Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/kompetenzen/gestaltung/layout/printdesign/, Stand 13. Feb. 2012
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Typographie und Layout verfolgen gleichzeitig ein doppeltes Ziel, nämlich
das der optimalen Lesbarkeit und das der ästhetischen Schönheit. Ein
Text soll also gut lesbar und zugleich im ästhetischen Sinne schön
sein. Bei der Gestaltung sollten die didaktisch-informationelle Absicht und
das künstlerisch-gestalterische Anliegen parallel verfolgt werden, denn
ein schlecht lesbarer Text wird kaum ästhetisch schön sein, wie umgekehrt
ein schön gestaltetes Dokument, nicht nur schön, sondern auch gut
lesbar sein sollte.
Ein gelungenes, zeitlich sehr frühes Beispiel für das Zusammenfallen
von Lesbarkeit und Ästhetik ist die Hypnerotomachia Poliphili von 1499.
Die reich illustrierte Erstveröffentlichung von 1499 in Venedig in der
Druckerwerkstätte des berühmten Verlegers Aldus Manutius zählt
zu den absoluten Höhepunkten der frühen Buchdruckkunst. Wegen der
Verwendung der venezianischen Renaissance-Antiqua-Type sowie kunstvoller Schmuckinitialen
gilt sie als hochbedeutsames typographisches
Meisterwerk
. Ebenso gelten die
172
Holzschnittillustrationen
,
welche stark an die Schule des Andrea Mantegna sowie an Gentile Bellini erinnern,
als ein Kompendium der Allegorieschöpfung und Antikenrezeption des Quattrocentos.
Quelle: http://iasl.uni-muenchen.de/links/tipp9-10.htm
