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Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/faecher/mathematik/wum/vorwort.html, Stand 26. May. 2012

Landesakademie für Fortbildung und Personalwentwicklung an Schulen
LehrerInnen Fortbildungs-Server

LFB-WUM: Vorwort

Lehrerfortbildung zur Weiterentwicklung
des Unterrichts im Fach Mathematik
FbWUM - Vorwort / Material

Die Zielrichtung dieser Fortbildung ist für alle Schularten gleich. Sie wird umschrieben in einem Vorwort des Projektleiters Herrn Dr. Hartmut Köhler (LEU Stuttgart).
Zwei LEU-Hefte geben schulartübergreifend Beispiele der Arbeit aus der Klassenstufe 5 bzw. Klassenstufe 6 wieder. Diese Hefte sind in der Reihe "Materialien Mathematik" erschienen:


Die Fortbildungsmaterialien sind schulartspezifisch und stehen hier nach Schularten gegliedert zur Verfügung: Inzwischen sind folgende LEU-Hefte erschienen:
Hauptschule Begleitlektüre zur Fortbildung M 55 (Eur:4,00)
Realschule Begleitlektüre zur Fortbildung M 53 (Eur:2,50)
Berufliche Schule
Gymnasium Begleitlektüre zur Fortbildung M 48 (Eur:2,50)

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Vorwort

Parallel zum Projekt Weiterentwicklung der Unterrichtskultur im Fach Mathematik (WUM) ist eine groß angelegte Lehrerfortbildung neuen Stils unter dem Namen "Weiterentwicklung des Unterrichts in Mathematik: Mathematik neu erleben (FbWUM)" angelaufen. Ihr dienen die hier auch elektronisch bereitgestellten Materialien als Begleitlektüre und Erinnerungshilfe.
Diese Fortbildung wird nicht als Kurs angeboten, zu dem sich einzelne Lehrer melden könnten, sondern sie muss von der Fachschaft einer Schule für diese Schule (bei kleinen Fachschaften mit anderen zusammen) angefordert werden; die Fortbildung kommt in die Schule. Das hat verschiedene Gründe, aber insbesondere den, dass ihr Ziel nicht eigentlich die Vermittelung von Wissen ist (wenn das natürlich auch dabei abfallen soll), sondern die Hilfe zur Veränderung der Fachschaft in Richtung auf mehr Dialog über Unterrichtsprobleme, veränderte Unterrichtsansätze, Erfahrungen mit veränderten Methoden u.ä. Das erste Ziel der Fortbildung besteht darin, dass sich ein neuer Gesprächsstil in der Fachschaft bildet. Denn der Unterricht kann sich nur "von innen her" an der jeweiligen Schule durch die Lehrenden selbst ändern, er ist kaum von außen änderbar.

Die derartig ins Auge gefassten Gespräche unter Kollegen sollen es ermöglichen, dass der Mathematikunterricht in der heute notwendigen Weise weiterentwickelt wird, dass die jeweilige Fachschaft diese Weiterentwicklung des Unterrichts an ihrer Schule zu ihrer Sache macht. Die Fortbildung setzt zugleich Zeichen für die Richtung dieser Weiterentwicklung. Da aber auch hier alles auf die Überzeugung und das Engagement der Lehrenden ankommt, besteht die Fortbildung aus einzelnen Nachmittagen mit Zwischenzeiten, in denen angeregte Beobachtungen des eigenen Unterrichtes möglich sind, Vorschläge ansatzweise erprobt werden können u.ä., so dass schon die Fortbildung selbst immer stärker zu einer Diskussion unter allen Beteiligten wird.
Natürlich werden in der Fortbildung pädagogische Entscheidungen, didaktische Ansätze oder Methoden beispielhaft vorgeschlagen. Aber diese sind nicht das Eigentliche, das besteht vielmehr in der Ermöglichung von mehr Eigenaktivität der Schüler mit dem Ziel, dass sie zu mehr Verständnis und damit langfristigem Gewinn durch den Unterricht kommen. Es ist unvermeidbar, dass in dieser Fortbildung etwa Methoden zur Sprache kommen, die bisher wenig verbreitet sind, und daher starke Aufmerksamkeit erfahren. Aber es wäre eine große Chance zu einem neuen Aufbruch im Mathematikunterricht vertan, wenn am Ende der Fortbildung die Meinung stünde, das Ziel sei, jetzt mit solchen Methoden zu unterrichten. Das Ziel kann nach dem Abwägen der jeweiligen Situation mit einer solchen Methode möglicherweise besser erreicht werden, aber möglicherweise auch mit einer seitherigen nach dem Setzen neuer Schwerpunkte, nach der Veränderung von Bewertungen o.ä. Dabei darf nicht vergessen werden, dass schon die unverwechselbare Persönlichkeit der Lehrenden eine allgemeine Methodenwahl unmöglich macht, von der individuellen Situation in der Klasse ganz abgesehen. Das Ziel ist eine Verbesserung des Lernens der Schüler. Ihm hat alles andere zu dienen.

Hartmut Köhler
 

[zurück] Stand: 28.4.2002
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Letzte Änderung: 03.05.2007