Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/lak/akademien/2008/28_bwb_gemaelde/index.html, Stand 26. May. 2012
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Mit einer Gemäldeausstellung in den öffentlich zugänglichen Räumen, der Cafeteria und des Restaurants, der Landesakademie in Bad Wildbad präsentiert sich derzeit der Künstler Prof. Dr. Christian J. P. Kattenstroth (70) mit aktuellen Werken aus den Jahren 2007 und 2008.
Sein künstlerischer Werdegang ist interessant, da er, entsprechend seiner persönlichen Situation, in recht unterschiedlichen Stilrichtungen arbeitete und noch arbeitet.
Als gebürtiger Hamburger studierte Kattenstroth in Hamburg und Berlin Kunsterziehung, Anglistik, Psychologie und Soziologie, war dann als Wissenschaftlicher Assistent in Berlin, promovierte schließlich Hamburg bevor er 1974 nach Süddeutschland kam mit einer Professur für Ästhetische Erziehung an den Päd. Hochschulen in Reutlingen und Ludwigsburg. Zusätzlich absolvierte Kattenstroth Bewegungs- und Improvisationstheater, leitete Kurse für Mime, Bewegungstheater und Schauspiel in Deutschland und in den USA. 1987-1990 leitete er eine eigene Schauspielschule, das „theaterTOTAL“ in Köln.
1991 nahm er die bildkünstlerische Arbeit wieder auf mit Malerei, Grafik und Bildhauerei, und präsentierte seine Werke in Ausstellungen sowohl in Deutschland als auch im Ausland.
Beim Betreten der Landesakademie fallen dem Besucher sofort die blauen großformatigen Wolkenbilder ins Auge. Es sind großartige Momentaufnahmen, die Kattenstroth sowohl in Süddeutschland als auch bei seinen Besuchen in der früheren norddeutschen Heimat mit Acryl in kräftigen Pinselstrichen festhält. Bewegung wird in diesen Bildern deutlich, Energie spürbar.
Im Restaurant findet man dagegen kleinformatige Darstellungen „banale Alltagsgegenstände,“ Alltägliches, was jeder kennt und erkennt in der Form von arrangierten Stillleben. „Diese kleine Welt,“ so Akademiereferentin Carmen Mattheis, die bei der Vernissage am Montagabend die Besucher führte, zeige den positiven Umgang mit den Dingen. Da findet man u. a. „Lauch auf Tablett,“ „Wasserkessel,“ „Zwei Koffer,“ „Kohlrabi und Äpfel,“ „Strahler,“ oder „Bananen und Limette“ überwiegend in kräftigen Farben als Öl- und Acrylbilder. Es sind Bildthemen, die erstaunen lassen, denn wer malt schon „Kanister und Tuben“ oder „zwei Sprühflaschen?“ Mattheis betonte, dass Kattenstroths Gemälde in Verbindung zu seinem Leben stünden, sozusagen die Kunst in seine Biographie eingebunden sei.
Zuvor hatte Akademiedirektor Helmut Nagel die Teilnehmer der Vernissage und den Künstler begrüßt, wobei er vor allem die großartigen Wolkenbilder, die scheinbar unauffällig sind, hervorhob.
Die interessante Ausstellung in der Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen (Bätznerstraße 92) kann täglich bis 11. Juli besichtigt werden.
Text und Foto: Götz Bechtle
Internetseite von Christian J. P. Kattenstroth
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