Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/faecher/ewg/nm/medienerziehung/1_beitrag.html, Stand 25. May. 2012
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| Medienerziehung im Fächerverbund EWG |
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Die Leitgedanken zum Fächerverbund EWG heben die Bedeutung der
Medien allgemein bereits dadurch hervor, dass sie der Medienkompetenz in
Verbindung mit der Methodenkompetenz einen eigenen Abschnitt in der Darstellung
widmen . |
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| Die Verbindung von Methoden- und Medienkompetenz betont noch einmal die grundsätzliche Vernetzung von Kompetenzerweiterung im methodischen und medialen Bereich. Von einem kompetenten Umgang und einer sachgemäßen Anwendung von Methoden kann heutzutage ohne die Nutzung der Neuen Medien nicht mehr gesprochen werden, da unsere Alltagswelt zunehmend einer multimedialen Prägung unterworfen ist. | |||
| Da sich der Fächerverbund in besonderer Weise der Lebenswelt als Ganzheit annimmt und die Handlungsfähigkeit des Individuums in seinen verschiedenen Rollen als Marktteilnehmer, als zoon politicon oder als global denkender Weltbürger als durchgängiges Prinzip verfolgt, ergibt sich daraus eine besondere Rolle von EWG im Bereich der Medienerziehung. Eine von Reflexionsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein geprägte Partizipation an unserer Lebenswelt ist nur dann möglich, wenn sich der Einzelne aller wesentlichen Elemente bedienen kann, zu denen nun mal die Neuen Medien in ganz besonderer Weise zählen. Hilfe zur Lebensbewältigung als solche impliziert demnach auch eine begleitete Mediensozialisation, da Medien einen erheblichen Anteil an der Umwelt von Kindern und Jugendlichen ausmachen. Ohne Anleitung können gerade junge Menschen aber sehr schnell den Gefahren und Risiken der Medienlandschaft erliegen, anstatt sich deren Möglichkeiten zu Nutze machen zu können. | |||
| Medienkompetenzerwerb in den Bildungsstandards des Fächerverbundes EWG |
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| Medienkompetenz aufzubauen kann demnach kein losgelöstes Element sein, sondern muss sich quasi als roter Faden durch den Unterricht im Allgemeinen und aufgrund seines Anspruchs des partizipierenden Weltbürgers besonders durch den Fächerverbund EWG ziehen. | |||
| Von den vier Grundbereichen der Medienkompetenz (Medienkunde, Mediennutzung, Medienkritik und Mediengestaltung) sprechen die Leitgedanken zum Fach vor allem die Mediennutzung an, wobei diese ohne Kenntnisse aus dem Bereich der Medienkunde natürlich nicht möglich ist. | |||
| Explizit erwähnt werden: | |||
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Bei einer situations- und inaltsbezogenen Nutzung werden zudem die Kompetenzen im Bereich der Mediengestaltung automatisch sukzessive erweitert. |
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In den Standards der Klasse 8 wird als vierter Punkt der Umgang mit
Massenmedien thematisiert. Dabei kann man die näheren Inhalte den
vier Grundbereichen der Medienkompetenz wie folgt zuordnen: |
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| Es ist auf einen Blick zu erkennen, dass vom medienpädagogischen Gesichtspunkt her der Schwerpunkt auf dem Ausbau eines kritischen Reflexionsvermögens verbunden mit einem angemessenen Umgang mit Medien liegt. | |||
| Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Bildungsplan die Neuen Medien im Fächerverbund EWG sowohl auf methodischer als auch auf inhaltlicher Ebene einfordert. Zum Erwerb der Medienkompetenz ist eine curriculare Einübung vor allem im Bereich der Mediennutzung und –gestaltung darum notwendig, wenn auf dem Prinzip des lebenslangen Lernens aufbauend ein dauerhafter Erfolg erzielt werden soll. Was die Medienkritik anbelangt, so wird diese in den Standards der Klasse 8 explizit inhaltlich angesiedelt. Da der Aufbau von Reflexionsfähigkeit im Allgemeinen jedoch stets ein Prozess ist, muss das Bewusstsein für die Notwendigkeit desselben und die damit verbundene Kritikfähigkeit auch von Anfang an angestrebt, eingeübt und eingefordert werden. In einer zunehmend medial geprägten Welt kommt der Medienerziehung darüber hinaus eine besondere Bedeutung zu, wenn Schule mit den Worten Hartmut von Hentigs gesprochen die Aufgabe zukommt „Kinder auf die Welt vorzubereiten, wie sie ist, ohne sie der Welt zu unterwerfen, wie sie ist.“ Da sich der Fächerverbund EWG wie kein anderes Fach der Realschule mit dem menschlichen Lebensraum in seiner Gesamtheit befasst, also sowohl als vorhandener als auch zu gestaltender Lebenswelt, nimmt er damit eindeutig im Bereich der Medienerziehung eine besondere Rolle ein. | |||
Ministerium
für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg (Hg.): Bildungsplan 2004 Realschule, Ditzingen 2004, S. 117f. |
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Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg (Hg.): Bildungsplan 2004 Realschule, Ditzingen 2004, S. 117f. |
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Ebd., S. 122 |
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