Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/lak/akademien/2007/29_berufliche_bildung/index.html, Stand 23. May. 2013
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Zukunftsstrategien für die berufliche Bildung in Deutschland waren Thema des diesjährigen Esslinger Forums am 29. und 30. November in der Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen. Experten für berufliche Bildung aus allen Kultusministerien der Länder tauschten sich im Rahmen dieser Fachtagung über aktuelle Entwicklungen, insbesondere im Bereich der dualen Ausbildung aus.
Zu diesem Thema hielt Kultusminister Helmut Rau MdL am zweiten Tag des Forums eine Rede. Darin hat er an die Wirtschaft appelliert, dem Trend zu einer immer stärkeren Spezialisierung bei den dualen Ausbildungsberufen entgegenzuwirken. Die Vielzahl dualer Ausbildungsberufe habe zu einem Anstieg überregionaler Fachklassen geführt. Dies wirke sich auf die einzelnen Betriebe ausbildungshemmend aus. „Wenn Berufsausbildung direkt zwischen Betrieb und Schule organisiert werden kann, dann bleiben auch keine Ausbildungsstellen unbesetzt“, sagte Rau beim Esslinger Forum 2007.
In besonderen Bereichen könnte auch eine in Module eingeteilte Ausbildung an verschiedenen Lernorten Engpässe überwinden helfen. Einer generellen Modularisierung der dualen Ausbildung erteilte der Minister jedoch eine klare Absage. „Berufsbezogene Kompetenzen sind nicht durch eine Ansammlung von zertifizierten Kleinstmodulen erreichbar“, sagte Rau. Der Kultusminister sprach sich auch für einen europaweiten Vergleich der Berufsbildungssysteme aus. Das in Deutschland, Österreich und der Schweiz praktizierte duale System der Berufsausbildung erfahre bisher im internationalen Vergleich nicht die gleiche Wertschätzung wie vollzeitschulische Ausbildungsgänge anderer Länder.
„Wenn es um die erfolgreiche Vermittlung berufsbezogener Kompetenzen geht, ist das duale System einem vollzeitschulischen Ausbildungssystem überlegen“, betonte der Kultusminister. Rau begrüßte daher die Initiative des Bundes, auf einen europaweiten Vergleich analog der PISA-Studie zu drängen.
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