Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/lak/akademien/2008/32_com_montessori/index.html, Stand 26. May. 2012
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Kost und Logis auf der Comburg, praktische Weiterbildungsarbeit in der Grundschule Steinbach mit Montessorizug am Fuße der Comburg, so lässt sich der Rahmen für den viertägigen Lehrgang zur Montessori-Pädagogik mit dem Ziel Montessori-Diplom vom 1. bis 4. September 2008 umreißen.
Die 34 Teilnehmerinnen und ein Teilnehmer aus Vorarlberg, die aus den Bereichen Kindergarten, Volksschule (Grundschule) und Sekundarstufe I kommen, beschäftigten sich mit der "Kosmischen Erziehung" nach Maria Montessori und dabei insbesondere mit Themen der Kulturgeschichte.
Ein langes Band durchzieht das gesamte Erdgeschoss der Schule. Es visualisiert die verschiedenen Epochen der Geschichte von der Steinzeit bis zur Gegenwart. Eine Gruppe beschäftigt sich beispielhaft mit der Kulturgeschichte der Comburg. Großcomburg ist mit ihren baulichen Veränderungen auf der Zeitleiste aufgestellt. "Die Comburg stellt mit ihren verschiedenen Baustilen von der Romanik bis hin zum Barock ideales Anschauungs- und Lernmaterial dar", erläutert die Lehrgangsleiterin Karin Dorner die Entscheidung dieses Mal nicht in Dornbirn, sondern in der Grundschule Steinbach mit Montessorizug zu tagen und auf der Comburg zu übernachten. Der Erarbeitung auf der Zeitleiste folgt die Erkundung direkt vor Ort.
Für die Seminargruppe, die über 2 ½ Jahre Theorie und Praxis der Montessori-Pädagogik erarbeitet, ist der Aufenthalt an der Landesakademie Comburg ein besonderes Erlebnis mit einer neuen Qualität des Kontakts: "... die Gruppe wächst mehr zusammen, wenn man nicht immer abends nach Hause fährt", so Karin Dorner.
"Ziel der Montessori-Pädagogik ist es, die Kinder für ein Thema zu entflammen", erklärt Thomas Helmle, der zusammen mit seiner Frau Petra Wöbcke-Helmle den Kurs moderiert. Durch einen Impuls motiviert suchen sich die Schülerinnen und Schüler leichter ein Thema aus, an dem sie selbstständig arbeiten möchten, allein oder in Gruppen, und präsentieren später ihre Ergebnisse vor der Klasse. Als ganzheitliches Konzept will die Montessori-Pädagogik auch Verzahnungen verdeutlichen, beispielsweise zwischen Kulturgeschichte und Naturwissenschaften. Hierzu gehört auch die abendliche Sternenbeobachtung auf der Comburg mit einem Fernrohr. Im Lehrgang ist es wichtig, dass die künftigen Montessori-Pädagoginnen eigene Erfahrungen mit dem Konzept machen, um sie später an die Kinder weitergeben zu können.
Die Weiterbildung dieser Gruppe organisiert der Montessori-Verein Vorarlberg in Zusammenarbeit mit dem Land Vorarlberg. Finanziert wird es zu einem Drittel vom Staat, zwei Drittel tragen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer als Eigenanteil. Nach 2 ½ Jahren wird der Lehrgang mit einer mündlichen Prüfung und einer Hausarbeit zu einem selbst gewählten Thema mit dem Diplom abgeschlossen.
Montessori-Diplom- und Zertifikatskurse:
http://lehrerfortbildung-bw.de/akaprojekte/didak/montessori/
Verein für Montessori Pädagogik Vorarlberg:
http://www.montessori-vorarlberg.at/index2.php
Montessori-Pädagogik, Informationen zu reformpädagogischen Ansätzen in Kindergarten und Schule:
http://www.montessori.de/
Montessori Dachverband Deutschland e.V.:
http://www.montessori-deutschland.de/
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