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Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/kompetenzen/projektkompetenz/planung/meilensteine/netzplan.htm, Stand 30. Sep. 2016

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Netzplan


Der Netzplan ist ein Instrument zur Planung und Steuerung von Projekten. Der Netzplan zeigt auf grafische Weise die logische und zeitliche Abfolge von Teilvorgängen (Definition nach DIN 69 900).


Die Vorteile der Netzplantechnik:

Bei der Verwendung entsprechender Planungs- bzw. Projektsoftware ist der Änderungs- und Aktualisierungsaufwand relativ gering.

Bei der Planung organisatorischer Abläufe mithilfe der Netzplan-Technik geht man schrittweise vor:


1. Ermittlung der Teilaktivitäten

Das Projekt wird in einzelne Aufgaben und Aktivitäten untergliedert. Das Ergebnis ist die detaillierte Zerlegung des Projekts in einen Strukturplan. Die einzelnen Aktivitäten werden dann in einer Vorgangsliste chronologisch geordnet. Aus der Vorgangsliste sind die Anordnungsbeziehungen zwischen den Teilaufgaben, d. h. die jeweiligen Vorgänger und Nachfolger von jeder Aktivität, ersichtlich.

Projektstart 

Strukturplan für das Beispielprojekt "Kundenauftrag durchführen":

Daraus entsteht folgende

Vorgangsliste


2. Zeitplanung und Zeitanalyse

Hier wird die Dauer einer jeden Teilaktivität ermittelt und in die Vorgangsliste eingetragen. Für eine wirksame Projektbearbeitung sind Zeitangaben unerlässlich.

Bei der Zeitanalyse werden die Termine in zwei Kategorien eingeteilt. Die so genannten frühesten Termine geben jeweils den frühesten Anfang und das früheste Ende der Vorgänge an und die spätesten Termine die jeweiligen spätesten Anfangs- und Endzeitpunkte.

Dauer des Vorgangs (D)
Gesamtpuffer (GF) und
Freier Puffer   (FP)
Frühester Anfangszeitpunkt (FAZ)
Frühester Endzeitpunkt (FEZ)
Spätester Anfangszeitpunkt (SAZ)
Spätester Endzeitpunkt (SEZ)
Der früheste Endtermin mittels "Vorwärtsrechnung":
FEZ = FAZ + D
Der späteste Anfangstermin mittels "Rückwärtsrechnung":
SAZ = SEZ – D


Ergebnis ist im Fall "Kundenauftrag durchführen" eine

Vorgangsliste

Der Gesamtpuffer ist der Zeitraum, um den man eine Aktivität maximal verschieben kann, ohne die spätesten Termine seiner Nachfolger zu beeinflussen. Rechnerisch ermittelt man ihn folgendermaßen:

Gesamtpuffer eines Vorgangs:
GP = SAZ – Minimum (Nachfolger) – FEZ

Der Freie Puffer (FP) ist der Zeitraum, um den man eine Aktivität maximal verschieben kann, ohne die frühesten Termine seiner Nachfolger zu beeinflussen. Rechnerisch ermittelt man ihn folgendermaßen:

Freier Puffer eines Vorgangs:
FP = FAZ-Minimum (Nachfolger) – FEZ

Puffer

 

Der zugehörige Vorgangspfeil-Netzplan sieht nun wie folgt aus:

Netzplan 

Darstellung dieses Netzplans nach der amerikanischen Critical-Path-Method (CPM). Der kritische Pfad ist rot, die Scheinaktivität (mit gemeinsamen Anfangs- und Endereignis) gestrichelt dargestellt.
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Letzte Änderung: 04.10.2008