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Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/faecher/mathematik/rs/wum_medien.htm, Stand 12. Feb. 2012

Landesakademie für Fortbildung und Personalwentwicklung an Schulen
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Weiterentwicklung des Unterrichts in Mathematik - Medien

Der Einsatz des Computers im Mathematikunterricht ermöglicht unterschiedliche Unterrichtsmethoden und bietet Möglichkeiten, die Unterrichtsformen häufiger zu wechseln. Wann und wo kann der Computer im Mathematikunterricht eingesetzt werden? Die folgenden Beispiele zeigen Möglichkeiten des unterschiedlichen Einsatzes des Computers im Mathematikunterricht.

In der Hand des Lehrers kann der Computer wie bereits beschrieben als Mittel zur Demonstration eingesetzt werden. Immer wenn langes, zeitraubendes Zeichnen ansteht, kann der Computer diese Aufgabe rasch erfüllen. Die Abbildung zeigt ein Beispiel aus „Bewegte Mathematik“. Hier werden Unterrichtsinhalte, die zunächst erarbeitet wurden, veranschaulicht.

 


 

In der Freiarbeit bearbeiten die Schülerinnen und Schüler nach ihrer Wahl Arbeitsblätter meistens mit einem Lösungsteil zur Selbstkontrolle oder sonstige Materialien. Die Wahl des Faches ist frei. Die Schülerinnen und Schüler sind jedoch gehalten, nicht nur ihr Lieblingsfach oder bestes Fach zu wählen, sondern abzuwechselnd und gezielt Lücken oder Schwachstellen aufzuarbeiten. Durch Eintrag der jeweiligen Tätigkeit in ein Protokollblatt ist eine Kontrollmöglichkeit gewährleistet. Die bearbeiteten Aufgaben werden in einem Freiarbeitsordner gesammelt und in unregelmäßigen Abständen eingesehen.
Der Computereinsatz stellt somit zunächst nur eine Variante zur bisherigen Verfahrensweise dar. Statt Arbeitsblätter mit Aufgabenstellungen wird entsprechende Lernsoftware eingesetzt. Eine Möglichkeit ist, das ein bis drei Geräte, u.U. auch Notebooks im Klassenzimmer zur Verfügung stehen und die Schülerinnen und Schüler frei aus dem Angebot an Mathematik-Software auswählen. Durch den Computereinsatz lassen sich wichtige Elemente der Freiarbeit, z.B. die individuelle Wahl des Lernstoffes, das individuelle Lerntempo, die mögliche Selbstkontrolle, das soziale Lernen mit Partnern am PC, usw. umsetzen.

Bei der Unterrichtsmethode Lernen an Stationen können die Schülerinnen und Schüler die angebotenen Pflicht- und Wahlaufgaben meist selbstständig und in beliebiger Reihenfolge bearbeiten. In Gestalt von Arbeitsanweisungen, anregendem Material, Kopiervorlagen, Hinweise auf Buchseiten, Spielangebote können Lernstationen eine breite Palette anbieten. Eine Station im Lernzirkel kann ähnlich der Freiarbeit an Computern bearbeitet werden. Dadurch können u.a. Lernprozesse individueller und kooperativ gestaltet werden. Störungen, z.B. Gespräche untereinander, sind keine Störungen mehr, Kommunikation und Kooperation untereinander sind erwünscht. Unterschiedlich lange Bearbeitungszeiten werden akzeptiert. Die Schülerinnen und Schüler können ihr Lerntempo selbst bestimmen. Durch differenzierte Aufgaben werden den meisten Schülern produktive Lernmöglichkeiten eröffnet. Wichtig ist hier, dass sich die Arbeitsaufträge selbst erklären.

Eine weitere Möglichkeit ist, dass alle Schülerinnen und Schüler in Einzel- oder Partnerarbeit eine Aufgabe mithilfe des Computers im Computerraum der Schule bearbeiten. Der Einsatz des Computers eröffnet hier viele Chancen. Es können von einfachen Problemstellungen, z.B. Bruchrechnen Klasse 6 bis zu komplexen Problemlöseaufgaben in Klasse 10 auf einem hohen Anforderungsniveau bearbeitet werden. Die Schülerinnen und Schüler bestimmen dabei das Arbeitstempo selbst. Der Lehrer kann individuell Hilfen geben. Der Computer übernimmt zeitraubende Arbeiten, so dass die Schülerinnen und Schüler den Werkzeugcharakter des Computers erkennen. Wird häufig zwischen den Unterrichtsmethoden gewechselt, bleibt auch die hohe Motivation erhalten, die der Einsatz des Computers noch immer bietet.


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Letzte Änderung: 22.08.2005