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Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/faecher/religion/gym/fb7/5_abra/, Stand 20. Jan. 2017

Landesakademie für Fortbildung und Personalwentwicklung an Schulen
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Umsetzungsbeispiel Abraham


Hinweise
1. Doppelstunde
2. Doppelstunde
3. Doppelstunde
4. Doppelstunde
5. Doppelstunde
Arbeitsblätter 1/2
Arbeitsblätter 3/4
Arbeitsblätter 5/6/7/8

Umsetzungsbeispiel Abraham (Sek.I)

1.  Allgemeine theologische und didaktische Aspekte

Im Sinne der historisch-kritischen Bibelwissenschaft ist es nicht möglich in der biblischen Erzähltradition um Abraham historische Details zu beschreiben. Die Hypothesen für eine zeitliche Zuordnung bewegen sich dementsprechend in der Zeitspanne von 2200 vChr bis 1200 vChr. In den Erzählungen werden inhaltlich die Erfahrungen mit Gott dargestellt und weitergegeben. Sie sind auch für unser Leben exemplarisch und eignen sich u.a. besonders für einen prozesshaften Ansatz nachhaltigen Lernens. Gerade mit den Gegensatzpaaren Verheißung und Erfüllung bzw. Glaube und Zweifel bildet sich ein Spannungsbogen, der Abraham zu einer Person werden lässt, mit der man sich identifizieren kann. Sein Leben stellt den „Weg eines Suchenden“ (C.M. Martini) dar und ist geleitet von den zwei existentiellen Dauerfragen: Wer bin ich? Und wer ist dieser Gott für mich?

Für die unterrichtliche Bearbeitung (in der Orientierungsstufe) gehen wir davon aus, dass seine Heimat tatsächlich in Ur gelegen hat, also jenem Grenzgebiet, das zwischen Steppe und Kulturland liegt und für einen Nomaden typisch war. Damit verorten wir die Abrahamserzählung auch im sog. ‚Fruchtbaren Halbmond‘, der elementar ist für weitere biblische Bezüge und mehr ist als eine bloße Ortsangabe, sondern wie ‚Ägypten‘ oder ‚Babylon‘ gleichsam ein geprägtes theologisches Stichwort darstellt für die Zeit und Erfahrungen der Patriarchen. Versinnbildlicht wird darin auch die ‚Weg-Metapher‘ konstitutiv eingebunden, ein ‚Weg‘, der durch sein Ziel bestimmt ist: Gott will bei uns ankommen. Abraham erfährt Gott als jemanden, der in alltäglichen Lebenssituationen vorkommt, der ansprechbar ist – mit dem man sogar verhandeln kann -, der nicht in einem Tempel residiert, sondern der mitgeht auf jedem Weg.

Die Abrahamsgeschichte ist also eine Reifungsgeschichte, die geradezu angelegt ist für „prozesshafte Kompetenzorientierung“. Sie erzählt vom Ringen eines Menschen um seine konkrete Lebensgestalt, sie thematisiert seine inneren und äußeren Auseinandersetzungen, sie zeigt Chancen und Konflikte auf, sie stellt die Frage nach gelingendem Glück („Segen“). Die Hinführung zu Abraham als Identifiationsfigur geschieht, mit Blick auf die SuS der Orientierungsstufe, beschränkt auf Gen 12; 15; 18.  Dem Gedanken des aufbauenden nachhaltigen Lernens, tragen die philosophischen und theologischen Fragen Rechnung, die das Gottesbild angesichts Gen 22 thematisieren und in der Kurstufe angesiedelt sind. Im Rahmen der unterrichtlichen Behandlung in Sek. I bleibt dies außen vor.


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Letzte Änderung: 18.07.2016