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Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/faecher/mathematik/rs/modul2/dreischrittmethode.htm, Stand 26. May. 2012

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Dreischrittmethode


Untersuchung  von  Fachdidaktiksoftware
 für
den  Mathematikunterricht


Ziel einer systematischen Untersuchung von Fachdidaktiksoftware sollte es sein,

zu erfassen.
 
Dazu empfiehlt es sich, vier Bereiche genauer zu untersuchen:

  1. Erzieherischer Bereich
  2. Fachwissenschaftlicher Bereich
  3. Didaktischer Bereich
  4. Methodischer Bereich.

Für die Bereiche 2, 3 und 4 stehen inzwischen Kriterienkataloge zur Verfügung, die eine systematische Analyse und Bewertung ermöglichen.
Für den erzieherischen Bereich stehen – wohl auch wegen seiner Vielschichtigkeit – aktuell noch keine ausgearbeiteten Instrumentarien zur Verfügung. Da ihm allerdings grundsätzliche Bedeutung zukommt, ist er bei der Untersuchung und bei der Gesamtbewertung der Software sowie bei der Entscheidung über Anschaffung und Einsatz mitzubeachten.

Es empfiehlt sich ein Vorgehen in drei Schritten.

  1. Die Grundidee des Dreischrittverfahren zur Analyse von Fachdidaktiksoftware für den Mathematikunterricht
  2. Schritt 1: Erste didaktische Standortbestimmung
  3. Schritt 2: Didaktisch-methodische Grobanalyse
  4. Schritt 3: Didaktisch-methodische Feinanalyse
  5. Abschließende Gesamtbewertung des Programms

 

Das Dreischrittverfahren
zur Analyse von Fachdidaktiksoftware für den Mathematikunterricht


Download

Grundidee

Hier finden Sie neben einer ausführlicheren
Beschreibung des Dreischrittverfahrens
Kriterienfelder für die didaktisch-methodische Feinanaly


[pdf] [636 kb]

Untersuchung, Analyse und Bewertung erfolgen vom Unterricht und vom geplanten Einsatz aus, nicht vom Programm aus.
Aufbauend auf einer Vorklärung in zwei Schritten besteht der Kern der Untersuchung aus einer didaktisch-methodischen Feinanalyse. Diese setzt sich aus einem kriteriengeleiteten und einem kriterienfreien Teil zusammen.
Für den kriteriengeleiteten Bereich wird ein Kriterienkatalog speziell zur Analyse des vorliegenden Programms zusammengestellt.
Die Zusammenstellung des Kriterienkatalogs orientiert sich einerseits am Unterricht und am geplanten Einsatz, andererseits an den Ergebnissen der Vorklärung.
Kriterien lenken den Blick. Dabei besteht die Gefahr, dass von den Kriterien nicht erfasste Aspekte bei der Untersuchung nicht erfasst werden können und so ein nur unvollständiges und damit falsches Bild entsteht.
Die kriterienfreie Untersuchung soll dem entgegenwirken. Hier können bewusst Spezifika und Besonderheiten des Programms aber auch erzieherische Aspekte mitgedacht werden.
Erst die Kombination von kriteriengeleiteter und kriterienfreier Untersuchung führt zu einem umfassenden Bild des untersuchten Programms, seines didaktisch-methodischen Potentials, seiner Einsatzmöglichkeiten beim Mathematiklernen aber auch seiner Grenzen.

 

Schritt 1


Erste didaktische Standortbestimmung

Zielsetzung


Typus und Wesen des Programms sollen erfasst werden

Grundfragen  


Wo lässt sich das Programm einsetzen?
Um welchen Programmtyp handelt es sich?
Welche Modi bietet das Programm?



 

Schritt 2        

 

Didaktisch-methodische Grobanalyse




Zielsetzung


Die Einsatzmöglichkeiten des Programms im Unterricht selber und beim Mathematiklernen insgesamt sollen erfasst werden.

Grundfragen                                              


Wo genau im Unterricht oder beim Mathematiklernen lässt sich das Programm einsetzen: als Medium im herkömmlichen Sinne, als Arbeits- oder Konstruktionsmittel, zum selbstständigen Erarbeiten von Inhalten, zur Übung, Sicherung oder Vertiefung, bei der Freiarbeit oder zu Hause?




Schritt 3


Didaktisch-methodische Feinanalyse




Die didaktisch-methodische Feinanalyse umfasst zwei Bereiche. Zum einen die kriteriengeleitete Untersuchung, zum anderen die kriterienfreie Untersuchung.

Für die kriteriengeleitete Untersuchung wird aufbauend auf den Ergebnissen der bisherigen Untersuchungen aus bekannten Kriterienkatalogen ein individueller Kriterienkatalog für die Untersuchung des Programms zusammengestellt, der

  • dem Mathematikunterricht und seinen Zielsetzungen
  • dem möglichen bzw. geplanten Einsatz des Programms
  • dem Programm selber

gerecht wird.

Sollten sich Fragestellungen und Aspekte ergeben, die durch bisherige Kriterienkataloge nicht erfasst werden, sind entsprechende neue Kriterien zu formulieren.







Abschließende Gesamtbewertung des Programms

Bei einer abschließenden Gesamtbewertung des Programms sind die einzelnen Untersuchungsergebnisse ihrer Bedeutung angemessen zu gewichten.
Erzieherischen Aspekten und didaktisch-methodischen Aspekten kommt höheres Gewicht zu als z.B. der Gefälligkeit der Benutzeroberfläche. Fachliche Korrektheit ist ein Ausschlusskriterium bei dem keine Abstriche gemacht werden können.
Innerhalb der didaktisch-methodischen Kriterien kann je nach geplantem Einsatz oder Programmtyp verschieden gewichtet werden. So kommt z.B. bei einem Übungsprogramm zum Bruchrechnen den didaktischen Hilfen und Rückmeldungen höhere Bedeutung zu als dem Glossar oder der ETR-Funktion.








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Letzte Änderung: 17.02.2006