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Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/lak/akademien/2008/16_es_chinesische_lehrer/index.html, Stand 26. May. 2012

Landesakademie für Fortbildung und Personalwentwicklung an Schulen
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Chinesische Lehrer profitieren von deutscher Erfahrung

Derzeit sind 20 chinesische Berufsschullehrerinnen und Berufsschullehrer zu Gast an der Landesakademie, Standort Esslingen. Während ihres vierwöchigen Aufenthaltes informieren sie sich über aktuelle Berufsschulpädagogikkonzepte im dualen System in Deutschland, insbesondere über das Unterrichten im Lernfeld. Eine Gruppe kommt aus der Fertigungstechnik, die zweite Gruppe besteht aus Lehrer/innen aus dem Hotel- und Gaststättenbereich. Die Lehrer/innen stammen aus dem Großraum Peking und sind zumeist das erste Mal in Deutschland zu Gast.

Eckhard Rein, der an der Carl-Benz-Schule Gaggenau unterrichtet und an der Entwicklung der Lernfeldkonzeption am Landesinstitut maßgeblich beteiligt war, betreute die chinesischen Lehrer/innen der Gruppe Fertigungstechnik in ihrer ersten Woche an der Landesakademie und berichtet hier von seiner Dozententätigkeit bei den Kolleginnen und Kollegen aus dem Reich der Mitte.

Eckhard Rein

Welche Themen haben Sie präsentiert?
Bei mir gab es vor allem Theorie, doch immer auf die Praxis bezogen. Ich habe eine Einführung in die Lernfeld-Konzeption gegeben und verschiedene Unterrichtsmethoden vorgestellt, die die Teilnehmer/innen auch ausprobiert haben.

Wie reagieren die chinesischen Kolleg/innen auf unsere Lernfeldorientierung?
Sie sind sehr interessiert und offen für die Konzeption. Die Reaktionen sind grundsätzlich positiv, wenngleich natürlich auch immer wieder Skepsis hinsichtlich der praktischen Umsetzung aufkommt.

Welche Fragen werden hauptsächlich gestellt?
Die chinesischen Kolleg/innen beschäftigt vor allem, wie die praktische Umsetzung im Lernfeldunterricht funktioniert. Das ist nicht anders als bei uns. Sie fragen nach Rezepten und wünschen genaue Anweisungen. Aber die gibt es so natürlich nicht.

Wie geht das Programm für die Gruppe hier in Deutschland weiter?
Derzeit ist die Gruppe an der Gewerblichen Schule in Horb zu Gast und beschäftigt sich dort mit Unterrichtspraxis und erhält eine intensive Methodenschulung. Hier ist dann mein Kollege Thomas Hug im Einsatz. Danach ist nochmals eine Woche in Esslingen geplant, in der Professor Dr. Karl-Otto Döbber die Evaluation des Seminars vornehmen und dabei verschiedene Evaluationsmethoden vorstellen und gemeinsam mit den Teilnehmer/innen praktizieren wird.

Wie ist die Umsetzung des Gelernten in China geplant?
Geplant ist die Integration in das Curriculum der beruflichen Bildung in Peking. Von unserer Seite besteht das Angebot, die Umsetzung auch vor Ort mittels Coaching zu begleiten, wie es schon bei früheren Projekten realisiert wurde.

Und, hat Ihnen die Woche mit den chinesischen Kolleginnen und Kollegen Spaß gemacht?
Sehr großen sogar. Ich würde immer wieder als Dozent mit solchen Gruppen arbeiten. Erst war die Atmosphäre ein bisschen steif, doch dann gab es sehr große Bereitschaft zu offenen Diskussionen. Und das in einer sehr lockeren Atmosphäre.

Weitere Informationen:

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Letzte Änderung: 04.02.2009