Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/kompetenzen/gestaltung/forum_m_g/08_produktgestaltung/08_2_basics/08_21/index.htm, Stand 26. May. 2012
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Strukturiertes Analysieren und Planen

Da Gestaltung nur als Prozess verstanden werden kann, müssen die Schüler
zunächst Prozess-Strukturen kennen lernen. Dies kann dadurch geschehen,
dass die Schüler gleich ins kalte Wasser springen und ein Projekt bearbeiten.
Der Nachteil besteht allerdings darin, dass vom Lehrer zu viele Strukturvorgaben
gemacht werden müssen, die die Schüler als selbstverständlich
hinnehmen und kaum verinnerlichen.
Es hat sich gezeigt, dass es besser ist, wenn Prozess- und Lösungsstrukturen
vor den Projekten besprochen werden. Dazu bieten sich mit entsprechenden Beispielen
Gestaltungsprozesse an:
„Welche Schritte müssen unternommen werden, um zu diesem oder jenem
Produktergebnis zu gelangen?“
Parallel zu diesem synthetischen Vorgehen bieten sich analytische Techniken
an: Bewährt haben sich Fallstudien zu einfachen Haushaltsgeräten und
Schülerutensilien : anhand einer definierten Zielgruppe sind Anforderungen
an ein bestimmtes Produkt zu erarbeiten, und zwei bis drei unterschiedliche
Ausführungen dieses Produktes sind an diesen Anforderungen zu überprüfen.
Bei diesen Übungen sollte ein Exkurs über systemorientiertes Gestalten
durchgeführt werden. Ein anschließendes Projekt kann unter Bezugnahme
auf die angesprochenen Lösungsstrukturen mit größerer Schüler-Selbstständigkeit
durchgeführt werden.