitgeist und die Ideologie dar, die eine Schrift vermittelt. Dies kann am Beispiel der Schrift- und Satzbilder des Nationalsozialismus erarbeitet werden. | |||||||||||||||||||||||||
Illustration eines nationalsozialistischen Jugendbuches |
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![]() aus: Herbert Lechner, Geschichte der modernen Typographie, München 1981, S. 159 |
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| Die Verwendung der Fraktur als dem deutschen Wesen gemäße Schrift wurde 1933 per Erlass durchgesetzt. Von nun an sollten alle Drucksachen, Inschriften, Straßenschilder, Urkunden usw. in altdeutschen Schriften verfasst werden. Im Jahr 1941 wurden diese Erlasse dann mit unterschiedlichen Begründungen wieder außer Kraft gesetzt. Mit diesen Texten kann erarbeitet werden, wie Ideologie über Schriftgestaltung transportiert wurde. | |||||||||||||||||||||||||
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| Anschließend können Druckerzeugnisse rechtsradikaler Gruppierungen untersucht werden. | |||||||||||||||||||||||||
| Die Schüler/innen erhalten den Auftrag, weitere Beispiele zu sammeln. Plattencover (Heavy Metall usw.) und Filmtitel (z. B. Horrorfilme) bieten umfangreiches Material, das zum Vergleich und zur Analyse herangezogen werden kann. (Welche Inhalte werden transportiert? Woran wird angeknüpft? Warum? usw.) Medienpädagogisches Ziel ist die Sensibilisierung der Schüler/innen für die Wirkung von Texten am Beispiel ideologischer Einflussnahme durch Schriftgestaltung. | |||||||||||||||||||||||||
| Im Anschluss daran können folgende Aufgaben gestellt werden: | |||||||||||||||||||||||||
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| 7. Unterschied Print- und Bildschirm - Layout | |||||||||||||||||||||||||
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| Deutsch Berufliche Schulen |
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