Einige Prinzipien der Grammatikarbeit
- Verknüpfung von kommunikativ relevanten Inhalten mit einer (möglichen) grammatikalischen Form
- Präsentation von Strukturen im sprachlichen Kontext und in eindeutigen Situationen
- Primat des entdeckenden Lernens (induktive Vorgehensweise, wenn sinnvoll)
- Phasierung von Grammatikunterricht

- Übungsphase ins Zentrum rücken
Die neue grammatikalische Form sollte intensiv und vielfältig geübt werden (Stichwort: Übungsspirale)
- Die Übungsphase sollte folgende Prinzipien beachten:
- Mischung aus geschlossenen, halb offenen und offenen Übungen
- Gewährleistung einer Übungsprogression
- Förderung der Selbsttätigkeit
- Die Übungsphasen „Transfer“ und „Anwendung“ nicht zu kurz kommen lassen
- Strukturen in zunehmend komplexeren Situationen inhaltsbezogen anwenden
lassen
- Kombination aus kognitiven und affektiven Vermittlungsverfahren
- die
affektive Dimension des Grammatiklernens trägt oftmals stark zur Lernunterstützung
bei, z.B.:
- Eselsbrücken
Z.B.:
- Vor o,u,a lautet c wie k. Hängt man noch ein Häkchen
dran, nimmt es gleich den „s-Laut“ an.
- Beim Wünschen, Wollen
und beim Muss, nimm subjonctif, sonst gibt’s Verdruss.
- Intonation,
Gestik, Mimik, Rhythmus
Z.B.:
- Negation ne...pas in der Struktur: Mais non, ce n’est pas
un/une...
C’est… (jemandem widersprechen, etwas richtigstellen)
- Imperativ
und Verneinung (Le prof énervé): Lehrer gibt
Anweisungen im Imperativ, Schüler verneinen. Dann übernehmen
Schüler
die Rolle des „prof énervé“.
- Grammatik in Portionen
- Keine zu große Häufung
von neuen grammatischen Strukturen
- Unterrichtssprache einer Grammatikstunde
- Das Prinzip der aufgeklärten Einsprachigkeit gilt
auch hier.
Grammatik
allgemeine Grundprinzipien:
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Christopher Mischke 2009