Effiziente Klassenführung
Manfred Zinser
Begriffsabgrenzung
- Klassenführung umfasst die Gesamtheit
aller erzieherischen, unterrichtlichen und diagnostischen Prozesse,
steht also für „guten Unterricht“ im weitesten Sinne.
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- Klassenführung umfasst alle Maßnahmen zur Behebung von Disziplinstörungen,
etwa in Form von Ermahnungen, Strafen, Sanktionen.
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Klassenführung umfasst die Gesamtheit aller Maßnahmen zur Sicherstellung
eines geordneten und lernwirksamen Unterrichtsablaufs („Classroom Management“).
- Eine effiziente Klassenführung ist eine notwendige,
aber nicht hinreichende Bedingung für den Unterrichtserfolg.
- Bei einem gut strukturierten, verständlichen, motivierenden
und kognitiv aktivierenden Unterricht fallen Defizite in der Klassenführung
weniger ins Gewicht – und umgekehrt.
- Probleme bei der Klassenführung ist der Spitzenreiter
beruflicher Belastung.
- Das Thema „Klassenführung“ wird sowohl in der Lehrerausbildung
als auch in der Lehrerfortbildung weitgehend vernachlässigt.
Merkmale
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- Lehrkraft besitzt ein solides professionelles
Wissen in den Bereichen „Lehren und Lernen“, „Diagnostik“ und „Klassenführung“.
- Lehrkraft
kennt die wichtigsten Ergebnisse aus der Unterrichts-forschung.
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- Regeln werden frühzeitig etabliert.
- Regeln werden kontinuierlich
gefestigt und konsequent eingehalten.
- Regeln werden nicht bloß autoritär
festgelegt sondern erklärt und gemeinsam vereinbart.
- Regeln sollten „schulweit“ gültig
sein.
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- Verhaltensmuster für immer wiederkehrende Situationen
(z.B. Stundenbeginn und -ende, Austeilen von Arbeitsblättern, Übergänge
zwischen verschiedenen Unterrichts-formen, Interaktionen usw.)
- Unterstützung
durch Signale (z.B. Gesten, Blickkontakt usw.)
Kompetenzorientierter Mathematikunterricht6
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- Effiziente Nutzung der Unterrichtszeit durch eine
angepasste Unterrichtsorganisation
- „Zeitdiebe“ vermeiden(z.B. unpünktlicher Beginn,
schleppende Übergänge, Organisationskram, Probleme im Umgang
mit Technik und Medien)
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- „Den Ball flachhalten“ als Strategie in
drei Phasen:
- Präventiv: Mögliche Quellen für
Störungen
lokalisieren
- Proaktiv: Sparsame Aktionen bei unmittelbar bevorstehenden
Störungen
- Reaktiv: Auftretende Störungen unverzüglich,
undramatisch und wenn möglich diskret unterbinden.
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Effiziente
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