Vertiefung
3.1 Beispiel Nullstellen
- Nullstellen werden zunächst definiert.
- Das Auffinden von Nullstellen kann durch Ausklammern oder durch Substitution
(in einfachen Fällen) aufgefunden werden. (Vernetzung mit Bildungsstandards
8 und 10, Leitidee 3: Vernetzung)
- Das Auffinden von Nullstellen kann am Schaubild erfolgen; dies bietet
sich bei trigonometrischen Funktionen an. Der grafikfähige Taschenrechner
kann die Vermutungen bestätigen. Die allgemeine Formel lässt sich dann leicht
ableiten. (Aufstellen eigener Terme, Bildungsstandards 8, Leitidee 9: Modellieren)
- Auch das Nichtvorhandensein von Nullstellen (ax, x1,
x2) kann wie oben beschrieben erarbeitet werden.
- Funktionsterme, die sich nicht (oder nur schwer) untersuchen lassen, löst
man hinsichtlich der Nullstellen mit dem grafikfähigen Taschenrechner. Dabei
können Existenz und Anzahl möglicher Nullstellen zum Thema von entdeckendem
Lernen gemacht werden.
- Bei ganzrationalen Funktionen kann auf das Verfahren der Polynomdivision
verzichtet werden.
- Dennoch kann beispielsweise auf verschiedene Weise der Satz über die maximale
Nullstellenzahl einer ganzrationalen Funktion nten Grades abgeleitet werden:
- über die Definition des Grades und die Anzahl möglicher Linearfaktoren
- über das Betrachten der Schaubilder von Monomen können Vermutungen über
die Anzahl der Nullstellen aufgestellt werden. Diese kann dann für ganzrationale
Funktionen bestätigt werden.
- über das Schaubild ganzrationaler Funktionen ungeraden Grades und Beispiele
ganzrationaler Funktionen geraden Grades lassen sich Sätze über die minimale
Nullstellenanzahl ableiten.
- An die Nullstellenbestimmung durch Näherungsverfahren (Intervallhalbierung,
Newton) ist im Rahmen des Kerncurriculums nicht gedacht, kann aber sinnvoll
in das Schulcurriculum integriert werden.
3.2 Wirkung von Parametern
Um die Wirkung von Parametern zu verstehen, ist es sicher nicht nötig alle
zur Verfügung stehenden Funktionsklassen hinsichtlich aller möglicher Parameter
zu untersuchen. Man wird sich auf Fälle beschränken, in denen die Schülerinnen
und Schüler in angemessener Weise (mit und ohne Hilfsmittel) die Wirkung am
Funktionsterm und am Schaubild erfassen können.
Dabei bietet es sich zum Beispiel an die Sinus- und Cosinus-Funktion in x-Richtung
zu strecken, bei weiteren Funktionsklassen kann man darauf verzichten. Eine
Streckung in y-Richtung lässt sich in geeigneter Weise an den oben genannten
Funktionsklassen behandeln. Der GTR oder ein CAS erleichtern das entdeckende
Lernen an dieser Stelle in vielfältiger Weise.
Curriculare Analyse Beispiel „Funktionaler Zusammenhang:
Herunterladen [pdf]
[77 KB]