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Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/faecher/mathematik/hs/grundlagen/, Stand 12. Feb. 2012

Landesakademie für Fortbildung und Personalwentwicklung an Schulen
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Grundlagen

Weiterentwicklung des Unterrichts in Mathematik – Neue Medien

 
Ein guter Mathematikunterricht zeichnet sich durch Offenheit ohne Beliebigkeit sowie Zielorientierung ohne Gängelung aus.
(Bobrowski/Schipper)
 
Auf der Basis der dritten internationalen Studie zum Mathematikunterricht (TIMSS) von 1997 entwickelte eine Bund-Länder-Kommission ein Programm zur Steigerung der Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts.
Dabei ging es zunächst nicht um eine Veränderung der mathematischen Inhalte, sondern um eine Korrektur des Unterrichtsstils.
Das bedeutet eine Abkehr vom schematischen Lösen von Routineaufgaben, die Aufgabenkultur soll weiterentwickelt werden.
Der vorherrschende fragend-entwickelnde Unterrichtsstil und das Lernen für die nächste Klassenarbeit geraten in die Kritik. Gefordert wird eine bessere Einbeziehung des Vorwissens, der Erfahrung der Schüler, die Schaffung eines Wissensgeflechtes, das kumulative Lernen.
Eine veränderte Einstellung zu Fehlern ermöglicht einen fehlerfreundlichen Unterricht nach dem Motto:
         
„Hast du heute noch keinen Fehler gemacht, dann hast du heute noch nichts gewagt.“
         
Wenn dadurch eine verstärkte Eigenaktivität der Schüler erreicht wird, ist es notwendig, die Formen der Leistungsmessung auszubauen, z.B. durch Beschreiben und Bewerten von Lernprozessen.
Eine weiterentwickelte Unterrichtskultur im Fach Mathematik verlangt nach alternativen Unterrichtsformen, die prozessorientiert sind, die individualisierend dem Schüler Möglichkeiten zur Kreativität beim Lösen von Aufgaben und beim Umgang mit Schwierigkeiten geben. Hier ist Methodenvielfalt angesagt und eines dieser stärker auf Individualisierung ausgerichteten Medien ist der Computer mit für den Mathematikunterricht geeigneten Programmen.
Diese Neuen Medien im Unterricht unterstützen offenere Aufgabenstellungen und veränderte, individualisierte und prozessorientierte Unterrichtsformen.
Der Lehrer wird in diesem Lernfeld zum unterstützenden Moderator.
Der Computer im Unterricht wird als eines von vielen Hilfsmitteln seinen ihm gebührenden Platz im Mathematikunterricht finden. Auch er wird die Unterrichtsformen unterstützen, die eine Weiterentwicklung des Mathematikunterrichts vorantreiben.
         
Neue Medien im Mathematikunterricht können:
  • Selbständiges Lernen fördern
     
  • helfen, Lösungswege zu verdeutlichen, zu strukturieren und zu diskutieren
     
  • Sachverhalte durch echte Alltagsdaten bereichern
     
  • Variationen zu Aufgaben leichter finden lassen
     
  • das Mathematisieren von Zusammenhängen unterstützen
     
  • Wege zum entdeckenden Lernen öffnen
     
  • die Sprachkompetenz über die Erörterung von Ergebnissen fördern
     
  • helfen, vielfältige Daten zu recherchieren
     
  • ein stark variables, anschauliches Üben ermöglichen
         
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Letzte Änderung: 15.11.2009