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Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/faecher/gkg/gym/nm/didaktik/index.html, Stand 12. Feb. 2012

Landesakademie für Fortbildung und Personalwentwicklung an Schulen
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Didaktische Konzeption

Welche Chancen bieten die Neuen Medien für das Fach Gemeinschaftskunde?
Erliegen wir lediglich einer modischen Technikfaszination? Geben wir nur dem Sog der rasanten Entwicklung nach?
Die Neuen Medien müssen ihre sinnvolle Funktion in der Didaktik des Faches sicher erst einmal unter Beweis stellen.

Als die zentralen Aufgaben des Faches verstehen wir:
bei Jugendlichen die Fähigkeit und Bereitschaft fördern, zu politischen Fragen im kontroversen Diskurs Meinungen zu entwickeln, zu begründen und politisches Handeln vorzubereiten. Was können die Neuen Medien zu dieser pädagogischen Aufgabe beitragen? Selbstständiges Handeln sowohl im Bereich der Recherche und Informationsverarbeitung als auch der Ergebnispräsentation wird mit Hilfe der neuen Medien wesentlich vereinfacht und gehört (...) inzwischen zur gesellschaftlich geforderten Medienkompetenz. Der schnelle und ortsunabhängige Zugriff auf kontroverse Informationen, verschiedene Meinungen und Weltsichten, den die neuen Medien ermöglichen, fördert zusätzlich die multiperspektivische Ausrichtung des politischen Handelns und ihre Erprobung im Gemeinschaftskundeunterricht. Auf einen kurzen Nenner gebracht: die Medien bieten die Möglichkeit, ein fachwissenschaftlich solides Arbeiten und Handeln mit politischen Handlungen und sogar spielerischen Elementen zu verbinden. Der didaktische Ansatz und die Anwendungsbeispiele sind dabei  wesentlich den Prinzipien:

verpflichtet. Die Fortbildung ist so angelegt, dass die wichtigsten Anwendungsbereiche der Neuen Medien in Gemeinschaftskunde:

mit Beispielen aus Politik, Soziologie und Wirtschaft sowohl in der Mittel- als auch der Kursstufe vorgestellt werden.

Information

Auch wenn das traditionelle Lehrbuch weiterhin das Leitmedium bleiben sollte, so wird es dem Anspruch der Aktualität nicht gerecht. Wie könnte es auch bei einem solch rasanten Wandel in allen Politikbereichen anders sein. Deshalb wird der Einsatz der Neuen Medien im Bereich Informationsbeschaffung und Informationsbearbeitung von den meisten als eine enorme Erleichterung empfunden. Das Ausweiden mehrerer Periodika und das Sammeln und Stapeln, das Ausschneiden und Zusammenkleben von Printmaterial,  das kaum zwei Jahre aktuellen Bestand hat, gehört der Vergangenheit an. In zunehmendem Maße wird das umfangreiche Recherchieren von geeignetem Material auch für die neuen Prüfungsaufgaben und für die mündlichen Prüfungen im Abitur wichtig. Die Informationsphase beansprucht als unverzichtbare Voraussetzung jeder kompetenten Diskussion einen wichtigen Raum des Unterrichtsgeschehens. Eine Qualitätssteigerung dieser Phase erreichen wir, wenn die Lernenden selbstständig recherchieren. Selbstverantwortetes Lernen und eigene Aktivität sind Bestandteile eines attraktiven und motivierenden Unterrichts. Dennoch eignet sich das Internet wegen seiner chaotischen Fülle und Anarchie nicht einfach zum Wissenspool. Die Lernenden bedürfen der Anleitung. Zur „Medienkompetenz“ gehören die Fertigkeiten: im Web gezielt zu  navigieren, Adressen sachbezogen zu suchen, Informationen zu bewerten und zu bearbeiten. Dies ist eine Querschnittsaufgabe moderner Bildung. Im Gemeinschaftskundeunterricht lassen sich jedoch wie kaum in einem anderen Fach die Konsequenzen sorgfältiger und kritischer oder oberflächlicher und unkritischer Informationsauswertung für die Meinungs- und Urteilsbildung zeigen und verstehen. Deshalb wird ein Anwendungsschwerpunkt der Neuen Medien im Gemeinschaftskundeunterricht eben die Recherche sein müssen. Sie soll geübt werden an:

Kommunikation

Schülerinnen und Schüler können mit vertretbarem Aufwand ihre Kommunikations- und Diskussionsprozesse über verschiedene Stufen aus der Schule hinaus in andere Räume und Institutionen verlegen. Sie können innerhalb der Gruppe im Intranet Informationen untereinander austauschen, sich an Foren beteiligen, politische Chats austauschen, Experten interviewen. Die Auseinandersetzung mit anderen Meinungen hilft eine bewusste Akzeptanz anderer Meinungen zu entwickeln. Das Anerkennen von „fremder Meinung und Leistung ist sowohl im ethischen als auch im rechtlichen Sinne (z.B. Datenschutz, Copyright) Teil einer Werteerziehung. Dies soll geübt werden an:

Forschen

Ein einfaches Statistik- und Grafikprogramm eröffnet erstmals Lernenden wissenschaftspropädeutisches Arbeiten im Bereich der empirischen Sozialforschung. Am Beispiel von Forschen mit GrafStat WIN werden

eingeübt. Wenn die Lernenden Probleme aus ihren Lebensbereichen erforschen, hilft ihnen das, das eigene Interesse zu artikulieren und bewusst zu werden, dass es im Fach Gemeinschaftskunde verstärkt um ihre eigenen Belange geht.

Präsentation

Der Prozess der seriösen Meinungsbildung muss mit den entsprechenden Präsentationstechniken unterstützt werden. Zur Anwendung des Wissens und zur vertiefenden Wiederholung lassen sich z.B. im Bereich Ökonomie geeignete Simulationsprogramme einsetzen. Damit können Abläufe und Zusammenhänge anschaulich präsentiert werden. Dafür bieten die Neuen Medien geeignete Werkzeuge.

Medieneinsatz im Fachunterricht

Die medialen Zugänge werden methodisch über den Einsatz von

angeboten.

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Letzte Änderung: 26.04.2009