Curriculare Perspektive
In curricularer Hinsicht bieten sich hierfür vielfältige Anknüpfungspunkte
im Bereich der Realschule: Im Bereich des Sachrechnens ist die Fähigkeit
zu einem angemessenen Umgang mit Daten, was deren Erhebung, Darstellung und Interpretation
umfasst, nicht nur ein mathematikdidaktisches Ziel, sondern leistet letztendlich
einen Beitrag zur gesellschaftlich-politischen Mündigkeit der Schülerinnen
und Schüler. Dies schließt insbesondere das Erstellen und kritische
Reflektieren von Schaubildern und Diagrammen mit ein. Im Bereich der Funktionenlehre
lassen sich mit den Möglichkeiten eines Tabellenkalkulationsprogramms funktionale
Zusammenhänge in verschiedenen Repräsenationsmodi darstellen, in Beziehung
setzen und durch Steuerung von Ausgangsparametern auf ihr Änderungsverhalten
hin untersuchen. Diese Steuerungsmöglichkeit umfasst auch die wichtige Frage
der Optimierung von Prozessen in Dokumentation und Analyse, was insbesondere Aspekte
der Kalkulation im Sachrechnen ab Klasse 7 betrifft. In ihrem strukturellen Aufbau
können Tabellenkalkulationsprogramme durch die Möglichkeiten, mit relativen
und absoluten Zellbezügen zu rechnen und mehrere Tabellenblätter miteinander
zu vernetzen, dazu beitragen, den Variablenbegriff handlungsorientiert zu untermauern.
Dadurch ergeben sich Möglichkeiten mehrdimensionaler und rekursiver Berechnungen
(z.B. Heron-Verfahren zur Wurzelbestimmung), die hin bis zu „Miniprogrammierungen“
als Unterstützung prozeduralen Denkens ausgeweitet werden können.