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Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/faecher/religion/gym/fb7/2_curric/, Stand 22. Jan. 2017

Landesakademie für Fortbildung und Personalwentwicklung an Schulen
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Beispielcurricula


Ich gehe mit dir! – Abraham
Geschichten vom Anfang der Welt
Steig vom Baum herab!
Im Anfang war das Wort
Du sollst dir kein Bild machen
Wo zwei oder drei …
Ich gehe mit dir! – Rut
Fragen? Fragen!
Dein Leben sei ein Fest


1. Du bist willkommen  ca. 12 Std.
Die Unterrichtseinheit trägt der Anfangssituation in einem neuen Schul- und Klassenverbund Rechnung. Ihr Ziel ist es, den Einzelnen zu stärken, aber auch die Gemeinschaft zu fördern. Sinnvoll ist eine Absprache mit dem Klassenlehrerteam über gemeinschaftsbildende Maßnahmen. Der Titel der Unterrichtseinheit ist Programm, er weist darauf hin, dass die Schülerinnen und Schüler mit ihren Stärken, aber auch mit ihren Schwächen akzeptiert und wertgeschätzt werden sollen. Dies ist Voraussetzung, dass das Zusammenleben gelingen kann. Aufgabe des Religionsunterrichts ist es, den spezifisch christlichen Beitrag zu diesem Gelingen aufzuzeigen: das biblische Menschenbild als Grundlage der Personwürde und die biblischen Wegweiser für ein Handeln in der Verantwortung gegenüber den Mitmenschen.
Die Unterrichtseinheit bezieht sich schwerpunktmäßig auf die Leitperspektive Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt (BTV).
Prozessbezogene Kompetenzen Inhaltsbezogene Kompetenzen Konkretisierung,
Vorgehen im Unterricht
Ergänzende Hinweise, Arbeitsmittel, Organisation, Verweise
Die Schülerinnen und Schüler können 2.1.2 Situationen erfassen, in denen Fragen nach Grund, Sinn, Ziel und Verantwortung des Lebens aufbrechen
2.1.4 ethische Herausforderungen in der individuellen Lebensgeschichte sowie in unterschiedlichen gesellschaftlichen Handlungsfeldern erkennen 2.2.4 biblische […] Zeugnisse christlichen Glaubens methodisch angemessen erschließen 2.3.1 die Relevanz von Glaubenszeugnissen und Grundaussagen des christlichen Glaubens für das Leben des Einzelnen und für die Gesellschaft prüfen 2.4.1 Kriterien für einen konstruktiven Dialog entwickeln und  in dialogischen Situationen berücksichtigen
2.4.4 die Perspektive eines anderen einnehmen und dadurch die eigene Perspektive erweitern.
Die Schülerinnen und Schüler können
3.1.1 (1) ausgehend von ihren Stärken und Schwächen – auch im Umgang mit anderen – sich mit den Fragen „Wer kann ich sein?“ und „Wer will ich sein?“ auseinandersetzen
3.1.1 (2) darstellen, wie sie und andere mit Erfahrungen von Gelingen und Misslingen umgehen.
Sich der eigenen Stärken bewusst werden, aber auch eigene Schwächen und Grenzen und das Angewiesensein auf andere wahrnehmen und akzeptieren:
Welche Stärken habe ich? Was fällt mir leicht, was fällt mir schwer? Was würde ich gerne können? Was können andere, was ich nicht kann? Warum kann ich nicht mit jedem?
Wie mit Grenzen umgehen?
Zum Beispiel Helen Keller, Samuel Koch.
3.1.1 (3) anhand von biblischen Texten erläutern, dass der Mensch aus christlicher Sicht Geschöpf Gottes ist (zum Beispiel Gen 1,27 und Gen 2,4b–25; Ps 8; Ps 139,13–16) Psalm 8 oder 139,13–16: Zentrale Aussagen über den Menschen herausarbeiten und gestalterisch umsetzen Gespräch über die These: „Das Evangelium sagt: Du bist nicht ok. und das ist ok.!“ (Richard Rohr). Anknüpfung an Gen 1 (siehe Grundschule)
Kreative Textarbeit; zum Beispiel Rezitationsinterpretation
Psalmen vertonen (tRU 9) Theologisieren.
3.1.1 (4) entfalten, was es bedeutet, dass der Mensch nach biblischer Auffassung ein Gemeinschaftswesen ist. Ausgehend von Gen 2 herausarbeiten, dass der Mensch als Individuum auf andere Menschen angewiesen ist, sich in Beziehungen verwirklicht und Beziehungen ihn zugleich verpflichten: Woran erkenne ich, dass ich auf andere angewiesen bin und dass andere auf mich angewiesen sind? Was nehme ich am anderen wahr? Werde ich dem anderen gerecht? Wie sieht die Welt aus der Perspektive eines anderen aus? Wie können wir zusammen finden? Was gewinnen wir? Übungen zur Teambildung, Interaktionsspiele, Turmbauprojekt.
3.1.2 (4) die Bedeutung der Goldenen Regel (Mt 7,12) und des Gebots der Nächstenliebe (Lev 19,18; Lk 10,27) für den Umgang miteinander entfalten. Unterschiede zwischen folgenden Aussagen aufzeigen:
„Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu!“
„Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen.“
(Mt 7,12)
Ausgehend von Lev 19,18 diskutieren, wer mein Nächster ist und wie ich mich ihm gegenüber verhalten soll.
Wer ist mein Nächster – auch meine Mitschülerinnen und Mitschüler?
Wie erklärt sich der Zusammenhang von Selbstliebe, Nächstenliebe und Gottesliebe (Lk 10,27)?
       
  3.1.2 (2) an Beispielen aus Schule und Lebensumfeld darstellen, unter welchen Bedingungen menschliches Zusammenleben gelingen oder zu Konflikten führen kann
3.1.1 (5) Formen der Verständigung und eines gerechten Ausgleichs im eigenen Umfeld begründet entwerfen (zum Beispiel Klassenrat, Streitschlichtung)
3.1.2 (5) Regeln entwickeln, um mit Konflikten in Schule und ihrer Lebenswelt gewaltfrei umzugehen
3.1.1 (6) sich damit auseinandersetzen, wie sich das Verhalten im Schulleben verändern kann, wenn die christliche Sicht vom Menschen als Geschöpf und Gemeinschaftswesen beachtet wird.
Es ist nicht leicht, miteinander auszukommen: Wie kann ich mit meinen Fähigkeiten und Aufgaben, die ich übernehme, zum Wohl der Klassengemeinschaft beitragen?   Keiner darf verloren gehen
Verschiedenheit als Chance und Aufgabe.
Klassenrat; Kooperation mit dem Mediationsteam der SchuleUnterschiedliche Herkunft, Kultur und Religion
Inklusion und Integration im Klassenverband.

G8 Beispielcurricula 2 k 5_6: Herunterladen [doc][128 KB]

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Letzte Änderung: 14.07.2016