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Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/faecher/gkg/bs/nm/themen/europa/ueberblick.htm, Stand 25. May. 2012

Landesakademie für Fortbildung und Personalwentwicklung an Schulen
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Europa im Überblick

In der Geschichte finden sich immer wieder Versuche zur Schaffung eines einheitlichen Europa. Bis zum Ende des 2. Weltkrieges waren Ideen dieser Art in der Regel immer vom Machtinteresse eines Landes oder Herrschers geprägt und zielte dementsprechend auf die Beherrschung und Kontrolle aller durch einen ab.

Nach 1945 setzte ein Umdenken ein. Der Gedanke eines vereinigten Europas mit gleichberechtigten Mitgliedsländern als Instrument zur Verhinderung neuerlicher Kriege, aber auch als Weg zur Stärkung der Bedeutung (West)Europas in der Welt (zunächst gegenüber dem Ostblock) in politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Hinsicht trat in den Vordergrund. Gleichzeitig verstärkte sich der Gedanke, auf dem Wege über eine europäische Einigung die Lebenssituation und den Lebensstandard der Bürger der europäischen Staaten verbessern zu können.

Ein erster Schritt war die Gründung der EGKS (Montanunion) im Jahre 1951. Der Gedanke der europäischen Einigung entwickelt sich dann stetig weiter. Aufgrund der weltpolitischen Situation (Zuspitzung des Ost-West Konflikts, Gefahr des Absinkens Europas in die Bedeutungslosigkeit infolge der übermächtigen Stellung der USA und der Sowjetunion), aber auch infolge der Weitsicht einer Reihe von Politikern kommt es 1957 in Rom zur Gründung der EWG.

In den folgenden Jahrzehnten wächst die Zahl der Mitgliedstaaten. Gleichzeitig entwickelt sich die Art und Weise der Verbindung der Mitglieder unter einander. Es entsteht ein "Fahrplan" für die weitere Einigung Europas: Zölle werden abgeschafft, nationale politische Entwicklungen abgestimmt, einzelstaatliche Kompetenzen an europäische Institutionen abgegeben. Das Schengener Abkommen (1985) führt dazu, das die Grenzkontrollen zwischen den meisten Ländern der Gemeinschaft abgeschafft werden. Europa wird mehr und mehr nicht nur zu einem einheitlichen Wirtschafts-, sondern zu einem einheitlichen Lebensraum, in dem seine Bewohner sich frei bewegen und überall wohnen und arbeiten können. Seit 1979 wählen die Bürger der EU-Mitgliedstaaten ein eigenes Parlament, das seinen Sitz in Straßburg hat.

Der nächste wichtige Schritt ist die Einführung einer gemeinsamen Währung (€) zum 1. Januar 2002, die allerdings zunächst nur in zwölf der 15 Mitgliedstaaten übernommen wird.

Eine weitere bedeutende Veränderung erfährt die EU zum 1. Januar 2004 mit der Aufnahme von 10 weiteren Staaten im Rahmen der so genannten "Osterweiterung". Mit dann 25 Mitgliedstaaten, einer Bevölkerung von über 450 Millionen Menschen und einem Bruttosozialprodukt von rund € 9.000.000.000.000 entsteht so ein bedeutsamer gemeinsamer Lebens- und Wirtschaftsraum, dessen Position durch ein Assoziationsabkommen mit der Schweiz sowie die schon seit längerer Zeit bestehenden Abkommen mit einer umfangreichen Gruppe von Ländern der Dritten Welt zusätzlich verstärkt wird. Hinzu kommen Beitrittsverhandlungen oder Vorverhandlungen mit weitern europäischen Ländern, darunter Bulgarien, Rumänien und die Türkei.

Dieses Modul beschäftigt sich

  • mit der Entwicklung der europäischen Einigung seit dem 2. Weltkrieg,
  • mit der augenblicklichen politischen Situation und Bedeutung Europas,
  • mit den Institutionen der EU,
  • mit Problemen, Gefahren und Risiken, die die europäische Einigung birgt - z. B. im Hinblick auf die anstehende Osterweiterung,
  • mit den Möglichkeiten, die die europäische Einigung für den einzelnen Bürger bringt, und zwar hinsichtlich der Freizügigkeit, der freien Berufswahl und Berufsausübung in den Mitgliedstaaten sowie der Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten.

Anmerkung: Aus Gründen des Copyrights gibt es in diesem Modul kaum Quellentexte aus Zeitungen, Zeitschriften oder Büchern, keine Karikaturen, Zeichnungen oder Bilder. An ihre Stelle treten Internetadressen, die den Zugang zu diesen Quellentexten eröffnen.

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Letzte Änderung: 18.05.2009