Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/lak/akademien/2007/09_chor/index.html, Stand 24. May. 2013
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In den Osterferien trafen sich vom 10. bis 13. April 2007 rund 70 Musiker/innen zur Fortbildung „Chor- und Orchesterpraxis“ an der Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen am Standort Comburg zur Vorbereitung der Werke der 29. meersburger sommerakademie 2007, die Ende August im Droste-Hülshoff-Gymnasium Meersburg stattfinden wird.
Unter der Gesamtleitung von Diplommusiklehrer Philipp Ahner, Kaufmännische Schule, Wangen im Allgäu erarbeiteten die Lehrgangsteilnehmer/innen sinfonische Werke und erhielten neue Impulse für die schulische Musikarbeit und den Musikunterricht. Darüber hinaus konnte durch die praktische und theoretische Auseinandersetzung mit den ausgewählten Werken die Repertoirekenntnis erweitert werden.
Thematisch wurde der Blick nach Südosten gerichtet. Im Mittelpunkt stand die „Graner-Messe“ (Missa Solemnis) von Franz Liszt. Zusammen mit dieser großartigen Messe wurden die Auftragskomposition der 29. meersburger sommerakademie „Übermalung“ von Herrn Prof. Burkhard Kinzler sowie die „Slowakischen Volkslieder von Bela Bartok einstudiert. Neben Herrn Prof. Burkhard Kinzler als Referent für Chorleitung konnten die Lehrgangsteilnehmerinnen und -teilnehmer Unterricht bei der Stimmbildnerin Frau Viola Kremzow (Mannheim) nehmen.
Für das Orchester unter der Leitung von Herrn Martin Lentz (Weimar) bildeten neben der Graner-Messe die sinfonische Dichtung „Hungaria“ von Franz Liszt, die Rumänische Rhapsody No. 2 von George Enescu sowie das Intermezzo von Horst Ebenhöh für zwei Schlagzeuger und Orchester ein anspruchsvolles Fortbildungsprogramm.
Musikwissenschaftlich fundierte Informationen lieferte die Musikwissenschaftlerin Dr. Beate Angelika Kraus (Bonn) in einem Vortag mit anschließendem Seminar. Ausgehend von der Ost-Erweiterung der Europäischen Union, die inzwischen 490 Millionen Einwohner zählt, über den Vielvölkerstaat der österreichisch-ungarischen k.&.k. Doppelmonarchie konnte ein großer Bogen gespannt werden, der das musikhistorische Denken der Teilnehmer/innen mit Blick Richtung Südosten erweitern konnte. Dabei wurden folgende Fragen beleuchtet:
Bereits Franz Liszt musste sich fragen, ob er nun Ungar, Franzose, Deutscher, Römer oder einfach ein Zigeuner sei - und gewiss war er als Europäer seiner Zeit weit voraus.
Auch in diesem Jahr bietet die Meersburger Sommerakademie Gelegenheit, neben der Erarbeitung ausgewählter musikalischer Kunstwerke der letzten anderthalb Jahrhunderte über das eigene kulturelle Verständnis nachzudenken. Sie bleibt somit nicht der (Musik-)Geschichte verhaftet, sondern will auch Impulse geben für unsere Zeit.
Zur Aufführung kommen die an der Comburg geprobten Werke in mehreren Konzerten in der Zeit vom 26. August bis zum 2. September 2007 im Rahmen der 29. meersburger sommerakademie. Nähere Hinweise finden Sie unter
hier.
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