Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/kompetenzen/gestaltung/forum_m_g/09_mediengestaltung/09_2_basics/09_22/, Stand 25. May. 2013
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Im Umgang mit Offline-Produkten wie CDs oder DVDs und im Online-Bereich Intranet oder Internet haben wir es täglich mit Produktionen zu tun, welche uns die gesuchten Informationen schnell zugänglich machen oder eben auch mit Barrieren, welche uns diese Informationsbeschaffung erschweren oder gar unmöglich machen, da wir resigniert abbrechen.
Eine sinnvolle Gestaltung berücksichtigt daher nicht nur emotionale Bindungen und formale Kriterien wie Layout, Typografie, Farbgebung, Gliederungselemente, Logos usw., sondern rückt zwangsläufig die Ergonomie in den Vordergrund. Neben den ergonomischen Kriterien wie Lesbarkeit (zielgruppen-gerechte Informationsaufbereitung, Schrift- und Farbwahl), Wiedererkennung (Logos), Eindeutigkeit (Grafiken) ist in allen Online- und Offline-Medienproduktionen die Navigation besonders wichtig. Aus diesen Gründen müssen die Benutzer und deren Erwartungen und Fähigkeiten im Mittelpunkt stehen und nicht die technischen Features, welche uns moderne Programme zur Medienproduktion bieten.
In diesem Zusammenhang möchten wir Sie auf folgende Artikel hinweisen:
„Von Sinnen – Wenn Medien in die Hose gehen“
Auch für den Unterricht interessante Negativbeispiele (Von Schülerinnen
und Schülern analysieren lassen!) zu multimedialen Produktionen finden
Sie in dem Artikel „Von Sinnen – Wenn Medien in die Hose gehen“
der Zeitschrift c’t 19/200 S.198ff. Diesen Artikel finden Sie samt den
Abbildungen auch im Internet
http://www.heise.de/ct/00/19/198/.
„Klick-Collage – Gestalten für Multimedia“
Im darauffolgenden Artikel c´t 10/2000 S. 202 ff. werden Maßnahmen
erläutert, um Fehler in der Gestaltung von Multimediaproduktionen zu vermeiden.
Ergänzend werden mit Hilfe von Abbildungen entsprechende Beispiele aufgezeigt.
Im Texteinschub mit den Thema „Phosphor statt Papier“ wird auf Gestaltungsunterschiede
von Print- und Screen-Produktionen eingegangen. Der Einschub „Ein Knopf
ist ein Knopf ist ein Knopf?“ geht auf die Erstellung von Buttons und
der Visualisierung der Funktionalität ein.
„Designertricks – Tips zur besseren Gestaltung von Webseiten“
Der Beitrag aus der c’t 13/1997 S.246 ff. beschäftigt sich schwerpunktmäßig
mit der Benutzerfreundlichkeit von Web-Seiten und hat auch heute nicht viel
an Aktualität verloren. Selbst der Aspekt der Dateigrößen und
den damaligen geringen Übertragungsbandbreiten hat mit den heutigen größeren
Übertragungsraten, aber verstopften Leitungen immer noch Bedeutung.
Anhand der aufgeführten Kriterien zur Gestaltung von Web-Seiten wird vor
allem Wert auf die Benutzerfreundlichkeit (Usability) gelegt. Viele wichtige
Gestaltungsregeln bezüglich der Benutzerfreundlichkeit werden angesprochen
und erklärt.
Der Texteinschub „Praxistip für Webmaster: Der eigene Usability-Test“
kann als Anregung dienen, mit Schülerinnen und Schülern einen derartigen
Test zur Erarbeitung von Kriterien der Benutzerfreundlichkeit durchzuführen.
„Kommunikationskiller – Was Besucher von Websites vertreibt“
Der Beitrag in der c’t 03/2004 S.70ff. beschreibt anhand negativer Beispiele
Kommunikationsbarrieren auf Internetseiten und zeigt im Vergleich positive Internet-Seiten.
Die Kommunikationsbremsen können oft durch kleine Maßnahmen technischer
oder psychologischer Art vermieden werden, müssen dann allerdings bereits
bei der Gestaltung von Internetseiten beachtet werden. Gute Gestaltung geht
nicht nur auf die formalen Elemente einer Website (wie Layout, Typografie, Grafik,
Fotos, Farbgebung), sondern auch auf deren Konzeption ein. Eine gelungene zielgruppengerechte
Gestaltung berücksichtigt eben auch die Navigation, die Struktur der Website
und die sprachliche Aufarbeitung der Inhalte.
Da der Artikel relativ neu ist, müssten die dort angegebenen Links noch
aktuell sein. Eine entsprechende Untersuchung dieser Seiten durch Schülerinnen
und Schüler zur Erarbeitung von Kriterien zur Vermeidung von Kommunikationsbarrieren
bietet sich an.
Leider stehen die drei letztgenannten Artikel nicht im Netz, so dass der Gang
in die Bibliothek nicht erspart bleibt. Die Artikel sind auch über den
Heise-Verlag unter
http://www.heise.de/abo/ct/artikel.shtml
erhältlich.
Thomas Stauss, Gewerbliche Schule Schwäbisch Gmünd