Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/faecher/deutsch/gym/fb1/01_ueberblick/lesekomp.htm, Stand 19. Jun. 2013
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Lesekompetenz
aktive (Re)Konstruktion der Textbedeutung
Voraussetzungen beim Lesenden:
Lesestrategien
Sonderfall von Lernstrategien: Lesemethoden (überschaubarer Satz von Leseaktivitäten),
die bewusst gelernt und dann beim Lesen neuer Texte eigenständig angewandt werden.
Fünf Schritte zum Verstehen – Lesestrategien
1. im Überblick lesen:
Funktion: erste Vorstellung, wovon der Text handelt.
2. Fragen an den Text stellen
3. unbekannte Wörter klären:
4. abschnittweise arbeiten:
5. zusammenfassen und wiederholen
Inferenz / Inferenzen ziehen
Dieser Begriff aus der Leseforschung kennzeichnet alle diejenigen kognitiven
Prozesse des Lesers bei der Textrezeption, die zur Anreicherung, Strukturierung
oder Verdichtung von Textinformationen führen. (Füllen von Leerstellen) Beim
Ziehen von Inferenzen stellt der Rezipient eine Verbindung des Vorwissens mit
den Textinhalten her. Dies geschieht unter Einfluss von Vorwissen, Zielsetzungen
und Erwartungen. Er zieht Schlussfolgerungen, ohne die ein Textverstehen nicht
möglich ist, da kein Text dem Leser alle zum Verständnis notwendigen
Informationen gibt.
Beispiel: Anna holte die Picknick-Utensilien aus dem Wagen. Das Bier war
warm.
Um diese beiden Sätze miteinander zu verknüpfen, muss der Leser die eigene Schlussfolgerung treffen, dass das Bier ein Teil der Picknick-Utensilien ist.
Beim Lesen treten immer Inferenzen auf. Sie können eng am Text bleiben oder weit über ihn hinausgehen. Sie lassen sich danach unterscheiden, ob sie eng am Text bleiben oder weit über diesen hinaus reichen – bis hin zum Erkennen der Intention des Autors.