Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/faecher/spanisch/nm/hoerverstehen/, Stand 26. May. 2012
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Hörspiele
Aufnahmen von Mitschülern
Insbesondere die Begegnung mit lateinamerikanischen Ländern erhält
durch die entsprechenden Hörquellen eine neue Authentizität. Varietäten
des Spanischen sowie entsprechende Soziolekte (z.B. Jugendsprache, Politikersprache,
Spanglish) werden durch die Lernenden „erhört“ und erfahrbar.
Die Kultur und Geschichte eines Landes kann von einem Hörerlebnis aus
aufgerollt werden. Dies meint z.B. Rückschlüsse auf Lebensgewohnheiten
und soziale Verhältnisse ausgehend von einer detaillierten Analyse
der Werbung, Begegnung mit der Geschichte durch heutige politische oder
soziale Konflikte, die in den Nachrichten erscheinen.
In dieser Herangehensweise werden die Lernenden besonders gefordert. Sie
erhalten nicht die Fakten eines Landes in chronologischer Reihenfolge, sondern
sie werden selbst zu Forschenden, die eventuell zusätzlich einen Transfer
von einem anderen Land, das sie bereits besser kennen, leisten müssen.
Diese Arbeits- und damit Lernweise entspricht den heutigen Anforderungen
der Bildungsstandards und ist für die Jugendlichen durchaus motivierend.
Binnendifferenzierung innerhalb der Lerngruppe, Übernahme von Verantwortung
für die Bearbeitung einzelner Fragen und Aspekte, sowie kritische Auseinandersetzung
mit Medieninhalten sind Grundlagen für diese Arbeitsweisen.
Sinnvoll gestaltete Hörverstehensübungen werden von den Lernenden
in ihrem eigenen Arbeitsrhythmus durchgeführt. Hilfreich ist dabei
ein interaktives Arbeitsblatt, auf dem die Lernenden kurze Hörsequenzen
nacheinander abarbeiten können. Es bietet sich an, dass dabei Regeln
befolgt werden, die mit der Lernergruppe vereinbart werden, z.B. Stichworte
zum gehörten Thema auf Deutsch oder Spanisch, Beantwortung von vorgegebenen
Fragen, Global- oder Detailverstehen. Im vorgeschlagenen Arbeitsblatt steht
eine Spalte für entsprechende Transkriptionen zur Verfügung. Eine
weitere bietet Raum für individuelle Notizen der Lernenden, seien es
Vokabeln, Ideen, Fragen, etc. Je nach Thema, kann sowohl die Erstellung
der Sequenzen als auch das entsprechende Arbeitsblatt von MitschülerInnen
erarbeitet werden. Insbesondere das Schneiden von Hörquellen in Sequenzen
ist für die Lernenden selbst ein sehr gutes Hörtraining, da die
Quelle dabei sehr oft und sehr genau abgehört wird.
Das interaktive Arbeitsblatt kann als Dokumentvorlage (.dot) abgespeichert)
Grundlage für alle folgenden Arbeitsblätter sein. Lediglich das
Schneiden der Sequenzen und die Verlinkungen im Arbeitsblatt sind für
jede Hörverstehensübung neu durchzuführen.
Eigenaufnahmen der Lernenden erfüllen verschiedene Funktionen. Es
ist auffallend, dass Lernende dabei sehr viel Ehrgeiz entwickeln, wenn sie
wissen, dass ihre Aufnahmen veröffentlicht oder zumindest wieder angehört
werden. Sie sind bereit, viel Zeit zu investieren, um eine möglichst
gute Aussprache zu erzielen.
Möglichkeiten zur Präsentation solcher Aufnahmen bieten sich durch
Elternabende oder Projekttage, die Einstellung auf die Schulhomepage oder
den Schulserver.
Aufnahmeort muss nicht immer der Computerraum sein. Durch Minidisc-Geräte
lassen sich Aufnahmen ohne großen Aufwand an allen beliebigen Orten
durchführen. Dies ist z.B. bei Landheimaufenthalten oder Schüleraustausch
sehr nützlich und unproblematisch.
Günstig ist die Verwendung von Headsets im Computerraum, die beide
Anwendungsbereiche abdecken. Für Außenaufnahmen mit Minidisc-Geräten
sind je nach Qualitätsansprüchen an die Aufnahme durchaus dieselben
Headsets ausreichend. Für besonders gute Qualität empfehlen sich
im Freien Mikrofone.
Quelle: SXC
Spanisch Gymnasium