Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/kompetenzen/projektkompetenz/methoden_a_z/metaplan.htm, Stand 30. Jul. 2010
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Metaplan ist ein international eingetragenes Warenzeichen des gleichnamigen Unternehmens mit Sitz in Hamburg. Es setzt sich zusammen aus der griechischen Vorsilbe „meta“ und dem in mehreren Sprachen gleichlautenden Wort „Plan“. In Assoziation zum griechischen Wort „Metamorphose“ (Umwandlung) soll „Metaplan“ für einen ergebnisoffenen, partizipativen Planungsprozess stehen.
| Die Metaplan-Methode ist eine partizipative Methode, die charakterisiert ist durch die Verbindung von bestimmten Materialien und der Moderation durch geschulte Moderatorinnen und Moderatoren. |
Die klassischen Materialien der Metaplan-Methode sind:
Neuere Entwicklungen sind z. B. wolkenförmige Karten, die an Stelle der „Überschriftstreifen“ eingesetzt werden, Smiley-Karten zur Bewertung oder der Einsatz von Digitalkameras zur sofortigen Dokumentation der Arbeitsergebnisse.
Die Metaplan-Methode ist innerhalb eines Projektes einsetzbar für:
Der Ablauf oder die „Dramaturgie“ orientiert sich grundsätzlich an den verschiedenen Phasen eines Problemlöseprozesses.
Ein möglicher Ablauf könnte folgendermaßen aussehen:
| Phase | Technik | |
| 1 | Begrüßung Aufwärmen, Kennen lernen |
Begrüßung durch Moderator, Zielplakat Vorstellungsrunde Gruppenspiegel („Wer sind wir?“) Blitzlicht (Kurzbeitrag jedes Teilnehmers reihum zu seinen gegenwärtigen Gefühlen / Stimmungen) Ein-Punkt-Frage („Wie stark bin ich interessiert?“, „Was erwarte ich?“) |
| 2 | Problem- / Themenorientierung Einstieg ins Thema | Ein-Punkt-Frage („Wie wichtig
ist...?“ „Wie zufrieden bin ich mit ...?“) Tagesordnung entwickeln, Zuruf-Frage („Worüber wollen wir heute sprechen?“) Kartenabfrage Themenspeicher |
| 3 | Themen- / Problembearbeitung | Kleingruppenarbeit Kleingruppenszenario Kartenabfrage |
| 4 | Ergebnisorientierung | Tätigkeitskatalog („Was ist von wem bis wann zu tun?“) |
| 5 | Abschluss | Ein- oder Zwei-Punkte-Frage („Wie
zufrieden bin ich mit Ergebnissen / Zusammenarbeit?“) Feedback-Runde |
| 6 | Protokoll | Fotoprotokoll, Abschrift / Abzeichnung, ggf. Erläuterung |
Wichtiger Bestandteil bei diesem skizzierten Ablauf ist die Kartenabfrage.
Diese kann mit Hilfe der Metaplan-Methode wie folgt ablaufen:
| 1 | Frage stellen | Auf Packpapier notieren (oder vorbereitete Tafel einsetzen) |
| 2 | Kartenabfrage | Auf Karten schreiben (Schreibregeln, siehe unten Abbildung!) |
| 3 | Ggf. Auswahl und Sortierung nach Wichtigkeit | Falls es zu viele Karten gibt |
| 4 | Einsammeln und aufhängen | Unsortiert aufhängen, dabei Karteninhalt laut vorlesen |
| 5 | Clustern | Gruppierung der Karten, dabei Interaktion aller Teilnehmer, Überschriften zu den Clustern finden, Mehrfachnennungen übereinander hängen, offene nicht clusterbare Punkte separat hängen |
| 6 | Ergänzung und Kritik | „Was fehlt?“ Vorlesen durch Gruppe und evtl. Konkretisierung von Karteninhalten, Ergänzungen, Unwichtiges ggf. weghängen |
| 7 | Ggf. Bewertung | Punkte kleben |
Damit alle Teilnehmer während der Sitzung auf dem Fotoprotokoll alles lesen können, ist das Einhalten einiger Schreibregeln empfehlenswert:
Bei den Darstellungsformen ist der Phantasie grundsätzlich nur die Grenze der Lesbarkeit gesetzt.