Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/lak/akademien/2008/51_bwb_international/index.html, Stand 26. May. 2012
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Im Auftrag des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport fand von 17.-26. November 2008 wieder ein internationaler Studienaufenthalt, der sechste in diesem Jahr, am Standort Bad Wildbad statt. So waren bereits im Juli diesen Jahres zwei internationale Gruppen zur Fortbildung im Nordschwarzwald. Die erste Gruppe bestand aus rumänischen Lehrerinnen und Lehrern, die zweite aus russischen Bildungspersonen von Jekatarinburg. Im September folgte dann ein Studienaufenthalt ungarischer Geschichtslehrerinnen und –lehrer, dem zwei Monate später eine Gruppe Deutschlehrerinnen und –lehrer aus Tschechien folgte.
Doch dieses Mal handelte es sich um achtzehn Erzieherinnen aus Ungarn – ein Novum für den Standort Bad Wildbad.
Das Programm wurde von Akademiereferentin Carmen Mattheis in enger Abstimmung mit dem Goethe-Institut in Budapest und zusammen mit Frau Angelika Seyfried, Erzieherin und Leiterin des Goßweiler Kindergartens Bad Wildbad, und Frau Gabi Bechtold-Rapp, Erzieherin am Kindergarten Regenbogen in Malsch-Völkersbach, erstellt. Zentraler und von den ungarischen Gästen sehr befürworteter Programmbaustein waren die Hospitationen in verschiedenen Kindergärten mit anschließendem Gespräch zu bestimmten Themenschwerpunkten des jeweiligen Kindergartens. Weitere wesentliche Programminhalte waren die Einführung in den Orientierungsplan von Baden-Württemberg, der Besuch des Bildungshauses in Altensteig-Walddorf sowie ein Seminar zum Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern, welches auf sehr großes Interesse bei den Gästen stieß.
Als eine besondere Ehre empfanden es die Erzieherinnen, dass sie von Bürgermeister Klaus Mack im Rathaus von Bad Wildbad empfangen wurden. Bei diesem Empfang brachten sie zum Ausdruck, wie sehr sie sich über diese Möglichkeit des gegenseitigen Lernens freuen und dass sie sich viele neue Erfahrungen und Kenntnisse von dem Studienaufenthalt erhoffen.
Die Landeskunde in Verbindung mit bildungsrelevanten Aspekten bildete einen weiteren Themenschwerpunkt des Programms. So war die Gruppe auf der „Experimenta+“ in Karlsruhe, besuchte das Schloss Neuenbürg mit seiner Theaterinstallation „Das kalte Herz“ von Wilhelm Hauff und führte im Anschluss daran Gespräche über pädagogische Schlossaktivitäten mit Museumsleiterin Elke Osterloh. Ein abendlicher Höhepunkt stellte der Besuch bei der Marionettenbühne in Pforzheim-Brötzingen dar, bei dem auch ein Blick hinter die Kulissen geworfen werden konnte.
Am letzten Tag des Studienaufenthaltes waren sich die ungarischen Erzieherinnen einig, ihre Erwartungen seien voll und ganz erfüllt worden. Sie hätten sehr viel Interessantes, Neues und Schönes erlebt und würden nun mit vielen Anregungen und Ideen zurück nach Hause fahren. Dabei wurde die Hoffnung ausgesprochen, irgendwann mal wieder zu einem Studienaufenthalt an die Landesakademie in die wunderschöne Kurstadt Bad Wildbad kommen zu können, um den Austausch und Lernprozess mit baden-württembergischen Erzieherinnen weiter zu vertiefen. In diesem Zusammenhang wurden die Hauptreferentinnen des Seminars von der Gruppe nach Ungarn eingeladen – denn Reisen verbindet und Reisen bildet. Und dass diese Reise tatsächlich ein gegenseitiges Lernen darstellte, betonten auch Frau Seyfried und Frau Bechtold-Rapp, die sich über diese Einladung sehr freuten.
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