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Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/faecher/englisch/hs/didaktik/medien.html, Stand 25. May. 2012

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Der Umgang mit den Neuen Medien aus einem medienpädagogischen Blickwinkel

Umgang mit der Medienwelt

Um uns selbst bestimmt, kritisch und kreativ in der Medienwelt bewegen zu können, müssen wir den Umgang mit den Medien lernen, die Gefahren und Risiken erkennen, aber auch die inne liegenden Möglichkeiten.

Wer beeinflusst wen?

Die bisher vorherrschende Leitidee Was machen die Medien mit den Menschen?  wird umgekehrt in die Frage Was machen die Menschen mit den Medien?  Mediennutzung wird damit als Bedürfnis gesteuerte soziale Handlung aufgefasst.

Aus der Unmündigkeit heraus in die Selbstbestimmung

Die Umkehrung der Frage mündet in die Umkehrung eines lange vorherrschenden Menschenbildes und beinhaltet wohl immer noch ein Stück Aufklärungszeitalter: das Bild des Menschen, der den Schicksalskräften ausgeliefert ist, weicht dem Bild des selbst bestimmten, eigenverantwortlichen Menschen, der sein Schicksal selber steuert.

Damit ist das Bild des passiven, scheinbar manipulierten Nutzers, das die vergangenen Jahrzehnte prägte, seit den achtziger Jahren passé und hat dem Bild des aktiven, selbst bestimmten  Nutzers, der Medien aktiv als Genuss-, Ausdrucks- und Artikulationsinstrumente nutzt, Platz gemacht.

Aus dieser Sichtweise resultiert eine handlungsorientierte Medienpädagogik, deren Hauptanliegen die Vermittlung von Medienkompetenz ist. In weiten Teilen trägt sie den kritischen Überlegungen im vorherigen Kapitel Rechnung. Es lassen sich vier Bereiche der Medienkompetenz unterscheiden:
  1. Medienkritik, die ein Individuum befähigt, reflexiv über Medienphänomene urteilen zu können -  
    (analytisch, reflexiv und ethisch).
  2. Medienkunde, die das Wissen über heutige Medien und Mediensysteme und die Bedienung und Handhabung von Medien einschließt.
  3. Bei Mediennutzung geht es um den Gebrauch von Medien und Mediensystemen entsprechend den eigenen Bedürfnissen (rezeptive Anwendung und interaktive Nutzung).
  4. Bei Mediengestaltung ist vor allem ein spielerisch-ästhetischer und experimenteller Umgang mit Medien gemeint – innovativ als auch kreativ -, der im Idealfall in eine eigene Medienproduktion mündet (z. B. Homepage, Hörspiel).
Medienkompetenz ist definiert als  Regel- und Strukturwissen. Allerdings ist damit nicht nur bloßes Faktenwissen gemeint, sondern mehr noch beinhaltet sie eine autonome Fähigkeit, mit Wissen umzugehen, es anzuwenden und zu interpretieren. (1)     

  Artikel als PDF [23 KB]

(1) Tillmann, Angela: Herausforderung Internet, Aspekte einer modernen Medienerziehung. In: Schulmagazin, 5-10, 7-8.2004, p.5

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Quelle: SXC

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Letzte Änderung: 02.10.2005