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Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/faecher/technik/rs/cam/sicherheitsaspekte.html, Stand 13. Feb. 2012

Landesakademie für Fortbildung und Personalwentwicklung an Schulen
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Sicherheitsaspekte

 



 

Sicherheitsgerechtes Verhalten ist eines der permanenten Lernziele des Technikunterrichts und muss auch bei der Arbeit mit der CNC-Fräse Berücksichtigung erfahren. Gerade die CNC-Maschine suggeriert durch ihre perfekt erscheinende Funktion und große Präzision den Schülern ein hohes Maß an Sicherheit und lässt schnell vergessen, dass es trotz der Sicherheitsvorkehrungen (Notausschalter, Schutzschild) Gefahrenmomente gibt. Übung im Umgang mit der Maschine dient dem sicherheitsgerechten Verhalten. Routinierte Verhaltensweisen können jedoch Gefahrenquellen in sich bergen, beispielsweise das Überlesen von Handlungsanweisungen während der Startprozedur der Maschine oder das Übersehen von Fehlerquellen. Eine gute Möglichkeit die Balance zu finden, ist die Arbeit in Zweierteams. Die Schüler kontrollieren und helfen sich gegenseitig und haben zudem den Nutzen, mehr Zeit insgesamt an der Maschine zu verbringen. Dass in der industriellen Fertigung an CNC-Maschinen nicht in Zweierteams gearbeitet wird, darf unter diesen unterrichtlichen Aspekten unberücksichtigt bleiben und ist den Schülerinnen und Schülern schnell klar, wenn man die Übertragung in die Realität mit ihnen vornimmt (Thema: "Auswirkungen der computerunterstützten Fertigung"  o.Ä.).
Organisation: Ein sinnvolles organisatorisches Setting erleichtert den sicherheitsgerechten Umgang mit der CNC-Fräse. Ausreichende Beleuchtung des Arbeitsplatzes, ein übersichtliches Ordnungssystem für allen Zubehör (Werkzeug, Hörschutz, Werkstückbefestigung ), der Standort der Maschine im Technikraum und klare Regeln für die Arbeit an der Maschine sind unabdingbar. Hinweisschilder zur Sicherheit und ein am Arbeitsplatz angebrachter Ablaufplan der grundlegenden Arbeiten erleichtern den SchülerInnen das Umgehen mit der Fräse. 
Lärm: Die Lärmentwicklung ist bei der schnelldrehenden Fräse (27000 u/min) enorm hoch. Das Tragen eines Hörschutzes ist dementsprechend obligatorisch und wird von den SchülerInnen in Form eines Kopfhörers gerne akzeptiert, da mit dem "Kopfhörer" eine besondere Bedeutung der Person assoziiert wird. Ohrstöpsel werden schnell verloren und sind für den Unterricht nur wenig praktikabel.
Staub: Hat man keine gehäuseummantelte Fräse, bei der der Frässtaub innerhalb der Ummantelung abgesaugt wird, muss mit Hilfe eines externen Staubsaugers gearbeitet werden. Die Hersteller bieten einen Aufsatz hierzu an, der parallel zum Fräser mitläuft. Das Absaugen von Hand ist eine alternative Möglichkeit und muss mit einem Sichtschutz durchgeführt werden. Das an der Fräse angebrachte Schutzschild ist ausreichend. Eine Schutzbrille ermöglicht  bessere Handhabung des Staubsaugers und schützt zudem effizienter vor abgesplitterten Werkstückresten.
Fräser: Verletzungsgefahr am Fräser besteht in der Regel nur beim Ein- bzw. Ausspannen. Die SchülerInnen müssen in diesen Arbeitsphasen, in denen sie mit den Gedanken schon beim Fräsen sind, auf sorgfältiges Vorgehen hingewiesen werden. Konsequentes Üben der Arbeitsschritte (beim Werkzeugwechsel oder Aufräumen der Maschine) und gegenseitige Kontrolle im Team erzeugen Sicherheit im Umgang mit den Fräsern. Darauf bestehen, dass die Schülerinnen während dem Werkzeugwechsel den Notausschalter betätigen. Gravurstichel brechen schnell ab, wenn sie beim Festspannen aus dem Futter rutschen und auf den Koordinatentisch fallen. Ein Stück Styropor, das während dem Festspannen unter den Stichel gelegt wird, verhindert auf einfache Weise das Abbrechen der Spitze.
Werkstück: Ein sicheres Einspannen des Werkstücks kann mittels spezieller Schraubstöcke erfolgen, die nur eine Spannbacke bewegen und somit den Nullpunkt des Werkstücks beim Zudrehen nicht verschieben (Firma Weba / 64924 Waldbrunn). Andere Möglichkeiten sind Doppelklebeband oder Exzenterspanner, die je nach Werkstückart für eine sichere Befestigung des Werkstücks auf dem Koordinatentisch sorgen. Den SchülerInnen muss in jedem Fall bewusst sein, dass in mangelnder Werkstückbefestigung eine Gefahr für das Gelingen des Werkstücks zu sehen ist.



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Letzte Änderung: 10.06.2005