Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/lak/akademien/2008/24_bwb_schulreifes_kind/index.html, Stand 26. May. 2012
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Damit alle Kinder optimale Startchancen für den Besuch der Grundschule erhalten, läuft derzeit an 50 Modellstandorten in Baden-Württemberg das Projekt "Schulreifes Kind". Ziel dieses Projektes ist es, beeinträchtige Kinder, Kinder mit großem Unterstützungsbedarf sowie Kinder mit geringen familiären Entwicklungsmöglichkeiten möglichst frühzeitig zu erkennen und zu fördern. Grundidee ist dabei, etwa 1½ Jahre vor dem Beginn des ersten Schuljahres eine Einschulungsuntersuchung durchzuführen, um "Risiko-Kinder" zu erfassen und im gemeinsamen Gespräch von Eltern, Gesundheitsamt und Pädagogen Möglichkeiten der Beratung und Förderung aufzuzeigen und anzubieten.
Zur Weiterentwicklung des Pilotprojekts "Schulreifes Kind fand an der Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen in Bad Wildbad ein Lehrgang statt für Erzieher/innen und Lehrer/innen an Grundschulen aus den 50 ausgewählten Modellstandorten in Baden-Württemberg.
Die wissenschaftliche Begleitung in der Pilotphase liegt in den Händen der Professoren Dr. Marcus Hasselhorn vom Dt. Institut für Int. Päd. Forschung, Frankfurt, und Dr. Hermann Schöler von der Päd. Hochschule Heidelberg, welche zum Thema Diagnose und Förderung aus entwicklungspsychologischer Perspektive referierten und für Gespräche mit den beteiligten Pädagogen zur Verfügung standen. Akademiereferentin Monika Wilke, M.A., war für die organisatorische Leitung vor Ort zuständig.
Rund 120 Teilnehmer und Referenten unter der Leitung von Christa Buttermann vom Ev. Landesverband Tageseinrichtungen für Kinder in Württemberg sowie Rektor Klaus Lindner, Backnang, beschäftigten sich überaus intensiv mit dem Thema.
Bereits seit Jahren, so Akademiedirektor Helmut Nagel in seiner Begrüßung, sei die Bildung in der frühen Kindheit verstärkt im Gespräch. Um für die natürliche Entwicklung und zum Wohl des Kindes günstige Rahmenbedingungen zu schaffen, gebe der Lehrgang allen Beteiligten die Möglichkeit des Austauschs und der Begegnung und vor allem der Fortführung des Projektes "Schulreifes Kind".
In kleineren Gruppen hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich über den Sachstand für die Modellstandorte zu informieren, Gespräche - auch unangenehme - mit den Eltern über den Entwicklungsstand und -verlauf ihres Kindes zu üben, die Umsetzung im Alltag zu bedenken, die Verlaufsdiagnostik und den Übergang in die erste Klasse zu erarbeiten sowie die Neukonzeption der Einschulungsuntersuchung aufzustellen.
Besonders erwähnenswert an dem Pilotprojekt "Schulreifes Kind" ist die Zusammenarbeit von Kultusministerium, das in Bad Wildbad durch Claudia Scherer und Ministerialrätin Christa Engemann vertreten war, sowie dem Sozialministerium mit den Oberpsychologierätinnen Daniela Krämer, Stuttgart, und Anke Zürcher, Konstanz, ebenso wie das gemeinsame intensive Handeln von Erzieher/innen und Lehrer/innen für Kinder im Vorschulalter. Kultusminister Helmut Rau betonte dazu bereits vor einem Jahr: "Das Projekt ist ein Schlüsselvorhaben der Landesregierung im Bereich der frühkindlichen Förderung."
Landesakademie, Standort Bad Wildbad
Allgemein bildenden Schulen: Grundschule
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