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Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/faecher/geographie/gym/fb1/dia/grund/, Stand 21. Oct. 2014

Landesakademie für Fortbildung und Personalwentwicklung an Schulen
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Grundlagen/Literatur

Diagnose und Differenzierung

Diagnose im Schulalltag
Diagnosen von Schülerleistungen werden in der Schule häufig durchgeführt, aber mit verschiedenen Intentionen. Am häufigsten in der gegenwärtigen Schullandschaft ist die Diagnose von Schülerleistungen in Form von Lernstandsdiagnosen mit dem Ziel der Selektion in die verschiedenen Schulformen und innerhalb der Schulformen in die verschiedenen Klassenstufen.
Eine andere Form der Diagnose ist die sogenannte pädagogische Diagnose, die sich zum Ziel setzt auf Basis der Lernstandsdiagnosen und Selbsteinschätzung der Schülerinnen und Schüler durch differenzierte Angebote und unterschiedliche Formen von Lernarrangements zu fordern und zu fördern.

Pädagogische Diagnose
Das pädagogische Diagnostizieren basiert auf einem interaktionistischen Modell, das die Wechselwirkungen zwischen allen am Lernprozess beteiligten in den Blick nimmt. Die Realität im Klassenzimmer, in der Schule wird nicht ausgeblendet, sondern bildet einen konstitutiven Bestandteil.
Bei der pädagogischen Diagnose geht es nicht um ein Krankheitsbild oder um Defizite, sondern um den aktuellen Lernstand und den individuellen Lernprozess. Der Lernstand soll gefestigt und weiterentwickelt werden, der möglichst selbstgesteuerte Lernprozess soll optimiert werden. Da der Einzelne im Fokus steht, tritt das individuelle Fordern und Fördern in den Vordergrund.
Individuell Fördern bedeutet, den Schüler bei der Entwicklung von Fertigkeiten und Fähigkeiten und bei der Erweiterung seines Lernstands zu unterstützen bzw. ihm Anstöße für eine Weiterentwicklung in den Bereichen Fach-, Methoden-, Sozial- und Diagnose- bzw. Selbstkompetenz zu geben. Ziel diagnostischen Handelns ist dabei letztendlich die Lernenden in die Lage zu versetzen, zunehmend Verantwortung für den eigenen Lernprozess zu übernehmen und diesen aktiv mit zu steuern und gestalten.
Der Schüler ist nicht bloß Objekt der Diagnose, sondern ist in den Prozess aktiv mit einbezogen mit dem Ziel, dass er Lernkompetenz entwickelt, d.h. seine eigenes Lernen selbstverantwortet gestaltet.
Diagnose darf nicht punktuell sein, sondern sie ist prozessorientiert und daher ist Kontinuität ein wichtiger Bestandteil.

Individuelles Fordern und Fördern
Individuelles Fordern und Fördern ist die Konsequenz, die sich aus der Entwicklung individueller Lernkompetenz ergibt. Die Grundannahme, auf dem dieses Konzept ruht ist, dass es die homogene Lerngruppe nicht gibt. Da jeder Lernende individuell und unterschiedlich lernt und über ein individuelles Leistungsvermögen verfügt, was sich nicht nur auf die intellektuellen Fähigkeiten, sondern beispielsweise auf die Lernausdauer und Konzentrationsfähigkeit unter bestimmten Rahmenbedingungen bezieht, ergibt sich ein sehr unterschiedliches Lernverhalten. Diesem unterschiedlichen Lernverhalten sollte eine Differenzierung im Unterricht entsprechen, um die unterschiedlichen Lernpersönlichkeiten anzusprechen und ihre Lernfähigkeit optimal zu entwickeln.
Individuelles Fördern muss aber auch mit Blick auf den Unterrichtsalltag und unter dem Aspekt des Machbaren gesehen werden.
Individuelleres Fördern ist auch durch unterschiedliche Formen der inneren Differenzierung im Schulalltag umzusetzen.

Innere Differenzierung
Innere Differenzierung von Unterricht tritt im Alltag heute bereits in unterschiedlichsten Variationen auf. Jede Lehr-Lernsituation ist eine didaktische Konstruktion, die die einzelnen Schüler im Fokus hat und die sich auf unterschiedliche Art und Weise von anderen abgrenzt, methodisch durch unterschiedliche Sozialformen und Handlungsmuster, zeitlich durch eine unterschiedliche Rhythmisierung, sozial durch unterschiedliche Formen der Einzel- und Zusammenarbeit und räumlich durch eine unterschiedliche Gestaltung des Lernorts oder durch unterschiedliche Lernorte.
Innere Differenzierung ist  in verschiedenen Abstufungen umsetzbar durch

Vorrausetzung für das Gelingen eines binnendifferenzierten Unterrichts ist von Seite des Lehrers und von Seiten der Lernenden die Akzeptanz der Unterschiede in der Lerngruppe. Differenzierung setzt ein soziales Miteinander voraus, das über die Entwicklung von Regeln und Ritualen die Stabilisierung der Gruppe steuert und fördert. Wichtige Voraussetzung ist die zunehmend selbstständige Selbsteinschätzung der Schülerinnen und Schüler und die Entwicklung von Lernkompetenz.
Diese Form von Lernkultur setzt ein intensives Miteinander und eine aktive Diagnose- und Feedbackkultur voraus.

Diagnose und Differenzierung:
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Letzte Änderung: 01.06.2011