Fünfte Follow-up Conference zum "Kooperativen Lernen" auf der Comburg
Von und mit Norm und Kathy Green zu lernen, fasziniert mich immer wieder von neuem:
- Es beginnt mit gemeinsamem Lachen („What is success? To laugh often and much“ - so beginnt auch ein Gedicht von Ralph Waldo Emerson, das Kathy einmal vorlas),
"What Is Success?
What is success?
To laugh often and much;
To win the respect of intelligent people
and the affection of children
...
To appreciate beauty;
To find the best in others ..."
Ralph Waldo Emerson
http://www.yuni.com/library/docs/651.html, 14.06.07
- es geht weiter mit vertiefenden Wiederholungen - so kann ich von Kathy noch einmal feine Details abschauen, wie sie das Kugellager, das Gespräch im „Innenkreis-Außenkreis“ anleitet, obwohl ich das doch selbst schon so häufig praktiziert habe,
- immer wieder betonen Norm und Kathy: Kooperatives Lernen kann dem bisherigen Können und der unterrichtlichen Kompetenz, die wir alle besitzen, etwas hinzufügen und soll keineswegs andere Methoden ersetzen;
- nur dadurch, dass ich buchstäblich „minutiös“ mitprotokolliere, was wir der Reihe nach tun – z.B. einzeln reflektierend, dann in Partner- oder Tischgruppengesprächen, fällt mir die sorgfältige Komposition der vorgeschlagenen Arbeitsschritte auf: Teambildende Fähigkeiten, soziale Aktivitäten und inhaltliche Aufgaben sind präzise miteinander verzahnt, sind gleich bedeutend! Dadurch gewinne ich den Eindruck, dass alles wunderbar ineinander fließt, ich mich lernend wohl fühle und erstaunt bin, dass schon wieder Kaffee- oder Mittagspause ist!
- Und Norm schafft es, unseren Lernstandard immer noch ein bisschen höher zu schrauben: so z.B. wenn er Aktivitäten zusammenfasst oder im Plenum um Ideen zur Umsetzung der Methoden in die eigene Unterrichtstätigkeit bittet. Nie bleibt es da bei einer bloßen Aufzählung: Entweder strukturiert Norm unsere Beiträge unter einem neuen Gesichtspunkt, erweitert unsere Ideen mit seinen reichhaltigen Erfahrungen oder gibt "mal schnell" eine aktuelle, klar gegliederte Kurzfassung empirischer Zusammenhänge - so beispielweise am zweiten Tag zum Thema Haltungen und Handlungen, die eine gute Schule ausmachen können. Dies erläutert Norm am Beispiel des Durham Board of Education, Ontario, einem District, in welchem er und seine Frau tätig waren. Dieser District erhielt 1996 den ersten Preis der Carl-Bertelsmann-Siftung für den Aufbau eines innovativen Schulsystems innerhalb von 10 Jahren.
- Am zweiten Tag eine Lernspirale „at its best“ – ein Film über einen ausgesprochen gut florierenden Fischstand in einer Markthalle, der sowohl was die Unternehmensphilosophie angeht, mit verschiedenen neuen Methoden ausgewertet wird, wie auch unter dem Gesichtspunkt der neun Arten positiver Interdependenz. Diesmal wird besonders auf „Simulation“ geachtet, ein Konzept, das etlichen von uns bisher eher ein bisschen verschwommen war. Außerdem simulieren wir in Gruppen miteinander, wie wir uns im kanadischen Norden nach einem Flugzeugabsturz, den wir glücklicherweise überlebt haben, am Leben halten können, bis Rettung in Sicht kommt.
- Norm und Kathy Green sind ein „Dreamteam“, das begeistert. Gemeinsam leben sie vor, was sie empfehlen und mit tiefer Herzlichkeit zeigen sie eine exakte Unterrichts- bzw. Kursplanung, die sowohl Ziele langfristig anpeilt, wie auch den nächsten kleinen, konkreten Schritt im Sinn behält; sie leben Wertschätzung vor („What is success? ... To find the best in others“) und nehmen sich gegenseitig immer mal wieder humorvoll ein bisschen auf den Arm.
Danke! Ich freue mich auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr in der Zeit vom 2. bis 3. Oktober 2008
Sylvia Braun, Teilnehmerin am Follow-up mit Norm und Kathy Green
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