| Sicherheitsgerechtes
Verhalten ist eines der permanenten Lernziele des Technikunterrichts und
muss auch bei der Arbeit mit der CNC-Fräse Berücksichtigung
erfahren. Gerade die CNC-Maschine suggeriert durch ihre perfekt erscheinende
Funktion und große Präzision den Schülern ein hohes Maß
an Sicherheit und lässt schnell vergessen, dass es trotz der Sicherheitsvorkehrungen
(Notausschalter, Schutzschild) Gefahrenmomente gibt. Übung im Umgang
mit der Maschine dient dem sicherheitsgerechten Verhalten. Routinierte
Verhaltensweisen können jedoch Gefahrenquellen in sich bergen, beispielsweise
das Überlesen von Handlungsanweisungen während der Startprozedur
der Maschine oder das Übersehen von Fehlerquellen. Eine gute Möglichkeit
die Balance zu finden, ist die Arbeit in Zweierteams. Die Schüler
kontrollieren und helfen sich gegenseitig und haben zudem den Nutzen,
mehr Zeit insgesamt an der Maschine zu verbringen. Dass in der industriellen
Fertigung an CNC-Maschinen nicht in Zweierteams gearbeitet wird, darf
unter diesen unterrichtlichen Aspekten unberücksichtigt bleiben und
ist den Schülerinnen und Schülern schnell klar, wenn man die
Übertragung in die Realität mit ihnen vornimmt (Thema: "Auswirkungen
der computerunterstützten Fertigung" o.Ä.). |
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Organisation:
Ein sinnvolles organisatorisches Setting erleichtert den sicherheitsgerechten
Umgang mit der CNC-Fräse. Ausreichende Beleuchtung des Arbeitsplatzes,
ein übersichtliches Ordnungssystem für allen Zubehör (Werkzeug,
Hörschutz, Werkstückbefestigung ), der Standort der Maschine
im Technikraum und klare Regeln für die Arbeit an der Maschine sind
unabdingbar. Hinweisschilder zur Sicherheit und ein am Arbeitsplatz angebrachter
Ablaufplan der grundlegenden Arbeiten erleichtern den SchülerInnen
das Umgehen mit der Fräse. |
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Lärm:
Die Lärmentwicklung ist bei der schnelldrehenden Fräse (27000
u/min) enorm hoch. Das Tragen eines Hörschutzes ist dementsprechend
obligatorisch und wird von den SchülerInnen in Form eines Kopfhörers
gerne akzeptiert, da mit dem "Kopfhörer" eine besondere Bedeutung
der Person assoziiert wird. Ohrstöpsel werden schnell verloren und
sind für den Unterricht nur wenig praktikabel. |
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Staub: Hat
man keine gehäuseummantelte Fräse, bei der der Frässtaub
innerhalb der Ummantelung abgesaugt wird, muss mit Hilfe eines externen
Staubsaugers gearbeitet werden. Die Hersteller bieten einen Aufsatz hierzu
an, der parallel zum Fräser mitläuft. Das Absaugen von Hand
ist eine alternative Möglichkeit und muss mit einem Sichtschutz durchgeführt
werden. Das an der Fräse angebrachte Schutzschild ist ausreichend.
Eine Schutzbrille ermöglicht bessere Handhabung des Staubsaugers
und schützt zudem effizienter vor abgesplitterten Werkstückresten. |
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Fräser:
Verletzungsgefahr am Fräser besteht in der Regel nur beim Ein- bzw.
Ausspannen. Die SchülerInnen müssen in diesen Arbeitsphasen,
in denen sie mit den Gedanken schon beim Fräsen sind, auf sorgfältiges
Vorgehen hingewiesen werden. Konsequentes Üben der Arbeitsschritte
(beim Werkzeugwechsel oder Aufräumen der Maschine) und gegenseitige
Kontrolle im Team erzeugen Sicherheit im Umgang mit den Fräsern.
Darauf bestehen, dass die Schülerinnen während dem Werkzeugwechsel
den Notausschalter betätigen. Gravurstichel brechen schnell ab, wenn
sie beim Festspannen aus dem Futter rutschen und auf den Koordinatentisch
fallen. Ein Stück Styropor, das während dem Festspannen unter
den Stichel gelegt wird, verhindert auf einfache Weise das Abbrechen der
Spitze. |
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Werkstück:
Ein sicheres Einspannen des Werkstücks kann mittels spezieller
Schraubstöcke erfolgen, die nur eine Spannbacke bewegen und somit
den Nullpunkt des Werkstücks beim Zudrehen nicht verschieben (Firma
Weba / 64924 Waldbrunn). Andere Möglichkeiten sind Doppelklebeband
oder Exzenterspanner, die je nach Werkstückart für eine sichere
Befestigung des Werkstücks auf dem Koordinatentisch sorgen. Den SchülerInnen
muss in jedem Fall bewusst sein, dass in mangelnder Werkstückbefestigung
eine Gefahr für das Gelingen des Werkstücks zu sehen ist. |