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Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/faecher/mathematik/gym/fb1/modul5/zahlen/analyse/, Stand 25. May. 2012

Landesakademie für Fortbildung und Personalwentwicklung an Schulen
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Analyse von ausgewählten Standards


Betrachte den Standards [2]
„Unvollständigkeit von Zahlbereichen verstehen und aufzeigen“
Dieser Standard kann unterrichtlich unterschiedlich stark vertieft werden.

  1. Geht man von der Menge der rationalen Zahlen und ihrer Dezimaldarstellung aus, so kann durch die Konstruktion von nicht abbrechenden, nicht periodischen Dezimalzahlen wie z. B. 0,1010010001... oder einer Konstruktion durch Würfelwurf 0,2356451142... dieser Standard schnell erreicht werden.
  2. Wählt man den Zugang über die Quadratverdopplung, so kann schnell geometrisch einsichtig gemacht, dass es ein Quadrat mit Flächeninhalt 2 gibt, man also eine zugehörige Seitenlänge des Quadrats angeben können muss. Die beispielhafte Intervallschachtelung zeigt, wie man sich diese Zahl „beliebig genau“ konstruieren kann, das Quadrieren dieser Zahl aber nie auf 2,0 führen kann.
    Der unterrichtliche Zeitaufwand ist höher als bei 1. Das näherungsweise Berechnen von Wurzel aus  2  wird exemplarisch durchgeführt.
    Bemerkung: M. E. sollte man sowohl auf den 1. als auch auf 2. Aspekt unterrichtlich eingehen.
    Auf das näherungsweise Berechnen von Wurzel aus 3, ... kann m. E. verzichtet werden.
  3. Setzt man den Gedankengang von 2. fort, so wird nun noch der Beweis angefügt, dass Wurzel aus  2 keine rationale Zahl ist.
    Dies benötigt unterrichtlich sicher einige Zeit, wenn man bedenkt, dass die Teilbarkeitslehre in G8 kein Standard ist, und damit dieser Beweis eine gute Vorarbeit benötigt. Aber: Man bedient damit zugleich einen weiteren Standard, nämlich: Leitidee „Vernetzung“ – Prozesse des Begründens verstehen und anwenden!

Betrachte den Standard [2]
„Zahlterme vereinfachen“
Dieser Standard muss im Vergleich zum alten Bildungsplan 1994 aufgrund der stufenspezifischen Hinweise für Klasse 8 „... werden begleitet von reduzierten Anforderungen im Bereich der Termumformungen und des Lösens von Gleichungen...“ neu überdacht werden.

Hier ist besonders zu beachten, welchen Aufbau die Terme haben sollen, die vereinfacht werden und in wie weit das teilweise Wurzelziehen geübt werden soll. Insbesondere ist im Schulcurriculum zu klären, ob das rational Machen des Nenners ein Thema ist.

Grundsätzlich geht es bei diesem Standard m. E. darum, dass Grundkompetenzen im Vordergrund stehen (vgl. z. B. WADI)!


3. Fazit: Fragen für die Unterrichtsvorbereitung

 

Curriculare Analyse Beispiel Reelle Zahlen: Download Herunterladen [pdf] [242 KB]


Quellen
[2] Bildungsplan 2004

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Letzte Änderung: 17.04.2010