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Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/kompetenzen/projektkompetenz/bk/konservierung/, Stand 24. Jul. 2014

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Projektarbeit am 2-jährigen BK zum Thema Konservierungsstoffe in Lebensmitteln für Chemisch-Technische Assistenten (CTA)

 

Einleitung

Das Arbeiten in Projekten ist mittlerweile eine Standardmethode in vielen modernen Betrieben. Die Aufgaben, die auf Betriebe zukommen, sind mittlerweile so komplex, dass sie von „Einzelkämpfern“ nicht mehr gelöst werden können. Vielmehr werden Teilaspekte von Teammitgliedern bearbeitet, die dann zusammengesetzt eine Problemlösung darstellen.

Im bisherigen Unterricht wurde das Arbeiten in Teams nur wenig gefördert, die Schülerinnen und Schüler mussten den Stoff lernen, wiedergeben und anwenden können. Die für die Teamarbeit nötigen sozialen und kommunikativen Kompetenzen sowie gruppenspezifische Problemlösungsstrategien wurden aber zu wenig berücksichtigt.

Unter diesen Aspekten wurde das Fach „Projektarbeit“ in den Lehrplan am 2-jährigen Berufskolleg für chemisch-technische Assistenten aufgenommen.
Im Rahmen der CTA-Ausbildung muss jede Schülerinnen und jeder Schülerinnen und Schüler eine Projektarbeit anfertigen. Das Fach „Projektarbeit“ wird von drei Lehrern betreut.

Organisation und Ablauf

Die Projektarbeit gliederte sich in sieben (Arbeits-) Schritte, die über das gesamte Schuljahr verteilt wurden. Die Meilensteine stellten Aufgaben für die Schülerinnen und Schüler dar, die sie termingerecht erfüllen mussten, um eine Freigabe für den nächsten Schritt zu erhalten.

Arbeitsschritt / Link
Meilenstein
1.  Information zur Projektarbeit
-
2.  Themenfindung und Gruppenbildung
-
3.  Erstellung eines Pflichtenheftes
ja
4.  Zwischenbericht mit Präsentation
ja
5.  Praktische Arbeit durchführen
-
6.  Erstellen einer Dokumentation
ja
7.  Abschluss-Präsentation
ja

Jeder Arbeitschritt wurde den Schülern in den wöchentlichen Meetings erläutert. Alle Arbeiten konnten die Schülerinnen und Schüler eigenverantwortlich bezüglich Arbeitsplatz und -zeiten durchführen. Jegliche Form der Arbeit musste dokumentiert werden, entsprechende Protokolle wurden von den betreuenden Lehrern in einem Projektordner abgelegt.

Bei der Arbeit

Methodische Hinweise

Im Verlauf wurden drei große Blöcke mit methodischen Hinweisen abgehalten.
Im ersten Block gleich zu Beginn ging es um die Informationsbeschaffung. Den Schülerinnen und Schülern wurde richtiges Bibliografieren sowie der Umgang mit Internet-Suchmaschinen erklärt. Speziell im Umgang mit Internet-Quellen zeigten sich große Defizite, da die meisten Schülerinnen und Schüler bei „Google“ unreflektiert Begriffe eingeben und eine Vielzahl von Seiten angeboten bekommen. In der Projektarbeit lernten die Schülerinnen und Schüler auf Bildungsservern gezielt zu suchen.

Im zweiten Block, der vor der Vorpräsentation durchgeführt wurde, ging es um die richtige Präsentationstechnik. Hierbei stand der Umgang mit Powerpoint im Vordergrund. In kleinen Kurzpräsentationen (in Zusammenarbeit mit dem Deutschlehrer) wurde auch das Sprechen vor einer Gruppe trainiert.

Im dritten Block, der Anfang Februar bearbeitet wurde, ging es um die Dokumentationstechnik. Der Umgang mit „WORD“ sowie richtiges Zitieren und angeben von Quellen konnte hier geübt werden. Auch hier wurde der Deutschunterricht mit ins Projekt einbezogen.

Reflexion

Die Projektarbeit ist ein sehr dynamischer Prozess, bei dem die Lehrer häufig nicht wissen, was im Verlauf auf sie zukommt. Daher müssen sie flexibel reagieren und auch mal mehr Hilfestellung als üblich geben. Ein Controlling im Sinne von Kurskorrektur ist immer dann nötig, wenn der Lehrer beobachtet, dass sich ein Projekt in eine Richtung bewegt, die keine vernünftigen Ergebnisse mehr liefert oder wenn sich Schülerinnen und Schüler vor den Aufgaben zu drücken versuchen.

Im Verlauf der Arbeit haben Schülerinnen und Schüler gelegentlich Motivationsprobleme, da sie neben der Projektarbeit noch normalen Unterricht und Prüfungen haben. Ich denke, es ist sehr wichtig für die betreuenden Lehrer, dies zu respektieren. Natürlich gibt es Schülerinnen und Schüler, die sich in besonderem Maße in der Projektarbeit engagieren. Dennoch ist die Projektarbeit nur ein Fach unter vielen, wenn auch ein etwas anderes.

Als Lehrer bereitet mir die Betreuung von Projekten Freude, da man zu den Schülern einen sehr persönlichen Kontakt aufbaut. Das Engagement einiger (teilweise auch sonst schwächerer) Schülerinnen und Schüler zeigt mir, dass die Projektarbeit auch Talente weckt, die im normalen Unterrichtsalltag verborgen bleiben, Talente, die im modernen Betriebsalltag überlebensnotwendig sind.

Weitere Projekte aus dem Bereich BK für chemisch-technische Assistenten finden Sie unter: www.ag-chemieschulen.de

Für diesen Beitrag bedanken wir uns bei Hörner, Andreas, Carl-Engler-Schule, Karlsruhe

 

 

 

 

   

 

 






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Letzte Änderung: 08.07.2006