Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/faecher/physik/gym/nm/video/didaktik/, Stand 19. Jun. 2013
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Bisher nicht Messbares wird messbar!
Wenn Sie die Auswertung selbst nachvollziehen wollen, lesen Sie das Blatt Praktikumsversuche (Ende dieser Seite)! EinleitungNeuerdings gibt es mit der digitalen Videoanalyse einen einfachen Weg, die Schüler mit dem Mechanikunterricht zu überzeugen und sogar zu begeistern. Die Methode wurde in den 90er Jahren an verschiedenen amerikanischen und deutschen Universitäten entwickelt, ist aber erst jetzt für Schulen wirklich bezahlbar geworden, seit digitale Videokameras für einige Hundert € zu haben sind. Besonderes Gewicht hat dies, weil der bisherige Physikunterricht die Schüler nicht nachhaltig zu überzeugen scheint, dass unsere Experimente und Erklärungsmodelle ihre eigene Wirklichkeit betreffen. Eine ausführliche Begründung gibt der Artikel(Claus Meyer-Bothling: Neue Medien Hilfe oder Hindernis, Lehren und Lernen 10/2001), dessen Das PrinzipDas Prinzip der DiVA ist einfach: Eine Bewegung wird mit einer Videokamera aufgenommen und auf einen Computer überspielt. Das digitale Video kann nun mit einem Hilfsprogramm ausgewertet werden, d.h. der untersuchte Punkt wird von Bild zu Bild durch Anklicken mit der Maus identifiziert. Das Ergebnis der Auswertung ist eine Tabelle von Wertepaaren, die Ort und Zeit des relevanten Punktes wiedergeben.Die Wertepaare können nun mit üblichen Programmen weiter verarbeitet, also beispielsweise als Orts-Zeit-Diagramm oder Geschwindigkeits-Zeit-Diagramm dargestellt werden. Für eine quantitative Auswertung müssen die Bildrate, sowie eine Länge im Bild bekannt sein, aber alle Detailarbeit lässt sich an den Rechner delegieren.Das Erstellen eines s-t-Diagrammes, traditionell ein langwieriger Vorgang, ist damit zu einer einfachen Vorbereitung geworden. Der Schwerpunkt verlagert sich auf die Interpretation der Diagramme und auf das Verständnis bzw. die Verfeinerung des Experimentes, d.h. auf die eigentliche Physik.Ein Mechanikkurs mit DiVAEin Mechanikkurs, der Videoanalyse einsetzt, braucht grob gesagt drei Phasen.
Bezug zum LehrplanEin
möglicher Mechanikkurs
nach bisherigem Lehrplan (Bildungsplan) wird Auch nach dem zukünftigen Lehrplan (Standard) gibt es viele Gelegenheiten, die Videoanalyse einzusetzen. Geeignete Themen sind:
Auch die Leitgedanken und Kompetenzen des Standards lassen sich mit der Videoanalyse in wesentlichem Umfang verwirklichen. Dies wird an zwei Aufgaben beispielhaft dargestellt: Insbesondere in der zweiten Aufgabe wird deutlich, dass die Videoanalyse nicht nur in der Physik, sondern auch in fächerverbindenden Themen aus Physik und Sport, Physik und Biologie, Natur und Technik, ... eingesetzt werden kann. Folgen für den UnterrichtDie DiVA ist nicht nur eine Messmethode, sondern sie hat darüber hinaus Wirkungen auf den Unterricht:
PraktikumOb
Sie die Videoanalyse im Unterricht oder auf einer Fortbildung einsetzen,
hier ist eine Reihe von Vorschlägen für Claus
Meyer-Bothling, |
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