Multimedia im Mathematikunterricht -
einige grundsätzliche Gedanken
Mathematikunterricht ist dadurch allgemeinbildend, dass er drei Grunderfahrungen ermöglicht:
- Mathematische Gegenstände und Sachverhalte, repräsentiert in Sprache, Symbolen, Bildern und Formeln, als geistige Schöpfungen, als deduktiv geordnete Welt eigener Art kennen lernen und begreifen.
- Erscheinungen der Welt um uns, die uns alle angehen oder angehen sollten, aus Natur, Gesellschaft und Kultur in einer spezifischen Art wahrnehmen und verstehen.
- In der Auseinandersetzung mit Aufgaben Problemlösefähigkeiten erwerben, die über die Mathematik hinausgehen (heuristische Fähigkeiten).
Winter (1996)
Standards nach WUM
- Etwas andere Aufgaben:
- realitätsorientiert, vernetzend, offen, variabel...
- Alternative Unterrichtsformen:
- schülerzentriert, kooperativ, selbstverantwortlich...
- Lernen aus Fehlern:
- Lernen und Prüfen trennen, aus Fehlern lernen...
- Unterricht mit GTR oder CAS:
- Werkzeug, Kontrolle, Lernhilfe...
Leitlinien für den Mathematikunterricht
- Jeder Kurs bedarf gleichermaßen der drei Grunderfahrungen:
Abbildfunktion - selbstreferenzielles System - Heuristik
- Jeder Lernbereich - Analysis, Geometrie, Stochastik,
Arithmetik, Algebra, Geometrie, Statistik - muss seine verbindlichen Inhalte als exemplarischen Beitrag zur Integration der Grunderfahrungen legitimieren.
- Die Betonung heuristischer Denk- und Arbeitsweisen relativiert die Bedeutung der formalen Fachsprache als Träger mathematischer Kommunikation.
Borneleit u.a. (2000)
Der Computer ...
- ist ein leistungsfähiges Werkzeug zur Unterstützung von Modellbildungen und Simulationen (G1),
- unterstützt durch dynamische Visualisierung den Aufbau adäquater Grundvorstellungen mathematischer Begriffe (G2),
- unterstützt durch dynamische Visualisierung den Aufbau adäquater Grundvorstellungen mathematischer Begriffe (G2),
- ermöglicht und beflügelt heuristisch-experimentelles Arbeiten beim Problemlösen (G3).
Borneleit u.a. (2000)
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