Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/kompetenzen/medien/lernen/lernformen.htm, Stand 26. May. 2012
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Multimedia-Fertigkeiten ermöglichen erweiterte Lernprozesse, regen an, fördern und dienen der Gestaltung von Arbeitsergebnissen. Eine zunehmende Selbstgestaltung des Lernprozesses mit Unterstützung der neuen Medien ist das Ziel.
Lernarrangements wie das
Gruppenpuzzle, welches den
folgenden Ausführungen zu Grunde liegt, können Prozesse initiieren, die in die
angesprochene Richtung zielen. Mit ihm können geschlechtsspezifische
Unterschiede, unterschiedliche Leistungsgruppen, Raumverhältnisse und
Computerausstattungen berücksichtigt und ausgeglichen werden. Einer der
wichtigsten Vorteile ist jedoch der Austausch von aufgearbeiteten Informationen
an die Mitschüler durch die Expertengruppen, der Rollentausch vom Experten zum
Stammgruppenmitglied und das neue, partnerschaftliche Lehrer-Schüler-Verhältnis,
welches durch die Arbeit mit den neuen Medien gefördert wird.
Gelingt ein selbstgestalteter Lernprozess, dies schließt variable Lernwege ein, wird im günstigen Fall damit für die Lernerin und den Lerner oder die gesamte Lerngruppe ein guter Lernerfolg eintreten. Selbstorganisiertes Lernen kann durch die Möglichkeiten der digitalen Medien bei richtiger technischer und didaktischer Konzeption unterstützt werden.
Wo und wie können die digitalen Medien den Unterricht unterstützen?
Diese entscheidende Frage lässt sich nur beantworten, wenn diese Medien wirklich in den Unterrichtsprozess integriert sind, eine inhaltliche Funktion haben und von der Lehrerin oder dem Lehrer geschickt eingebaut werden. Dies setzt auf der Seite des Unterrichtenden eine hohe Medienkompetenz voraus um zu entscheiden, an welcher Stelle im Unterricht und auf welche Art neue Medien eingesetzt werden. Hier ist nicht vom Fachlehrer die Rede, der in Fächern und Schularten unterrichtet, die sich von ihrem Zuschnitt her sich sowieso mit diesen Medien beschäftigen, sondern von den Lehrerinnen und Lehrern, die im Fachunterricht, fächerverbindend oder in einem Jahrgangstufenprojekt die neuen Medien in den Unterricht integrieren, damit er inhaltlich bereichert wird und die Schülerinnen und Schüler medienkompetent werden.
Es ist eine wichtige Aufgabe der Schule, Medienkompetenz zu initiieren und zu vermitteln. Dies gilt für den Umgang mit Büchern, mit Filmen und auch mit digitalen Medien. Diese gehören heute selbstverständlich zu unserer Welt, ob wir das in allen Ausformungen begrüßen oder nicht, und infolgedessen ist die Schule zwingend ein Ort, wo das Kennenlernen und der Umgang mit den Leistungen und Grenzen der neuen Medien ihren didaktischen Ort haben.

Was lernen Schülerinnen und Schüler, wenn digitale Medien und neue Lernformen sinnvoll verbunden werden?
Dies erfordert von allen am Lernprozess Beteiligten Kompetenz verschiedener Methoden und Techniken, Eigeninitiative und Kooperationsfähigkeit.