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Kompetenzorientierter Ethikunterricht Sekundarstufe I

moralisch-ethisches Argumentieren

 

Spirale

 


In der didaktischen Diskussion im Fach Ethik lassen sich die unterschiedlichen Positionen vereinfacht als vier Ziele zusammenfassen: Lebenshilfe, Moralerziehung, praktische Philosophie und ethische Urteilsbildung.

Der baden-württembergische Bildungsplan legt den Schwerpunkt auf die ethische Urteilsbildung vor dem Hintergrund von Grundkenntnissen der praktischen Philosophie. Auf dieser Grundlage wird mittelbar auch Moralerziehung und Lebenshilfe geleistet.
Die Besonderheit des Ethikunterrichts besteht darin, dass bestimmte Inhalte im Bildungsplan wie z. B. „Moralphilosophie“ mit der Kompetenz „Moralisch-ethisches Argumentieren“  in eins fallen, insofern die Grundstrategien moralphilosophischer Begründung thematisiert werden. In der Sekundarstufe I geschieht dies eher indirekt, indem die Schülerinnen und Schüler Argumentationsstrategien verwenden, die in der Kursstufe explizit als sollensethische, folgenethische und tugendethische Argumentationsmodelle thematisiert werden.

Ethische Urteilsbildung lässt sich als Prozess begreifen, in dem verschiedene Phasen ineinander greifen. In Anlehnung an Julia Dietrich1 und Anita Rösch2 haben wir in diesem Prozess fünf unterschiedliche Phasen identifiziert, in denen die folgenden Teilkompetenzen relevant sind:

Ethische Urteilsbildung setzt voraus, dass zunächst ein Phänomen als moralisches Problem wahrgenommen wird. Der zweite Schritt erfordert eine Überprüfung und genauere Analyse der Situation, um anschließend die Ergebnisse der Analyse argumentierend zu überprüfen und zu gewichten. Auf dieser Basis kann eine begründete Entscheidung getroffen werden, die in ein Handeln mündet.

Die hier dargestellten Unterrichtsvorschläge sollen Anregungen geben, sich dieser fünf Schritte noch einmal bewusst zu werden und mit den Schülerinnen und Schülern gezielt einzuüben. Dabei beinhalten alle fünf Unterrichtsvorschläge trotz der Schwerpunktsetzung auf jeweils eine Teilkompetenz alle, da der Prozess im Vollzug nicht segmentierbar ist.

Die Vorschläge werden zudem als exemplarisch begriffen und sind als Modelle auf andere Inhalte übertragbar.


1Julia Dietrich, Wissenschaftliche Probleme erkennen und strukturieren - wie geht das eigentlich? In ZDPE 2/2001, S. 147-157

2Anita Rösch, Kompetenzorientierung im Philosophie- und Ethikunterricht, Verlag: Lit Verlag 2010

 

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Letzte Änderung: 10.12.2013