Druckansicht von http://lehrerfortbildung-bw.de/lak/akademien/2009/34_bwb_bpfoe/index.html, Stand 23. May. 2013
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Mit einer Akademietagung vom 12.10.-14.10.09 zu Fragen der standortspezifischen Umsetzung des neuen Bildungsplanes an Förderschulen fand eine Reihe von Akademietagungen zur Implementierung des neuen Bildungsplanes an Förderschulen ihren Abschluss. Unter der Leitung der Sonderschulreferenten der Regierungspräsidien Jörg Hofrichter (RP Stuttgart), Artur Bossert (RP Karlsruhe), Dr. Hans-Joachim Friedemann (RP Freiburg) und Christina Holzmann-Gaugel (RP Tübingen) und SKR Wolfgang Schlindwein (RP KA) erörterten Lehrkräfte, die auf Schulamtsebene ihre Kolleginnen und Kollegen bei der Arbeit mit dem neuen Bildungsplan an Förderschulen beraten und begleiten, die inhaltliche und organisatorische Umsetzung im jeweiligen regionalen Umfeld.

Foto: Mitglieder des Leitungsteams: Kristina Holzmann-Gaugel (RP Tübingen), Artur Bossert (RP Karlsruhe), Jörg Hofrichter (RP Stuttgart).
Auf der Tagesordnung der Bildungsplantagung standen Grundsatzfragen zu Positionen und Perspektiven der Förderschule, eine Bestandsaufnahme zum aktuellen Stand der Implementierung des neuen Bildungsplanes vor Ort unter den Gesichtspunkten: Was gelingt? Wo sind Hindernisse? Was ist geplant? Wie geht es weiter?

Foto: Fachdidaktische Impulse, SL Lars Annecke, Achert-Schule, Rottweil.
Einen weiteren Themenschwerpunkt bildeten fachdidaktische Impulse. Kollegen und Kolleginnen verschiedener Förderschulen stellten in Workshops die Arbeit an ihren Schulen in den Bereichen "Sprache/Deutsch", "Mathematik", "Arbeit und Leben" vor. Am Beispiel dieser konkreten Handlungsfelder aus der Praxis wurde entwickelt, in welcher Weise der Bildungsplan ein Instrument sein kann zur Entwicklung von Schulzielen bzw. des Leitbildes einer Schule, zur Erarbeitung eines Schulprogramms, zur Erstellung eines Schulcurriculums und zur Verzahnung mit Evaluationsprozessen.
Wichtig war es dem Leitungsteam zu vermitteln, dass es sich beim neuen "Bildungsplan Förderschule" um ein Instrument handelt, das den Lehrerkollegien an die Hand gegeben ist, ihre Schulen entsprechend der Besonderheiten der jeweiligen Schulen weiter zu entwickeln.
"Der Bildungsplan kann nicht umgesetzt werden!" - diesen Satz des Leiters des Staatlichen Schulamtes Göppingen, Hans-Jörg Polzer, hatte RSD Bossert ganz an den Anfang der Tagung gestellt, um den Charakter des neuen Bildungsplanes als eines Instrumentes noch einmal deutlich zu machen.
Der Bildungsplan ist wie Pinsel und Farben den Schulen und Kollegien an die Hand gegeben - das jeweilige Bild der Schule zu malen, bleibt Aufgabe der Lehrenden und Lernenden, der Eltern und der außerschulischen Partner vor Ort.

Bei der Verabschiedung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Akademietagung dankte Akademiedirektor Helmut Nagel dem Leitungsteam der vier Regierungspräsidien für die Vorbereitung und Durchführung der Tagung und bestärkte die Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen gegen Verunsicherungen, die in jüngster Zeit durch die Ratifizierung der UN-Konvention zu inklusivem Lernen spürbar geworden sind: Die spezifischen Kenntnisse und Fähigkeiten der Sonderpädagogen seien weiterhin so bedeutsam wie bisher - und u.U. in verändertem Organisationsrahmen noch dringender gefragt als bisher.
Portal "Sonderschule / Förderschule" auf dem Lehrerfortbildungsserver:
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