Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/faecher/mnt/neue_medien/praes/folie.html, Stand 13. Feb. 2012
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Die Hauptgründe für die Verbreitung des Overheadprojektors
- im Vergleich zur Tafel - dürften wohl die Möglichkeiten sein,
Folien schneller präsentieren, bunter gestalten, genauer zeichnen,
größer darstellen zu können.
Im Notebook, kombiniert mit Beamer eröffnen sich weitere Möglichkeiten.
In ein paar Millisekunden zur nächsten Folie, 16 Millionen Farben,
2 Millionen Pixel und eine Projektionsfläche von über 200m²
übertreffen traditionelle Möglichkeiten bei weitem. Mit Sicherheit
lassen sich diese Möglichkeiten auch zu einem besseren Unterricht
nutzen, jedoch hat der Laptop noch weitere Vorzüge, die seinen
Einsatz im Unterricht begründet:
Ordnungs-, Verwaltungs- und Ablagesystem
Der Lehreralltag mit Folien sieht oft so aus, dass eine Folie erstellt
und diese nach dem Einsatz abgeheftet wird. Nicht selten füllen die
Folien mehrere Aktenordner. Sortiert wird nach Fächern oder Klassen.
Nicht selten gerät hierbei eine Folie in Vergessenheit, vor allem
dann, wenn plötzlich nicht mehr fächerspezifisch, sondern fächerübergreifend
unterrichtet wird.
Der Laptop bietet die Möglichkeit, Titel sowie Inhalt der Folien
nach Stichwörtern sekundenschnell zu durchsuchen. Ähnliche
oder themenverwandte Folien können miteinander verknüpft werden,
so dass nicht nur eine bestimmte Folie schnell wiedergefunden werden
kann, sondern zugleich Alternativen und Anknüpfungspunkte aufgezeigt
werden können. Durch den geringen Speicherbedarf ist es möglich,
mehrere tausend Folien auf einer CD zu speichern, so dass sowohl im
Lehrerzimmer, wie auch bei den Lehrerinnen und Lehrern zu Hause wieder
mehr Raum für Neues entsteht.
Korrekturmöglichkeiten
Wird eine Folie bearbeitet, so wird sie entweder, wenn auch veraltet,
wiederbenutzt oder sie wird notdürftig mit Nagellackentferner, Taschentuch
und Folienstift korrigiert oder weggeworfen und neu gestaltet. Im Unterricht
selbst kann die Folie zwar ergänzt werden, aber grundlegend umgestaltet
werden kann sie nicht.
Der Laptop hingegen bietet jederzeit die Möglichkeit, z.B. Textteile
zu verschieben, hinzuzufügen und zu entfernen. Dies verbessert nicht
nur den optischen Eindruck, den die Folie hinterlässt, sondern kann
auch in der Nachbereitung der Unterrichtsstunde Zeit einsparen, da Arbeitsergebnisse
im Zusammenhang mit der Folie unmittelbar umgesetzt werden können.
Folienfilm
Bisher war der Folienfilm grundsätzlich verpönt. Meist deshalb,
weil er zu viele Informationen in zu kurzer Zeit bot. Durch den Computereinsatz
wird auch der Folienfilm wieder in ein neues Licht gerückt. Es macht
oftmals Sinn auf eine Folie weniger Informationen zu packen. Bei konstantem
Hintergrund und nur geringfügige Änderungen auf der Folie wird
die Menge der Folien beim Vortrag nicht wahrgenommen. Durch den Folienwechsel
per Knopfdruck, der nicht einmal unmittelbar am Laptop durchgeführt
werden muss, vergeht kaum Zeit zum Folienwechsel und es entstehen auch
keine störenden Nebeneffekte, wie z.B. weißer Fleck, Geräusche
durch Weglegen und Auflegen der Folien, Schärfe und Position korrigieren.
Zudem besteht beim Laptop die Möglichkeit, die Grenzen zwischen Folien
und Film zu verwischen. Durch Animationen und Bildübergänge
lassen sich Effekte und Vorgänge hervorheben. Hier sollte man jedoch
besonders darauf achten, nur Wichtiges herauszuheben und nicht die Möglichkeiten
eines Präsentationsprogramms demonstrieren, da sonst die Effekte
vom Inhalt ablenken könnten.
Beispiel eines einfachen Folienfilms:
Ansicht