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Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/lak/akademien/2008/33_com_literatur/index.html, Stand 17. Jan. 2017

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Comburg LiteraturStipendium 2008 vergeben

Für einen Monat lebt und arbeitet Ulf Erdmann Ziegler, der Autor von "Hamburger Hochbahn" und "Wilde Wiesen", auf der Comburg.

Der Oberbürgermeister der Stadt Hermann-Josef Pelgrim überreicht Ulf Erdmann Ziegler das Comburg LiteraturStipendium Schwäbisch Hall. Foto: Hans Kumpf

Der Schriftsteller Ulf Erdmann Ziegler ist der diesjährige Träger des neu geschaffenen Comburg Literaturstipendiums Schwäbisch Hall. Mit einem Empfang im Rathaus wurde das Stipendium am 18. September 08 durch Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim und Akademiedirektor Hans-Reiner Soppa verliehen. In seiner launigen Laudatio näherte sich Jurymitglied Thomas Preisendanz dem Autor auf verschiedenen Pfaden an: Nicht der Verkaufsrang eines bekannten Online-Sellers und auch nicht das Autorenfoto aus dem Jahr 1981 hätten die Entscheidung der Jury maßgeblich beeinflusst. Auch die programmatische Aussage im Klappentext zu Zieglers "Wilde Wiesen", seine Geschichten zeigten "das Protokoll der Provinz als Schrittmacher der Geschichte" sei es nicht gewesen, sondern schlicht die Lektüre, die überzeugt habe. Zieglers Sprachbilder seien wie Bilder asiatischer Tuschezeichner, sie steckten voller genauer Beobachtung, Witz und Ironie.

Laudator OStD Thomas Preisendanz, der Autor Ulf Erdmann Ziegler, Akademiedirektor Hans-Reiner Soppa

Ulf Erdmann Ziegler, geboren 1959 in Neumünter/Holstein, lebt heute in Frankfurt a.M. Er überzeugte die Jury mit seinen 2007 erschienenen Büchern „Hamburger Hochbahn“ (Platz 1 der SWR-Bestenliste) und „Wilde Wiesen“ (beide Wallstein-Verlag Göttingen). Unprätentiöse Sprache und Ideenvielfalt, exakte Beschreibungen mit reicher Detailkenntnis, Vermittlung von Lokalkolorit und subtiler Witz kennzeichnen seine Werke. Ziegler studierte Visuelle Kommunikation in Dortmund, Neuere Deutsche Literatur, Linguistik und Psychologie in Berlin. Als Journalist arbeitet er schwerpunktmäßig als Kunst- und Architekturkritiker, sein Spezialgebiet ist die Fotografie. Für das Institut für Auslandsbeziehungen kuratierte er die Ausstellung „Die Welt als Ganzes. Fotografie aus Deutschland nach 1989“. Im Frühjahr erhielt er auch den Friedrich-Hebbel-Preis 2008.

Ulf Erdmann Ziegler bei seiner Dankesrede zur Verleihung des Comburg LiteraturStipendiums

Für ihn sei es das erste Stipendium überhaupt, gestand Ziegler im Anschluss an die Preisverleihung und auch Schwäbisch Hall habe er bisher nicht gekannt. So biete sich für ihn die Möglichkeit, die Stadt neu zu entdecken, ohne dass Wahrnehmungen durch alte Erinnerungen verstellt zu würden. "Schwaben war Märchenland, mit Burgen und gewundenen Straßen und Rathäusern aus Fachwerk. Städte hießen dort nicht Plön und Wrist, sondern Nürtingen und Urach." schreibt der Autor in seiner Autogeographie "Wilde Wiesen" über eine Reise als Jugendlicher mit seinen Eltern nach Süddeutschland, die Hohenlohe damals ausklammerte. Ob sein derzeitiger Aufenthalt auf der Comburg einen Niederschlag in seinem Schreiben finden wird, bleibt offen, denn woran er momentan arbeitet, verrät er nicht und nennt seine Arbeit "heimliches Schreiben".

Am Donnerstag, dem 25. September 2008 fand eine öffentliche Lesung mit Ulf Erdmann Ziegler im Kaisersaal der Coburg statt. In der gut besuchten Lesung trug der Autor ein Kapitel aus seinem Buch "Wilde Wiesen" sowie einen bisher nicht veröffentlichten Text vor und stellte sich den Fragen des Publikums.

Ulf Erdmann Ziegler bei seiner Lesung im Kaisersaal der Comburg. Foto: Ruth Soppa

Weitere Informationen zum Comburg LiteraturStipendium

Das Comburg LiteraturStipendium entstand in Anknüpfung an die Literaturtage Baden-Württemberg 2006 in Schwäbisch Hall (www.literaturtage-hall.de) als Kooperation zwischen der Landesakademie Comburg und der Stadt Schwäbisch Hall mit dem Ziel, einen Beitrag zur Literaturförderung zu leisten. In Anknüpfung an die Literaturtage hat die Landesakademie Comburg 2007 erstmals ein dreiwöchiges Wohnstipendium an die Autorin Beate Rygiert vergeben.

Die Stadt Schwäbisch Hall und die Landesakademie Comburg verleihen das Literaturstipendium einmal im Jahr. Es umfasst einen vierwöchigen Aufenthalt im September auf der Comburg in Schwäbisch Hall. Die attraktive Ferienwohnung im 1562-1575 erbauten Torbau stellt die Landesakademie Comburg zur Verfügung. Hinzu kommt ein Barstipendium in Höhe von 4.000 Euro aus Stiftungsmitteln der Stadt Schwäbisch Hall („Stiftung Hospital zum Heiligen Geist“, gegründet 1228), eine honorierte Lesung sowie Verpflegung.

Jury 2008: (v.l.n.r.) Winfried Maurer (SWR Kulturredakteur), Hans-Reiner Soppa (Landesakademie Comburg), Irene Ferchl (Journalistin, Herausgeberin Literaturblatt Baden-Württemberg), Thomas Preisendanz (Oberstudiendirektor, Gemeinderat), Ute Christine Berger M.A. (Kulturbeauftragte Stadt Schwäbisch Hall), Prof. Dr. Reiner Blobel (Gemeinderat), Beate Rygiert (Autorin, nicht auf dem Foto).

Weitere Informationen:

Landesakademie, Standort Comburg:
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Letzte Änderung: 30.09.2008