| aus: Was bei der Suche in Datenbanken beachtet werden muss
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Wie funktioniert die Abfrage?
Suchbegriffe (Stichwörter) werden eingegeben und der Datenbestand
wird nach diesen Begriffen durchsucht. Die einfache Eingabe von Stichwörtern
führt häufig zu ungenauen und viel zu umfangreichen Ergebnissen
Die Programme arbeiten teilweise mit Hilfe Boolscher Operatoren, teilweise
nach der Methode des gewichteten Suchens, manche verknüpfen beide
Methoden.
Boolsche Operatoren
Werden mehrere Stichworte kombiniert eingegeben, so kann die Suche
mit Hilfe dieser Operatoren spezifiziert werden, d.h. angegeben werden,
in welcher Kombination die Stichworte in den entsprechenden Seiten vorkommen
sollen.
Der Operator AND ermittelt die Dokumente, in denen alle genannten
Stichworte vorkommen. Beispielabfrage: Rechtschreibreform AND Schule
Es werden Dokumente ermittelt, die sowohl Rechtschreibreform als auch
den Begriff Schule enthalten. AND liefert 134 Ergebnisse.
Der Operator OR
ermittelt die Dokumente, die eines der Stichworte
enthalten:
Beispielabfrage:
Rechtschreibreform OR Schule.
Es werden Dokumente ermittelt, die entweder Rechtschreibreform oder
Schule oder beides enthalten. Die Verknüpfung zweier Suchbegriffe
mit OR liefert weit mehr Ergebnisse (44679) , ist weniger genau als die
Suche mit AND.
Der Operator NOT
ermöglicht es, Begriffe anzugeben, die
im Dokument nicht vorkommen sollen, also bestimmte Texte auszuschließen.
Beispielabfrage:
Rechtschreibreform NOT Schule.
Es werden Dokumente ermittelt, die den Begriff Rechtschreibreform,
aber nicht den Begriff Schule enthalten.
Heutige Suchmaschinen arbeiten aber nicht mehr nur mit den Boolschen
Operatoren. Es können dieselben und weitere Befehle in veränderter
Terminologie ("umgangssprachlich") eingegeben werden.
all the words entspricht einer Verknüpfung mit AND.
any of the words entspricht einer Verknüpfung mit OR
the exact phrase sucht die Stichworte in der exakten Reihenfolge ihrer
Eingabe.
Gewichtetes Suchen
Platzhalter / wildcards
Unterschiede in den Endungen eines Wortes werden von vielen Suchmaschinen
ignoriert. So liefert Lycos bei der Suche nach picture auch z. B. auch
Begriffe wie pictured oder pictures. Soll dies verhindert werden, dann
muß ein Punkt hinter picture gesetzt werden.
Mit Platzhaltern kann man einer Suchmaschinen nun vorschreiben, wie
genau sie mit Wortendungen umzugehen hat:
Das Sternchen * in der Endung steht für eine beliebig lange Endung.
Beispielabfrage: Bild*
Es werden alle Worte gesucht, die mit Bild beginnen, also Bild, Bildung,
Bilderrahmen, Bilden usw..
Das Fragezeichen ? in der Endung steht für ein einzelnes Zeichen
Beispielabfrage: Schul?
Es werden alle Worte gesucht, die mit Schul beginnen und ein weiteres
Zeichen in der Wortendung haben, also Schule, aber auch Schuld.
Wie schon oben erwähnt, arbeiten Suchmaschinen in der Regel in
kombinierten Verfahren, indem sie die Auswahl zwischen unterschiedliche
Genauigkeitsstufen bei der Stichwortsuche mittels Boolscher Operatoren
anbieten . So stellt Lycos z.B. fünf Genauigkeitsstufen bereit:
loose match, fair match, good match, close match, strong match (match
= Treffer)
Die Suchergebnisse werden in einer Liste präsentiert, die hierarchisch
geordnet ist, und in ihren Angaben zu den einzelnen Treffern unterschiedlich
umfangreich sein kann. Wieviele Informationen in dieser Liste stehen und
die Anzahl der jeweils auf einer Seite anzuzeigenden Treffer hängt
von den Eingaben des Benutzers ab.
Meist wird die Häufigkeit des Vorkommens bzw. der Kombination
der eingegebenen Stichworte bewertet und eine absteigend sortierte Liste
angezeigt. Die Trefferquote innerhalb des Dokuments wird in Prozent angegeben.
Die gezeigten Beispiele und Ergebnisse resultieren aus einer Suche mit
der Suchmaschine Hotbot. Andere Suchmaschinen sind in ihrer Oberfläche
ähnlich aufgebaut.
Bei Altavista kann unter Advanced Query ebenfall mit Boolschen Operatoren
gearbeitet werden. Dort muß der Operator NOT als AND NOT eingegeben
werden. Zusätzlich zu den drei genannten Operatoren gibt es hier
noch NEAR. NEAR gewährleistet, daß beide Stichworte im Text
um nicht mehr als 10 Worte auseinanderliegen. Weitere Einschränkungen
können über Datumsangaben gemacht werden. Die Reihenfolge
der Anzeige wird über weitere Stichworte, die im Text vorkommen
sollen, bestimmt.
Vera Schäffer
Der Artikel wurde in der Online-News
Nr. 4
veröffentlicht.
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